Herbstgold

Ich bin so dankbar um das momentane Wetter: Zwar ist es heute deutlich kühler, doch weiterhin wunderbar sonnig. So trainiert es sich leicht. Das Herz ist leichter
Zeitig am Vormittag kam Annette, um gemeinsam mit mir die Schatzkistenlieferung von Source zu bestaunen und sich ihren “Spinner Pro” gleich mit zu nehmen. Am Freitag beim Cyclocrossworkshop soll er seinen ersten Auftritt haben. (Wir erzählen Euch dann auch, wie es war, versprochen!)

Gleich darauf bin ich ins Studio pedaliert, habe die nun zweite richtige Trainingseinheit (jedoch immer noch Eingewöhnungsphase) absolviert. Seit längerem fokussiere ich auf das Training mit der Langhantel, das macht mir einfach am meisten Spaß, kostet wenig Zeit, bringt viel. Wieder einmal wurde ich auf meine Vibram Fivefingers angesprochen,  meine tollen Zehenschuhe. Ich habe sie seit nun schon vielen Jahren, inzwischen gibt es deutlich mehr und technisch ausgefeiltere Modelle, aber weiterhin gilt für mich, dass diese Form von “Barfußschuhen” vom Lauf- und Bewegungsgefühl her ideal ist. Beim Krafttraining habe ich damit auch eine deutlich bessere Balance als mit “normalen” Turnschuhen.

Außerdem übe ich immer noch ein bisschen mit dem Indo-Board, das ist enorm spaßig, aber auch anspruchsvoll, und ich habe große Ziele…. ;-)

Später habe ich kurz etwas gegessen und wurde dann auch schon von meinem Schatz und einem Freund abgeholt, unterwegs haben wir eine weitere Mitfahrerin eingesammelt. Während ich nur relativ kurz im Flachen die Beine locker gefahren habe, haben sich die anderen Drei in den Odenwald aufgemacht und sammeln ein paar Höhenmeter.

Drecksgeschichten

Hab’ ich euch von unserem internen Wettbewerb schon erzählt? Nee, oder? – Also, wir halten unterwegs immer Ausschau nach Dosen und Flaschen und sammeln sie ein: Weniger Müll und nebenbei noch Refinanzierung des Münzen-futternden Hochdruckreinigers an der Waschstraße.

An sich sammle ich bei Gelegenheit (nicht immer, sonst – leider – wäre ich viel mehr am Sammeln als am Radeln) auch Müll ein: Kürzlich hatte ich kilometerlang eine riesige Plastikplane ins Hosenbein gestopft dabei.

Die 1,5-l-Plastikflasche von vor ein paar Tagen wurde in Ermangelung entsprechend großer Trikottaschen hinten ins Trikot gesteckt: Ich bin sicher, ich sah aus wie eine Mischung aus Quasimodo und Profitaucher (ich bestehe auf “Profi”!).
Das Ganze macht Spaß (obwohl ich bisher immer den Kürzeren ziehe, ich hab’ nicht so den “Dosen-und-Flaschen-Blick”, fürchte ich) und hat zudem Sinn. Wer macht mit?!

Wintertraining.

Morgen. Ich schrecke hoch. Blick auf den Wecker: “Mist, viel zu lang’ geschlafen!”. Dann die Erleichterung: “Achja, Zeitverschiebung. Eine Stunde eher als gedacht. Alles gut!”

Kopfweh habe ich und alles tut mir weh: Gestern erstmals richtiges Krafttraining – es hat so Spaß gemacht! -, dann haben die Jungs auf dem Rad nach anfänglicher Trödelei viel zu sehr Gas gegeben. Mich hat’s geschmerzt, ich hatte ja Regeneration fahren sollen und wollen. Abends lag ich platt auf dem Sofa.

