Pause machen

Gestern war mein letzter Tag. Die Kinder konnten nicht verstehen, warum ich gehen muss. Ich habe liebe Abschiedsgeschenke – selbst gebastelt, versteht sich, und rührend (!) geschrieben – bekommen und wir haben einen schönen Ausflug gemacht. Minutenlang wurde ich umarmt, immer wieder. Und musste versprechen, dass ich sie besuchen komme, dass sie mich besuchen dürfen, dass Mama anrufen darf und einen Termin mit mir vereinbaren, dass sie selbst anrufen dürfen.

Heute ist Ruhetag. Pause von Sport, Abschieden, Mitbewohnersuche und Zukunftssorgen. Erholung. Ein Tag Erholung.

Besuchszeit

Katja war hier, und das war schön. Wir haben trainiert, wir haben uns unterhalten, einander erzählt, was gerade los ist – am Telefon kommt doch vieles nicht zur Sprache. Pläne wurden geschmiedet und Details geklärt, und bei aller Herausforderung, die wir beide in nächster Zeit haben – sie im Auslandsjahr, ich im Studium – ist es doch gut und ermutigend, zu sehen, dass wir schon so vieles geschafft haben, dass wir weiter gehen und schauen können.

Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an alle Unterstützer und Sponsoren! Ohne euch ginge überhaupt nichts!

Wir brauchen Verstärkung…

Wir sind auf der Suche nach weiteren Teammitgliedern.

Es ist soweit: Was anfangs nur eine Idee war, hat inzwischen handfeste Züge. Team Le Rêve steht! – Das heißt, noch nicht ganz: Während wir uns bisher auf die Arbeit an internen Strukturen und dem „äußeren Auftreten“ konzentriert haben, suchen wir nun Verstärkung:

Was Du mitbringen solltest? Nun, erst einmal solltest Du eine Frau sein und ambitioniert Rad fahren. Es ist nicht wichtig, wie alt Du bist und welche Art von Radsport du betreibst. Du solltest aber einen gewissen Ehrgeiz mitbringen, Lust daran haben, Wettkämpfe zu bestreiten und ernsthaft zu trainieren.

Wir können Dir derzeit weder ein Rad zur Verfügung stellen noch sonst groß Material oder gar Geld. Darum sollte es Dir also nicht gehen.

Wenn Du aber Spaß und Freude am Radrennsport hast, gern auch mal etwas härter trainierst, dabei gutes Essen und die Regeneration nicht aus den Augen verlierst und das alles wiederum mit anderen teilen möchtest, würden wir uns freuen, Dich kennen zu lernen.

Gemeinschaft – im Sport wie im Privaten – ist uns wichtig, deshalb treffen wir uns möglichst oft, um miteinander zu trainieren, einander zu unterstützen und uns auszutauschen. Das wollen wir auch in Zukunft so handhaben. Im Winter/Frühjahr ist ein Trainingslager geplant.

Überleg’s Dir und melde Dich. Wir freuen uns!
Katja & Arnhild

In Elete-ären Kreisen unterwegs

Gestern war es heiß. Nach einem harten Training vor der Arbeit und der spätabendlichen Fahrt zur Messe danach am Donnerstag sowie dem zeitigen Aufstehen, dem Beine-in-den-Leib-Stehen-und-Gehen am Freitag sowie der späten Heimfahrt schmerzten die Beine gestern beim Training im schönen Odenwald von Beginn an.

Es war hart. Ich war müde. Es war heiß. Ich habe viel getrunken. Mit Elete war ich gut bedient, hatte keine zusätzlichen Ermüdungserscheinungen, wie man sie sonst sehr gern an heißen Tagen nach einiger Zeit bekommt. An einem Brunnen haben wir Wasser aufgefüllt, dass ich mit Elete Electrolytes Add-In ergänzt habe.
Schwer müde, aber zufrieden bin ich heim gekehrt und durfte mich zudem über einen Besuch meiner lieben Schwester sehr freuen, die ich lange nicht mehr gesehen hatte.

 

OutDoor in Friedrichshafen 2013 – Clif Bar

Sehr gefreut habe ich  mich, als ich den Clif-Bar-Stand entdeckt habe: Viel hatte ich davon gehört, schließlich wir auch das bekannte Luna Pro Team von Clif geführt bzw. wurde die Gründung des Teams vom Firmengründer selbst initiiert. “Luna”, das ist die frauenspezifische Riegel-Linie des Unternehmens, wie sie sich in Deutschland wohl vorerst nicht etablieren wird. Hierzulande fehlt in weiten Teilen offenbar die Zielgruppe: Frauen allen Alters (!), die Beruf, Familie und sportliche Ambition miteinander überein bringen möchten. In den USA gibt es, zumindest teilweise, ganz andere Strukturen.

