Eurobike 2013

Heute geht’s los auf die Eurobike. Das ist ein Heidenspektakel, zugleich extrem ermüdend und faszinierend:

Kopf voll, Beine schwer, Magen leer.

So zumindest fühlt man sich irgendwann am Abend. Aber weil es Spaß macht, neue Produkte zu sehen, Räder, Komponenten, Bekleidung, Ideen, Magazine, Reiseziele,… kurzum, alles was mit Rädern assoziierbar ist, sind wir dort und freuen uns enorm darauf.

Seal Skinz B5 – 604
Acros A2 – 100

Solltet ihr ebenfalls da sein, zieht bequeme Schuhe an, nehmt genug zu Trinken mit, am besten auch ‘was zu Essen (lange Warteschlangen und man bekommt auf dem Messegelände nicht viel für sein Geld).

Wir seh’n uns in Friedrichshafen!

Gleich, gleicher, gleichen, vergleichen

Derzeit findet ein Etappenrennen in Frankreich statt. Ein bestens besetztes, vielfach genutzt als Vorbereitung für die Straßen-WM. Marianne Vos nimmt teil, unter anderem. Wenn überhaupt, dann kennt man zumindest ihren Namen, sollte man meinen. Die meisten anderen, Teams wie Fahrerinnen, kennt man nicht. Wie denn auch?

Der Frauenradsport ist tatsächlich kaum präsent: Eurosport überträgt als einziger deutscher Sender den Radsport im Allgemeinen, die Vuelta natürlich, die Vattenfall Cyclassics, die Pro Cycling Challenge in den USA. Von den Damen ist hier nicht die Rede. Meistens gibt es ja nicht einmal ein Damenrennen.

Die UCI schreibt über das “spotlight on women”, ein magerer Artikel, offensichtlicher Versuch, die derzeit erhitzten Gemüter zu beschwichtigen. Die Frauen nämlich protestieren in letzter Zeit gegen die bestehende Lage. “Gleichberechtigung”, die Forderung danach scheint eine alte Leier, wird zu gern als Feministinnengeschwätz, als überholt abgetan. Wenn vielleicht nicht immer, so ist diese Forderung doch in diesem Fall keinesfalls von gestern, sondern vielmehr längst überfällig. Weil die weltbesten Radsportlerinnen kaum leben können von ihren Gehältern, weil es kaum Teams, kaum Stellen, kaum Lebensraum für sie gibt. Weil selbst die UCI öffentlich das Niveau der Damen anzweifelt. Weil sie bei den wenigen großen Rennen, bei denen sie überhaupt starten dürfen, von der Öffentlichkeit doch meist nicht wahrgenommen werden. (guter Artikel hierzu übrigens aktuell in der Tour)

Ich bin interessiert an der “Trophée d’Or“. Ich suche nach Informationen, unbeeindruckt davon, dass die Medien  nicht berichten (BDR und UCI ebenso wenig, wer hätte das gedacht?). – Nichtsdestotrotz finden sich keine bzw. nur unvollständige Ergebnisse, erst recht kein einziges Wort, kein Bericht über die bereits gelaufenen Etappen: Bereits am Samstag ging es los, am Sonntag dann das Zeitfahren am Morgen, eine weitere Etappe am Nachmittag, heute dann die offiziell 4. Eine große Auswahl an Top-Fahrerinnen ist und war am Start, einmal wieder, und keinen interessiert es.

“Das also ist die Wahrheit über den Frauenradsport.”, denke ich. Genau das. Schade!

Üble Kreise

Mir war schlecht. Kotzübel, um es genau zu sagen. Am Start stand ich hinten, zwangsläufig, und dachte mir schon, dass das bei diesem Kurs ungünstig sein würde. War’s auch: In der 2. Abbiegung wurden wir abgehängt, ich hinten dran, konnte also nichts daran ändern. Dann bin ich eine verdammt lange Zeit (gefühlt zumindest) alleine gefahren und habe mich schließlich an 2 Mädels heran gekämpft, die wiederum aber nicht wirklich gewillt zu sein schienen, besonders viel von vorn zu fahren. Also hatte ich großteils die Führungsarbeit zu leisten – mit der Zeit war zumindest die Übelkeit weg – und versuchte mich die wenigen Meter, die eine der beiden vorn fuhr, jeweils auszuruhen. Irgendwann kamen die Junioren von hinten, sie waren mit uns gestartet, wir waren eingeholt. Ich habe es nicht geschafft, das Tempo mit zu fahren und mich “hinten rein zu hängen”. Als das Begleitfahrzeug mich überholte, dachte ich, ich müsste aussteigen. Später erfuhr ich, dass dem nicht so ist, dass außerdem noch einige weit hinter mir waren. Ich hätte zwar nichts mehr an der Situation ändern können, aber zumindest die letzten paar Runden beenden. Und wäre ja nicht mal wirklich “hinten” gewesen. Stattdessen war ich ausgestiegen und frustriert. Später sagte man mir außerdem, dass das “bei den ersten Kriterien” normal sei, dass einem übel ist (sie lachten wissend, als ich das erzählte), dass man meint, es nicht zu schaffen, dass es hart ist. Letztlich hat das Ganze nichtsdestotrotz Spaß gemacht. Und ich habe wieder einmal einiges gelernt.