Heute muss es der Kaffee richten. Ich hatte ja Zeit – dank Zeitverschiebung eine Stunde gewonnen -, konnte gemütlich frühstücken und mach’ mich jetzt ebenso gemütlich auf den Weg. Die Sonne scheint, heut’ früh sah’s anders aus, und vor dem mittäglichen Regen sind wir hoffentlich schon wieder zuhause.

Wintertraining. So sieht’s aus. Wieviel härter wäre das jetzt, wenn das Wetter gleichfalls winterlich wäre. Gestern hingegen hatten wir frühlinghafte Temperaturen, meinetwegen spätsommerlich. Auf jeden Fall aber verdammt warm, wunderbar warm!

 

 

Zwischen Kürbislasagne und Häkeldecke

Ich häkle neuerdings eine Decke. Abends meistens. Es ist erstaunlich, wie rasch man dabei voran kommt: Eine “Bahn” ist schon fertig, 8 Knäuel verhäkelt. Zum Herunterfahren ideal.

Kürbislasagne liebe ich. Der Schatz weniger. Er ist kein Lasagnefan. Das ist mir ein Rätsel. – Steht aber trotzdem auf dem Speiseplan. Es ist schließlich Herbst = Kürbiszeit!

Ich darf ins Studio heute! Langsam, aber stetig wird hier das Pensum weiter erhöht. Heute wird ge-TRX-t (somit ist derber Muskelkater vorprogrammiert, fürchte ich).

Jetzt aber arbeite ich fleißig am PC weiter. Später kurz auf’s Rad.

Und die Decke, die muss heute Abend weiter wachsen: Ich muss lernen, wie ich die 2. Bahn seitlich anhäkle. Hab’ ich noch  nie gemacht.

Kurzum: Viel zu tun, viel Spaß, viel Herausforderung. Nur kein Stress, passt alles rein in den Tag!

 

 

“Es hat nicht sollen sein.”

Gestriges Tagesziel: Leverve. Albstadt.

Morgens also trafen wir uns zeitig und warteten wiederum auf den 3. mit dem großen Auto: 3 Leute samt 3 Rädern (und 3 Taschen, ich fürchte, eine davon etwas größer als der Rest) wollten verstaut sein. Der 3. im Bunde jedoch schiein nicht kommen zu wollen, er verspätete sich – gewaltig. Warum, erfuhren wir später: Das Auto ließ sich nicht so vorbereiten wie gedacht. Genauergesagt, war die Funktion der teilbaren Sitzbank wegen eines zusätzlich eingebauten Teiles nicht gegeben. Ergo: Nur ein einzelner Sitz konnte umgeklappt werden. Das hatte niemand vorhersehen können. Also keine 3 Räder, keine 3 Leute. Wir unternahmen mehrere zwecklose Versuche und mussten dann die Segel streichen. In einer absolut abstrusen Notlage entschieden wir letztlich schwaren Herzens, nur zu 2. mit 2 Rädern, in einem anderen Auto, los zu fahren.

Durch die Herumprobiererei nun erst recht massiv verspätet, die unangenehme “Lösung” nicht zufriedengestellt, das gesamte Drumherum extrem gestresst, beruhigten wir uns unterwegs nur zögerlich, als ein weiterer Zwischenfall geschah: Laute Schleifgeräusche am rechten Hinterrad, irgendwann unerträglich laut. Also nach dem Baustellenmarathon auf den Parkplatz des nächsten überfüllten Rasthofes, ADAC rufen, stundenlang (insgesamt ca 2h) warten. Derweil bei Leverve absagen (pünktlich kommen war inzwischen unmöglich geworden, die gemeinsame Radtour sowieso, und alles Weitere stand gleichfalls in den Sternen).

Annette machte sich vom Rasthof aus kurzentschlossen zu einer improvisierten Trainingsfahrt gen Heimat auf, damit wenigstens eine von uns den Tag nutzen konnte. Der ADAC-Mensch fand das Problem rasch, bastelte eine improvisierte Behelfslösung und ich konnte beruhigt nach Hause zurück fahren. Dort dann schwang ich mich schleunigst aufs Rad und holte somit zumindest aus dem letzten Tageslicht noch das Bestmögliche heraus: Beine locker rollen und den Kopf frei pusten. Annette fuhr ebenfalls bis zur Dämmerung, ließ sich dann von zu Hause abholen.