Nichtsdestotrotz wird es die Kernprodukte nun also auch in Deutschland geben. Nachdem sich Clif Bar & Company vor etwa 10 Jahren trotz guter Verkaufszahlen vom nicht-amerikanischen Markt zurück gezogen hatten, um interne Innovationen voran zu treiben und hierfür finanzielle Mittel zu haben, gibt es seit diesem Jahr einen neuen Deutschlandvertrieb.

Die Riegel schmecken wirklich lecker und heben sich deutlich vom üblichen Energieriegel mit Kaugummiartiger Konsistenz und mau-bis-grässlichem Geschmackserlebnis ab: Sorte wie “Crunchy Peanut Butter”, “White Chocolate Macadamia Nut”, “Blueberry Crisp” oder “Chocolate Almond Fudge” schmecken sowohl ungewöhnlich als auch wirklich lecker. Die Riegel sind nicht trocken, schmelzen nicht davon, die Packungen lassen sich auch unterwegs leicht öffnen und nach dem Verzehr des Riegels problemlos in der Trikottasche verstauen (andere zerreißen gern und man läuft Gefahr, einen Teil zu verlieren und damit unfreiwillig zur Umweltverschmutzung beizutragen).

Ich bin gespannt, wo Clif Bar in nächster Zeit überall auftauchen wird und rechne mit einer weiteren Erfolgsgeschichte des US-Kultriegels auch hier in Deutschland, einfach, weil er gut ist (hochwertige, teils Bio-Bestandteile, sinnvolle Zusammensetzung, bester Geschmack) und dabei nicht extrem überteuert.
Mehr Infos gibt’s auch hier und hier.

 

OutDoor in Friedrichshafen 2013 – deuter

Am deuter-Stand wurde ich herzlich begrüßt: Vor ein paar Jahren hatte ich eine Reise gewonnen, die von deuter ausgeschrieben worden war, und es war schön, eine der Veranstalterinnen wieder zu sehen. Allerdings hätte ich sie fast nicht mehr erkannt, denn sie sah aus, als hätte sie sehr viele Rucksäcke selbst getestet und fleißig bergauf, bergab getragen – fit, jung und gesund. Irgendwie hat mich das sehr gefreut, vielleicht hätte ich es sagen sollen. Somit war der Besuch bei deuter für mich ein wenig besonders.

Auch hier wird die neue Kollektion farbenfroher, es gibt neue Modelle und ein noch einmal gewichtssparenderes und zugleich komfortableres neues Rückensystem. Aus Gründen bin ich persönlich sehr auf die SL-Serie erpicht, die Rucksäcke der Linie haben kürzere Rückenlängen und auf die weibliche Anatomie sehr gut angepasste bzw. individuell weiter anpassbare Riemen und Gurte; die Schlafsäcke hingegen sind etwas kleiner und mit Bedacht auch ein wenig anders konstruiert.

Mir haben besonders die leuchtend zitronengelben Rucksäcke enorm gefallen. Außerdem liebe ich bei deuter, dass die Funktion das Wichtigste ist und man für sein Geld sehr viel bekommt: bis ins Extrem getestete und durchdachte Rucksäcke, Taschen, Schlafsäcke,…. Ich habe eine rollbare Reisetasche sowie einen Tagesrucksack und einen Hüttenschlafsack, und all diese Dinge haben sich vielfach bewährt, sind bequem und praktisch, sehen gut aus und halten einigem stand.

In Sachen Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit steht deuter ebenfalls ganz vorn, und es lohnt sich, diesbezüglich die Homepage ein wenig unter die Lupe zu nehmen, so man sich denn dafür interessiert.

OutDoor in Friedrichshafen 2013 – 66°North

66°North ist ein isländisches Kultunternehmen. Weil dort das Wetter ein wenig rauher ist als bei uns, tragen selbst Kinder auf dem Spielplatz funktionelle Kleidung, und 66°North ist nicht umsonst Marktführer im eigenen Land: Sie wissen, worauf es ankommt. Auf den ersten Blick sah die Kollektion für mich wenig spektakulär aus, bis auf einige Teile, die verdächtig nach Klassikern aussahen: Ein schlichter, sehr männlicher und style-tauglicher Parka, ein schlichtes Kapuzenjäckchen, das genau damit, mit seiner simplen Schnittführung bei hochwertigem Material besticht. Mehrere T-Shirts, deren klassisches Design mich ansprach (teils gefielen sie mir auch überhaupt nicht). Schön sind auch die Farben: Wenig, aber bedeutungsvoll. 66°North “baut” vor allem einfarbige, alltagstaugliche bis hochfunktionelle Kleidung. Die Farben sind angelehnt an “berühmte” isländische Farben. Der Fuchsia-Ton erinnert an eine bekannte Blume (ich wüsste nur gern, welche), das Türkis an das Meer, das leuchtende Orange-gelb an ich weiß nicht was. Ich hätte gern mehr Hintergründe erfahren, denn genau das hat mich letztlich an 66°North interessiert: Die Wurzeln. Am Stand wurde ein Film von den Aufnahmen sowohl der Sommer- als auch der Winterkollektion gezeigt, und es war schön, den im Mai endlich offenen Pass zu einem Bergdorf – haushohe Schneewände säumten unmittelbar den Asphalt – zu sehen oder die Moränenlandschaft. Die Marke hatte offenbar in der Vergangenheit das Problem, dass die “Sommerkollektion” für den hiesigen Sommer nicht zu gebrauchen war. Hierzulande wurde sie als herbstlich wahrgenommen, zu recht, denn bei uns ist es ein ganzes Stück wärmer. Das wird im kommenden Sommer offensichtlich anders werden, so viel konnte ich sehen.