Nicht zuletzt sind mir einige nette Leute (teils wieder) begegnet und ich habe mich gefreut, sie zu sehen und mit ihnen zu reden. Kristina Vogel live beim Sprint zuzusehen war ebenfalls ein Erlebnis.

Rheinland-Pfalz, wir kommen!

Wieder steht ein Rennen an, wiederum auf der Straße. Wieder habe ich Respekt und vor allem das Ziel, dabei zu bleiben. Simpel, aber vielleicht nicht ganz einfach. Es ist, was die Uhrzeit angeht, deutlich entspannter heute, denn wir starten erst am Mittag. Ich muss also nicht so sehr zeitig losfahren wie letzte Woche.

Das letztwöchige Rennen habe ich einige Zeit in den Beinen gespürt, auch die gestrige Vorbelastung war nicht ohne. Ich muss mich sozusagen dran gewöhnen, mich daran zu gewöhnen.

Ansonsten genieße ich, dass ich noch ausreichend Zeit habe: Zum in die Gänge kommen, Essen, die restlichen paar Kleinigkeiten einpacken. Es ist sehr angenehm, wenn keine Hektik herrscht. Es ist alles vorbereitet – schön.

Euch einen schönen Tag mit angenehmen Temperaturen und Spaß am Aktivsein, sei’s auf dem Rad, sei’s zu Fuß oder wie auch immer ihr Euch betätigt!

Auf der Straße

Ich wollte nichts vorweg nehmen, darum habe ich im Vorfeld keinen Mucks von mir gegeben. Ein bisschen Überredungskunst hat es gebraucht, denn ich war doch verunsichert, weil ich mich immer noch nicht so stark fühle. Aber nichtsdestotrotz habe ich brav gemeldet und bin heute – ich war verdammt aufgeregt – mein erstes Straßenrennen der Saison (genauer gesagt, das erste seit Ewigkeiten und das vierte überhaupt) gefahren.

Für Unerfahrene (im wahrsten Sinne des Wortes) wie mich kann ein Straßenrennen sich ganz schön nervenaufreibend gestalten: Die permanenten Bewegungen, Tempowechsel und das enge Aufeinanderfahren im Feld, Zwischensprints, Fahrbahnverengungen, scharfe Kurven und Abbiegungen, dann wieder Tempoverschärfungen, Attacken.

Genau das aber ist es auch, was den Spaß an der Sache ausmacht.
Ich kam erstaunlich gut zurecht, war nur anfangs nervös, konnte halbwegs ordentlich fahren und vor allem: Dranbleiben. Letzteres hat richtig gut geklappt. Natürlich fehlt mir noch einiges an Tempohärte und Kraft. Ich könnte mich zudem deutlich eleganter und weitaus kraftsparender im Feld bewegen, taktisch klüger vorgehen.

All das lernt man aber mit der Übung, wie eine sehr nette Bekannte mir heute noch einmal sagte. Will sagen: Dranbleiben!

Hochsommer

Ich sitze häufig im Innern meiner gegen die Hitze abgedunkelten 4 Wände. Eigentlich ist das schade, denn der Sommer ist so traumhaft im Augenblick. Da sollte man draußen sitzen, unter schattigen Baumwipfeln im Gras liegen und ein Buch lesen, abends noch einen Spaziergang machen (es ist so unglaublich mild, selbst wenn’s schon dunkel ist) und jede Minute genießen. Vielleicht bin ich diesbezüglich zu pragmatisch: Nach dem Training hatte ich selbstverständlich meist genug Sonne für den Tag, brauchen Körper und Beine ihre Ruhe.

Nichtsdestotrotz darf’s ein wenig mehr sein: Sommer für die Seele. – Vielleicht auch ein klein wenig gegen die leichenblasse Haut dort, wo Trikot und Hose sonst jede Sonneneinstrahlung vermeiden.
To-Do-Liste:

  • An den See
  • Abendspaziergang durch die Felder
  • Eisessen mit Freunden
  • Kaffeetrinken gehen (ohne Rad)
  • Einkaufsbummel in der Stadt

Vorschläge/Ergänzungen/Anregungen?