Abends konnten wir auf einen ungeplant chaotischen, stressigen und vielleicht auch “unnötigen” Tag zurück blicken. Nichtsdestotrotz humorvoll und gut gelaunt soll das Ganze von nun an als “Teambildungsmaßnahme” in die Teammemoiren eingehen.

 

Abwechslung muss sein.

Jeden Tag die üblichen Abläufe durchspulen ist nichts für mich. Gelegentlich wird eine Kaffeetour eingebaut, das gehört längst zum Repertoire. Manchmal fahre ich hinterher bei meinem (zu recht preisgekrönten) Bäcker vorbei. Und manchmal kommt der zugegebenermaßen ziemlich sperrige Fotoapparat mit und ich gehe auf Entdeckungsreise.

Am Donnerstag wurde ich irgendwann angerufen, wo ich den verblieben sei: Jaja, ich war ein wenig hängen geblieben….

Beweisfotos gibt’s hier.

Mountainbikefestival Büchel 2013

Für alle Ortsunkundigen: Der Marathon in Büchel ist Kult. Für Viele ist er jeweils das letzte Rennen der Saison. (Es ist immer schweinekalt und regnet meistens. Die Duschen sind fast immer quellwasserkalt.

Obwohl es mir die letzten Tage  nicht gut ging, ich mich an die Kälte noch nicht gewöhnt hatte und längst schon wusste, dass meine Leistung derzeit nicht der Hit ist, wollte ich unbedingt teilnehmen. Mein Partner ist schon in der Winterpause und es freut und wundert mich jedes Mal auf’s Neue, wie selbstverständlich er mich stundenlang durch die Gegend kutschiert, mir das Rad richtet, Flaschen reicht, mich wirklich verwöhnt nach Strich und Faden, und das bei Eiseskälte, noch kälterem Wind und Nieselregen!

Nun zum Rennen: Schon beim Warmfahren war  mir klar, dass ich würde leiden müssen, denn der Puls war beinahe so träge wie die Beine. Ich tat mein Bestes und stellte mich dann am Start ganz nach vorn, nach dem Motto: “Die Starken fahren mühelos vorbei.”. So kam ich am Start gut weg, hatte aber recht bald schon das Problem, eine passende Gruppe zu finden: Ich war einfach zu schwach. Die Strecke verläuft über viele Kilometer über freies Gelände, wir hatten permanent sehr starken Gegen- bzw. frontalen Seitenwind. Somit kosteten mich diese Kilometer viel Kraft, wenn auch ich meist zumindest teilweise ein Hinterrad fand, an das ich mich hängen konnte. Es dauerte sehr lange, bis ich warm wurde. Bewusst hatte ich 1 Frau an mir vorbeifahren sehen, sie konnte das nur wenig schnellere Tempo einer Gruppe halten und sich darin “verstecken”, im Gegensatz zu mir,  und eine war von Beginn an vorn, das wusste ich. Vielleicht auch mehr. Jakub sagte mir später, an der ersten Verpflegung sei ich 6. gewesen.

