Abfahrten und Anstiege

Im Leben ist es manchmal nicht so angenehm auf einer Talabfahrt, der Anstieg danach allerdings ist teils allerdings dann doch recht gut vergleichbar mit dem auf dem Rad: Die letzten Wochen waren hart, die letzten Tage besonders: Ein Auf und Ab von Emotionen, Nebeneinander von sehr positiven wie äußerst negativen Erlebnissen, das Ganze in kürzester Zeit. Die Bilanz bleibt weiterhin zu meinen Gunsten, sehr sogar, würde ich sagen. Aber kostet doch Kraft, wenn Freud und Leid so nah beieinander liegen.

So bin ich heute – u. a. aus massivem Zeitmangel heraus – nur kurz ein bisschen durch die Gegend pedaliert, um die Beine locker zu fahren und die vorhandene Zeitspanne gut zu nutzen und freue mich sehr auf morgen, wo endlich wieder eine längere Einheit Raum finden dürfte.

 

 

12° und Sonne

Dass ich nicht lache! Als ich los fuhr, bin ich – und das passiert äußerst selten – nach wenigen Minuten umgekehrt, um mir eine zusätzliche Schicht zu holen: Es war nicht nur windig, sondern auch ganz schön frisch! Von wegen 12° (hatte meine Wetterdatenleiste im Browserfenster behauptet, die sonst recht zuverlässige Angaben vermeldet). Und von der Sonne ebenfalls keine Spur. Aber eigentlich ist das Wetter nicht schlecht, trocken, nicht wirklich extrem kalt, relativ gute Sicht, intensive Farben, Vogelgezwitscher, der Geruch von Bäumen und Gräsern (ich habe keine dahingehenden Allergien) in der klaren Luft. Außerdem kaum jemand unterwegs. Ich habe meine Ruhe, hänge den Gedanken nach, die gerade so auftauchen, plane, überlege. Komme entspannt nach Hause.

Heute war ich ganz bei mir, nicht gehetzt wie in letzter Zeit häufig, wo mir permanent bewusst ist, wie langsam ich gerade eigentlich bin. Heute war mir das großteils völlig egal. Ich habe einen leichten Schnupfen, wollte also äußerst locker rollen, und das habe ich getan.

Jetzt wird gegessen, dann gehe ich arbeiten. Für mehr ist heute keine Zeit.

Kapriolen aller Art

Sollen wir über’s Wetter sprechen? Lieber nicht!

Wobei: Gestern war’s doch nett,  und wir hatten einiges zu sehen, auf der gemütlichen Rennradrunde: Ein Binnnenschiffer hatte sein Gefährt unter der Brücke vertaut und es war wohl kaum mehr ein Meter zwischen den Abdeckplatten zum Laderaum und der Brücke. Wegen der Wohn- und Fahrkabinen hätte das Schiff ohnehin schon nicht mehr komplett darunter hindurch gepasst, die waren teils schon über Fahrbahnniveau der Brücke. Muss eine lustige Perspektive sein.

In Heidelberg waren große Teile der Neckarwiese überflutet und das Wasser leckte sogar am schmalen Fuß- und Radweg. Ähnlich spektakulär sah’s in Ladenburg aus: Da standen der Parkplatz und teilweise auch das Freibad unter Wasser, Bäume ragten heraus, und das Ganze sah tatsächlich spannend aus. Zum Stand-up-Paddeln gewiss interessant: Der Slalomparcours und keine Schifffahrt.

Ach, und sonnig war es ebenfalls. Davon ist heute leider wieder einmal nichts zu sehen.

Meine SealSkinz-Söckchen haben sich übrigens wiederum bzw. erstmals “richtig” bewährt: Unter einer Brücke hindurch stand das Wasser meterweit bis zum Tretlager. Irgendwann musste ich wieder pedalieren und kam nichtsdestotrotz absolut trockenen Fußes auf der anderen Seite an. Selbst von oben lief kein Wasser in die Socken. Erstaunlich auch, dass die Schuhe sofort abtrockneten. Offenbar sind es sonst die Socken, die einiges an Wasser “speichern”.