Veräppelt und verschwitzt

Als ich vorhin los fuhr, wähnte ich mich tapfer: Es nieselte, eine Vielzahl dunkler Wolken, wohin man auch schaute. Ich aber, die Heldin dieser Geschichte, nahm meine Regenhose mit, trug meine Windweste, außerdem Arm- und Beinlinge, wasserdichte Handschuhe und Söckchen, dazu sogar Regenüberschuhe (Heldentum und Wahnsinn liegen bekanntlich recht nah beieinander) und wagte mich nach draußen. “Trainiert wird bei (fast) jedem Wetter!”

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Friedlich vergnügt

Der heutige Tag sieht doch ganz annehmbar aus, wettertechnisch. Auch sonst, denn ich habe Zeit: Den Morgen über ein paar Dinge erledigt – heute wurde nicht um 8 gestartet -, später eine gemütliche (!) Runde drehen, einen Termin wahrnehmen am Nachmittag (darauf freue ich mich) und am Abend einen guten Tag gehabt haben.

Zurzeit bin ich einfach nur dankbar, wenn ich an unsere Unterstützer denke. Ich freue mich, unsere sehr schönen, gut sitzenden und praktischen Leverve-Teamklamotten tragen zu dürfen. Ich freue mich über die luxuriösen Mützen, Kappen, Socken und Handschuhe von Sealskinz (besonders, da ich es verabscheue, kalte Hände/Füße zu haben). Ich freue mich – besonders in Tschechien war das ein unglaubliches Vergnügen – über die genialen Komponenten und Laufräder von Acros: Noch nie hatte ich einen so wohlklingenden Freilauf und es fasziniert mich immer, wie lange das Rad sich munter weiter dreht, wenn man es nur leicht anstupst. Ein neuer hochkarätiger Unterstützer hat sich kürzlich hinzu gesellt: Elete. Wir haben das Elektrolytkonzentrat bereits erfolgreich getestet und es ist toll, die Frage der Flüssigkeitsversorgung so einfach und unkompliziert lösen zu können.

Ich erwähne das ganz bewusst sehr häufig, denn es ist nicht selbstverständlich, so großzügig bedacht zu werden und ein großes Privileg für uns. Vielen Dank!

Euch einen trockenen, guten Tag mit etwas Zeit zum Aufs-Rad-sitzen (bzw. einen Spaziergang ins Grüne unternehmen) und genießen!

Tagesziel

Nur, um es gesagt zu haben: Ich hab’s geschafft! Das mit dem 8-Uhr-Losfahren. “Wann, wenn nicht heute!”, dachte ich, plante es genauergesagt schon gestern (, leistete zwischendurch noch ein wenig Überzeugungsarbeit, weil ich  nicht alleine fahren wollte,) und los ging die gute Fahrt. Dummerweise fuhren wir gewaltig lange im gewaltig heftigen Regen dahin. Die Söckchen hielten dicht, irgendwann lief das Wasser jedoch von oben hinein (immerhin blieben die Füße aber warm), die wasserdichten Handschuhe hatte ich in meinem allumfassenden Optimismus schlauermaßen nicht angezogen. Aber irgendwie war es dennoch schön. Weil ich es geschafft hatte, weil es zwischendurch sehr angenehm war und die Aussicht immer wieder nett, weil der Start in den Tag gut gelungen war.

Alte Gewohnheiten

Der Tag, an dem ich um 8 trainieren gehe, wird dick und fett im Kalender angestrichen, das verspreche ich euch! Ich arbeite häufig nachmittags bzw. abends, also ist mein “Feierabend” meist der Vormittag. Ich stehe zeitig auf, erledige einiges, aber ich schaffe es dennoch nicht, sofort los zu fahren, wie ich das teilweise gerne täte. Darum auch fahre ich heute erst jetzt los, nachdem ich “den Rest” geschafft habe. Immerhin ist es zwar nicht warm, so doch sonnig draußen. Meine schönen Armlinge dürfen zum Einsatz kommen (Leverve hat sie uns im Team-Design gefertigt), außerdem die Knielinge. Sollte es unterwegs doch noch wärmer werden, werde ich mal wieder wie ein Känguruh aussehen, aber was soll’s!