Ich beschloss, nicht länger mit mir zu hadern, und im jeweiligen Moment mein Bestes zu geben, mein Tempo zu fahren, immer im Hinblick auf die zu fahrenden 57 km und 1050 hm. Meine Schwierigkeit bei diesem Rennen liegt übrigens vor allem darin, dass es kaum steile Stücke gibt, sondern viele, viele Kilometer, die sanft bergan führen. Das ist langfristig verdammt ermüdend. Ebenso wenig gibt es schöne Trailabfahrten, genau 2, die wirklich superschön sind, aber leider ebenso kurz. Dazu kommen noch 2 oder 3 Trailanstiege bzw. Flachstücke, ansonsten schnelle Forstautobahn. Denkbar ungünstig, wenn man gesamtkörperlich in schlechter Verfassung ist und die Beine nicht wollen. Somit war an Taktik eher nicht zu denken, also nur den Kopf in Kontrolle halten, Spaß haben, positiv denken.
Ich freute mich enorm, dass ich nicht fror: Trotz 5° C und eisigem Wind war ich gut eingepackt. Später wurde es glücklicherweise wärmer und klarte auf, das war wirklich schön! Und auch hier muss ich wieder SealSkinz erwähnen, ich hab’ während des Rennens mehrfach an die lieben Leute gedacht, denen ich verdanke, dass die Hände warm und die Füße bei mehreren Bachdurchfahrten und schlammigen Pfützen komplett trocken und ebenfalls warm blieben.

Der Wendepunkt kam, als ich die liebe Manuela, die mich früh schon überholt hatte, wieder einholte. Damit hatte ich nicht gerechnet. Es sah nicht so aus, als könnten wir gemeinsam weiter fahren, denn sie schien enorm zu kämpfen, also fuhr ich alleine weiter. (Vielleicht können wir bald aber mal ein Rennen gemeinsam fahren, das fände ich super!) Aber ich sah auch, dass ich nicht allein am Leiden war, und das half mir vom Kopf her.

Und dann traf ich Jan. Das war auch super. Ich fuhr flott, fühlte mich langsam stärker und routinierter, konnte den Schmerz in den Beinen gut aushalten und einschätzen und war ganz überrascht, als er auftauchte bzw. ich ihn einholte. Zuletzt hatte ich ihn letztes Jahr in Büchel getroffen. Dort hatte ich ihn eingeholt, wie er – sein eigenes war kaputt – mit einem geliehenen Rad unterwegs war und Schwierigkeiten hatte. Zurück zu gestern: Kurz darauf holte er mich wiederum ein und wir rollten gemeinsam weiter, wobei er mir enorm half, denn es waren einige sehr windige Straßen- und Feldpassagen zu überstehen. Es tat außerdem gut, ein paar Worte zu wechseln, gemeinsam zu fahren. Und Jakub freute sich am nächsten Betreuungsposten ebenfalls, uns gemeinsam passieren zu sehen.

Meine Reifen waren ideal auf dem rutschig-schlammigen Terrain, so dass ich in den Trailanstiegen, die dann folgten, etwas besser zurecht kam als er. Bergab war ich nicht geübt und anfangs zu zögerlich, musste ihn erst einmal wieder einholen, der zügig unterwegs war. Aber in den rutschigen Passagen hatte ich kaum Schwierigkeiten mit dem Material und musste so nie vom Rad.  Irgendwann sah ich eine weitere Konkurrentin vor mir. Gemeinsam mit Jan fuhr ich eine Weile etwas hinter ihr her. Dann musste ich Jan zurück lassen und holte auch sie im gleichen technischen Stück ein, obwohl ich hinter ihr bleiben wollte. Sie wurde jedoch so langsam, dass ich vorbei musste. Es waren noch viele Kilometer zu fahren, deshalb versuchte ich nicht, sie zu distanzieren. Ich wollte keine Kraft verschenken, die war nur spärlich verfügbar gestern. Somit fuhr sie wenig später von hinten auf und hängte sie sich  an mein Hinterrad. Das war mir wiederum unrecht, also fuhr ich am nächsten Anstieg so langsam, dass sie an mir vorbei zog und hängte mich an ihres.

So kamen wir auch an Jakub vorbei, der mir sagte, ich sollte dran bleiben und weiter fahren. Ich sah, dass er sehr zufrieden war. Da ich aber schon enorm müde war und sah, dass ich noch lange würde durchhalten müssen, ließ ich abreißen und fuhr mein eigenes Tempo weiter. Ich konnte sehen, dass sie vollgas fuhr und kalkulierte darauf, dass sie das nicht so lange durchhalten würde. Schließlich hatte sie schon beschleunigen müssen, bevor sie mich vorbeiziehen lassen musste und dann noch einmal recht lange, um wieder heran zu fahren.