Deutsche Seite.

Internationale Seite.

OutDoor in Friedrichshafen 2013 – Polartec

Mit Fachmessen habe ich sonst nichts am Hut. Der Einladung eines Sponsors bin ich darum sehr gerne gefolgt: Die OutDoor in Friedrichshafen, wo Hersteller aus der Branche Ausrüstung, Bekleidung, Schuhe, Designobjekte, (neue wie alte) Sportarten, Materialien, Innovationen, Lösungen und Ideen vorstellen.

Eine liebe Bekannte gab mir Gelegenheit zu interessanten Begegnungen. Sie nahm mich auch mit zum Stand von Polartec. Sie hielt sehr viel von dieser Firma, deren Name ich vor allem vom klassischen Fleecepullover her kenne, seit jeher mit Plastikgefühl auf der Haut, elektrisierendem Haar und irgendwie auch „unökologisch“ assoziiert habe. Das wird mir bewusst, als ich mehr über das Unternehmen und seine Philosophie erfahre:

Das Gros der Produktion läuft noch heute unweit von Boston, Massachusetts in den USA. Es ist das einzige Unternehmen einer einstigen Textilhochburg, das heute noch existiert und weltweit erfolgreich ist. Als vor einiger Zeit die Fabrik abbrannte, wurden alle Mitarbeiter – entgegen üblicher Praxis – in den Monaten des Wiederaufbaus weiterhin beschäftigt und voll bezahlt.

Das Unternehmen hat sich dem Umweltschutz verschrieben und arbeitet nachhaltig: Es werden keine Giftstoffe in den Membranen verwendet, so dass die Kleidung bedenkenlos gekauft werden kann. Das Wasser aus einem nahen Wasserlauf, das für die Produktion verwendet wird, muss zuvor gereinigt werden, da es nicht den Sauberkeitsanforderungen entspricht. Wenn es das Unternehmen verlässt, wird es wiederum geklärt und ist somit sauber. Auch hier leistet die Firma – wenn auch aus rein praktischen Gründen – einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz in der Region. Materialreste, die während der Produktion anfallen, werden unmittelbar im Unternehmen gesammelt und zur Herstellung neuer Materialien verwendet. Die inzwischen hoch technischen, äußerst funktionellen und dabei sehr schönen und haut-angenehmen Materialien (wir haben einige Beispiele gesehen, angefasst, bewundert und gestaunt, wie wenig nach „Plastik“ sie heute noch aussehen) bestehen nichtsdestotrotz in weiten Teilen aus wiederverwerteten PET-Flaschen. Das ist doch unglaublich!

Polartec ist in den USA ein wichtiger Arbeitgeber und eine der wenigen erfolgreichen Entwicklungs- und Produktionsstätten vor Ort. Sie verfügen jedoch auch über eine eigene Fabrik in Asien, da viele Kunden – Bekleidungshersteller aller Art – dort produzieren und ein Transport der Materialien hin und her quer über die Ozeane teils wenig sinnvoll und wirtschaftlich wäre. Auch diese Produktionsstätte ist jedoch bluedesign-zertifiziert, ebenso wie die Konzernmutter selbst.

Als wir den Stand verließen, war ich ehrlich beeindruckt. Viele kleine und sehr persönliche Geschichten zum Unternehmen, die ich euch hier nicht erzählen kann, haben ein sehr positives Bild geformt. Bei anderen Herstellern habe ich das später ein bisschen auf die Probe gestellt, indem ich dort „auf den Zahn“ gefühlt habe. Und außer den üblichen Floskeln über Nachhaltigkeit (ohne Inhalt) und so weiter habe ich kaum je eine Antwort erhalten.

Abgesehen also davon, dass Polartec seit vielen Jahren für führende Bekleidungs-Hersteller produziert und mit Erfolg neue Materialien entwickelt, muss ich als Käufer und „Endverbraucher“ mich nicht sorgen, ihre Produkte zu kaufen. Selbst die neuen wasserfesten Membrane werden aus einfachem, teils recycelten und vollständig wieder recyclebarem Polyester hergestellt.

Merkt euch also für die Zukunft das Polartec-Markenzeichen. Es lohnt sich, keine Billig-Softshells zu kaufen. Hier geht es nicht nur um die Funktion, die bei weitem besser ist, sondern vielmehr um die Trageeigenschaften, die Haltbarkeit und nicht zuletzt den Beitrag zur Erhaltung der Umwelt.

Weitere Informationen hier.