Feinster Nieselregen

Es regnet, es regnet, die Erde wird nass. Mal nieselt es fein, mal schüttet es schwer, trocken ist es zumindest nie. Zu nass. Ich wollte ohnehin ins Studio. So wird es nur Studio heute vor der Arbeit, und ich werde meine SealSkinz-Kappe aufziehen (die Mütze wäre zu warm) und die (dünnen) Handschuhe und Söckchen dazu, so dass Kopf, Hände und Füße ebenso trocken bleiben wie der Regenkleidungsbewehrte Rest meines Körpers. Ein Bild wird’s wohl nicht geben, denn wen sollte ich darum bitten, draußen im Regen zu stehen und nette Bilder von mir zu schießen: “Arnhild im Regen”. Stellt euch das bildlich vor.

Tagwerk

Ich war “im Garten”, also auf dem Balkon, hab’ meine von einer Böe entwendete Margerite gerettet, ein bisschen gegossen (neuerdings weiß ich, dass Gießen eine hohe Kunst ist, die außerordentliche mentale Fähigkeiten erfordert und zudem untragbar viel Zeit und Mühe…), ein bisschen gepflegt. Ich habe die Crosscountry-EM online geschaut, dabei aufgeräumt und alles Mögliche nebenher erledigt. Ich werde jetzt auf’s Rad gehen, dem Wind hoffentlich erfolgreich trotzen und vielleicht auch trocken bleiben. Meine geliebten SealSkinz-Söckchen werden zum Einsatz kommen und auch die Handschuhe, Pessimismus hin oder her: Windgeschützte und trockene Hände und Füße sind nun mal etwas Wunderbares.

Der eine Augenblick

Es ist die eine Abfahrt, von der ich euch unbedingt erzählen möchte: Wir hatten einen harten Tag, waren bereits mit müden Beinen und noch müderem restlichem Körper los pedaliert, einfach, weil wir die Zeit gut nutzen wollten und altbekannte liebgewonnene Routen endlich wieder erfahren. Die Gegend der Zittauer und Lausitzer Berge ist traumhaft, anders als wir es hier kennen, zauberhaft, abwechslungsreich. Ich kann nicht genug davon bekommen. Also fuhren wir zwangsläufig langsam und genossen die Aussicht und die Strecke. Die Lausche hoch gibt es einen eher technischen Pfad, Serpentine an Serpentine, Geröll, Fels- und Waldboden. Dennoch fährt er sich meist gut. Eine Stelle musste ich noch einmal versuchen, eine andere habe ich kraft- und konzentrationstechnisch dieses Mal nicht geschafft – Ich werde wieder kommen. Die Aussicht oben ist wunderbar: Eine Seite tschechisch, die andere deutsch. Man kann scheinbar endlos weit ins Land hinaus schauen. Dann noch die Abfahrt, da ist man doppelt belohnt (wenn nicht gar der Anstieg selbst gleichermaßen lohnenswert ist).

Irgendwann später, wir fuhren gerade zurück nach Hause, entdeckten wir völlig unerwartet erstmals einen uns unbekannten Pfad. Erst sanft abfallend, teils felsig, teils sanft fließend, verlief er von Anfang an vielversprechend, ging dann über in ein langes Steilstück und führte zwischen großen Felsblöcken hindurch, um Bäume herum, durch Rinnen, über Absätze. Das war wunderbar! Ohne Angst, ohne Mühe trotz der Anstrengung des Tages, war jede Sekunde kostbar, intensiv, unglaublich. Unten angekommen fühlte ich nichts als Glück und Dankbarkeit. Und ja, natürlich kommen wir wieder!

Erste Erfahrungen und bittere Folgen

Gestern zog ich aus, mein neues Rad kennen zu lernen. Um 10 wollten wir losfahren, und ich hatte gefrühstückt und alles bereit gelegt: Eine kurze Tour, knapp 2h. Los fuhren wir jedoch erst gegen 12 – bis dahin hatte ich die Wohnung bestens aufgeräumt, Wäsche ab- und neue aufgehängt, alles Mögliche sortiert. Dumm war nur: Ich hatte Hunger, als wir losfuhren, habe kurz vorher auf die Schnelle nur noch einen eklig-klebrigen Müsliriegel “rein geschoben”, als ich bemerkte, dass es offenbar später werden würde. Erste Erfahrungen und bittere Folgen weiterlesen