Also fuhr ich möglichst zügig, aber nicht “all out”, und versuchte, mich vorzubereiten auf einen Zweikampf gegen Ende. An der nächsten Verpflegung jedoch hielt sie an, so dass ich wieder vorn war. Ein weiteres Mal zwang ich mich, nicht schneller zu werden, weil mir klar war, dass ich sie so nicht würde abschütteln können. Wenig darauf holte sie mich wie erwartet ein, sie musste wieder enorm Gas gegeben haben, um das zu schaffen. Dann kam ein technischer Trail. Ich überholte sie in der inneren einer “doppelten Kehre”. Und es dauerte dieses Mal schon länger, bis sie mich irgendwo auf einem Schotter- oder Waldweg erreicht hatte und wiederum überholte.

Ich folgte ihr nah auf den Fersen, sie sah erschöpft aus, ich hatte noch Kraft. Das war gut. Ich wusste aber, dass immer noch weit über 10 km und einige Höhenmeter anstanden. Die härtesten Anstiege kommen am Schluss. Ein letzter Trail, länger, teils technisch, aber flott zu fahren, ein paar Stufen bergauf, die man mit Tempo gut nehmen kann. Ich überholte sie bergab, fuhr noch schneller, nahm die Stufen, hörte, wie sie – schon ein wenig abgehängt – vom Rad musste. Von da ab gab ich alles, nicht über dem Limit, aber schnell, schnell, schnell!

Bald darauf fuhr ich 2 Männern auf, das war ein Glück, ich drosselte das Tempo etwas, fuhr in ihrem Windschatten über einige Kilometer Schotter- und Waldwege, erholte mich ein wenig, erfuhr nebenbei die Beschaffenheit der restlichen Strecke. Nach einer Kehre sah ich die Konkurrentin in der Ferne und beschloss daher, zu beschleunigen. Wie, wusste ich nicht, aber klar war, ich musste die letzten 10 Kilometer noch einmal Gas geben. Ich fuhr ein ganzes Stück von vorn, bald schon war ich alleine. Immer wieder kamen kurze Rampen, die nahm ich im Wiegetritt, das ging noch irgendwie. In Schlammpassagen beschleunigte ich weiter, die Zögerlichkeit von den ersten Trailpassagen war vergessen. Irgendwann reichte Jakub mir eine Flasche, ich entledigte mich meiner Windweste, es war etwas wärmer geworden, die Sonne zeigte sich sogar. Bergauf litt ich wie Hund, aber egal, sie durfte mich nicht mehr erwischen! Weiter trinken, weiter treten, die Beine leiden lassen, tief atmen! Ein letztes Mal passierte ich Jakub auf seinem Betreuerposten, ich wollte nur wissen, ob ich Abstand auf sie hätte, den hatte ich anscheinend. Er machte mir Mut für den letzten Anstieg, die letzten paar Kilometer im Wind, Asphaltautobahn. Alles tat weh, ich konnte nicht mehr. “Hoffentlich bin ich nicht ganz hinten!”

Im Ziel erfuhr ich, ich sei die 3. Dame. Der Kampf hatte sich gelohnt! Treppchenplatz an einem schlechten Tag. Ich bin dankbar!

Fast 4 Min. habe ich der 4. noch abgenommen. Die 18 Min. zur Zweitplatzierten hätte ich an diesem Tag bzw. allgemein bisher niemals schaffen können. Erst recht nicht die nochmal 7 Min. auf Platz 1. Die Damen waren sehr schnell und sind super gefahren.

Die Duschen haben wir gemeinsam überlebt: Auch in diesem Jahr waren sie bitterkalt!

Bilder gibt’s hier!

Herbstträume – Haushalt

Ich mag den Herbst. Ich mag den Herbst, wenn er golden ist. Meinetwegen gern kalt, aber trocken, mit raschelnden Blättern, viel Sonne, Pilze und Esskastanien sammeln, Straßentraining über die Felder, ein bisschen Wind gehört dazu und ein paar erste Fahrten mit dem Crosser durch den bunten Blätterwald. Heißer Tee, Häkelpausen, Kürbissuppe. Das ist so ziemlich mein persönliches Herbstcliché.

Glücklicherweise habe ich gegen Schlamm ebenfalls nichts einzuwenden, sonst könnte ich derzeit im Wald mit dem Rad wenig anfangen. Wenn es aber wie heute erstmals garstig kalt ist, windig und regnerisch dazu – Dauerniesel -,  neige ich dann doch dazu, das langweilige Spinning im Studio in Kauf nehmen zu wollen, ein bisschen zumindest. Warten wir ab, wie sie das Wetter noch entwickelt. Ich habe schließlich genug am Schreibtisch zu tun.

Heute früh jedenfalls habe ich mich erst einmal an den vielen Mitbringseln und der Erinnerung an den Besuch gestern Abend gefreut, die lustigen Gespräche, den weniger lustigen Film. Ich habe einen genialen “My-Müsli”-Müslimix bekommen, und viel Wolle für mein aktuelles Häkelprojekt, und außerdem eine Menge herbstlicher Pflanzen für draußen bzw. vor der Wohnungstüre.

Währenddessen habe ich vor dem Frühstück noch die Küche weiter umsortiert, da bin ich nun fast fertig. Es ist erstaunlich, was man alles anhäuft, wenn man den Überblick verliert (bspw. Zuckervorräte für ein ganzes Jahr…).

 

Auf fremdem Terrain

Die letzte Woche war ungeplantermaßen geprägt von “Alternativsportarten”: Angefangen beim Putzmarathon (Grundreinigung mit viel Körpereinsatz) in der eigenen Wohnung, dem Treppenhaus und Keller, über das Putzen bei den Eltern (meine sonst hauptsächlich haushaltlich aktive Mutter ist derzeit noch immer größtenteils “außer Betrieb”), die groß angelegte Gartenjät-, -pflanz- und -grünschnittaktion ebenda (gemeinsam mit meiner fleißig zupackenden Schwester), das nunmehr 2. Training im neuen Studio (mehr dazu s. u.), die vielstündige begeisterte Pilzsuchwanderung in unwegsam-steilem Gelände (hat sich wirklich gelohnt, wiewohl mein Liebster mal wieder deutlich mehr wunderschöne Steinpilzfunde für sich verbuchen konnte als ich).

Im Studio war es super! Ich steige nur zögerlich ins Beintraining ein, übe aber schon mal ein bisschen und taste mich gemütlich an Kraftdrücken und Kreuzheben heran. Kniebeugen, “Stufen” usw. lasse ich vorerst noch weg (die dürfen aber bald schon folgen), dafür kann ich beim Bankdrücken oder den ersten Teilklimmzügen (Maschine) bereits richtig einsteigen.

Inzwischen bin ich nur noch mit “Fivefingers” im Studio. Da habe ich einen viel besseren und aktiven Stand, fühle mich – nach dem anfänglichen Fremdgefühl beim Anziehen – wohl und sicher. Ich habe noch das ursprüngliche Modell, da gibt es inzwischen eine deutlich bessere Auswahl.

Wirklich großen Spaß hatte ich auf dem “Indoboard”, einem Balance-Brett in Wakeboard-Form. Neben dem einfachen (…) Balancieren kann man damit verdammt viel anstellen – bei allem Spaß in verhältnismäßig kurzer Zeit ein sehr intensives Training, wie ich heute merke….
Außerdem haben wir mit der Schaumrolle gearbeitet. Das tat – aller Anfang ist schwer – verdammt weh, war aber zugleich wohltuend (zumindest im Nachhinein). Ich bin begeistert und werde auch hier dran bleiben.