Der erste Schnee

Am Donnerstag waren wir bei Leverve in Albstadt. Schon hier war es regnerisch und kalt und auch unterwegs gab es einen steten Wechsel zwischen Niesel und kräftigen Regenschauern. Aufgrund des Nebels haben wir von der schönen Alb dann auch kaum etwas gesehen, es wurde zunehmend kälter (1,5° in Albstadt) und: Wir haben den ersten Schnee der Saison gesehen! Ein paar Reste säumten die Straßen, Wiesen und Felder waren überpudert. Der morgendenliche Schneeregen war bei unserer Ankunft hauptsächlich zu einem sanften Niesel geworden. Ungemütlich kalt und neblig war es draußen, während wir es drinnen schön warm und gemütlich hatten, die vergangene wie die kommende Saison besprachen, Essen gingen (bedient von einer freundlichen Chinesin mit schwäbisch-asiatischem Akzent), Neuigkeiten austauschten. Wir durften sogar ein paar Einblicke in die neue Kollektion nehmen – die wird genial, kann ich euch versprechen. Kurzum: Es war ein schöner Tag. Und als wir heim fuhren, hatte endlich auch der Regen aufgehört. Dafür standen wir im Stau.

Aussprechen hilft

Ob man nun sich ausspricht, ganz allgemein von der Seele redet, was sich gerade darin tummelt, oder etwas Spezielles an- und ausspricht, ich glaube, dass das hilft.

Was gesagt wurde, nimmt Gestalt an, wird real. Das ist es wohl auch, was einen oft davon abhält: Die Angst davor, was aus den Worten werden könnte.

Ich habe in den letzten Tagen jedoch eindrucksvoll die Kehrseite der Medaille kennen gelernt und erlebt: Was es bedeutet, den Mund endlich auf zu machen und raus zu lassen, was mich bewegt. Denn das Allerwichtigste am Aussprechen ist die Reaktion der anderen darauf, ihre Rückmeldung, ihre Ratschläge. Eine andere Perspektive. Kommentare, Verständnis, Rückhalt.

Einen Seelenstriptease möchte ich hier und heute nicht hinlegen. Vielmehr geht es mir darum, euch zu ermutigen, den Mund auf zu machen, zu sagen, was euch bewegt.

Wer zu lange schweigt, erstickt daran. Zum Training, zum Alltag, zum Leben gehört auch die “Kopfhygiene”. – Habe ich kürzlich gelernt. :)

Wasserschaden

Der Regen ist Mist. Ein bisschen Niesel kann ich gut ab, aber keine kräftigen Schauer. Da sind dann Füße und Hände zwar trocken, auch der Kopf. Aber wenn es zugleich so mild ist, macht nicht mal die Regenhose Spaß, geschweige denn die Jacke. Heute früh also beschlossen: Studio (war ohnehin dran). Dann war ich dort, hatte – enorm viel – Spaß, war schnell fertig. Blick nach draußen: Sieht doch wieder ordentlich aus. Also kein Spinning, stattdessen nach Hause. Kaum zurück, kam auch der Regen wieder. Nun denn.

Training in Stichworten

Heute muss es schnell gehen:

  • Zu viel an (doch gar nicht so kalt)
  • Sonnensegen und Herbstgold
  • Blick auf den Odenwald
  • Wind, viel Wind
  • Krähen mit Nuss im Schnabel
  • In letzter Zeit überall Glasscherben
  • Kunstrasen mit Gartenzwergvolk
  • Bewundernswert miserable Verkehrsführung in Heidelberg-Stadt (“fahrradfreundliche Stadt“)
  • Stimmungsaufheller: Ein paar Kamikazeeinlagen
  • Begegnung mit suizidal radelndem Betrunkenen
  • Aufatmen auf den Feldern
  • Gemütliche Kurbelei
  • Telefonpause im Sonnenschein
  • Zuhause

Zerbrochene Träume oder so ähnlich

Ich habe heute nacht geträumt, mir sei der Rahmen gebrochen. Im Traum hat er einfach so mit kaputtem Oberrohr da gestanden. Das war ein Schock, sage ich euch!

Vielleicht symbolisch, denn gestern abend hatte ich so ein Gefühl: Anflug einer Erkältung? Der Freitag war hart: Schwitzen, in der Kälte stehen, Schwitzen. Aber nein, ich hoffe es nicht. Passt mir gar nicht in den Kram.

Heute geh’ ich’s locker an: TRX und Schaumrolle, ein bisschen Beinchen locker fahren. Das war’s. Geackert wird nur mit dem Kopf.

Cyclocrossworkshop im Dossenwald

Meine Hauptbedenken angesichts des heutigen Cyclocrossworkshops drehten sich gleich um mehrere Aspekte:

A) Enorm platt vom Trainingspensum (Rad und Studio) der letzten Tage.
B) Noch nicht an den massiven Temperatursturz gewöhnt.
C) Verhungern und verdursten wollte ich auch nicht (grundsätzlich wohl meine   Hauptsorge).

Gegen die drohende Hungersnot ging ich gestern abend noch vor, indem ich – fast schon im Halbschlaf und Gott sei Dank mit Mitbewohnerlichem Beistand – eine große Portion Carrot Waffles (Rezept aus: The Feedzone Portables!!!) gebacken habe.

Der Morgen fing eigentich gut an (anfangs war ich noch gut in der Zeit…). Dann kam die SMS von Annette: Nach einer Magen-Darm-bedingt leidvollen Nacht musste sie mir absagen. Schade, aber verständlich. Ich hoffe, es geht ihr bald wieder richtig gut!

Im Laufe des Morgens verlor ich dann etwas an Boden, was das Zeitmanagement betrifft: Getrödelt am PC beim Frühstück, mit der Mitbewohnerin etwas verplappert, zu gemütlich den neuen Trinkrucksack befüllt, zu spät den Trinkflaschenhalter demontiert, erst recht spät losgefahren.

Ich war also – wiewohl ich um 7 längst auf den Beinen gewesen war – wirklich spät dran und jagte meine müden Beine (ebenfalls leidvoll) gegen den Wind (wie zu erwarten…) zum überraschend entfernt liegenden Treffpunkt. Ha, aber beinahe noch pünktlich – sie hatten noch nicht los gelegt – kam ich an, leider dann schon noch etwas müder als zuvor ohnehin schon, aber egal:

Los gings mit Auf- und Abspringen, allgemeine Fahrtechnik, Übung reihte sich an Übung, Spaß hatten wir, aber verdammt anstrengend war’s natürlich ebenfalls: Laufpassagen, Fahrpassagen, Kampfpassagen. Aufspringen (ich werde einige blaue Flecken haben, da mehrfach gewaltig “verzielt” beim Aufspringen), Abspringen (interessant, wenn versandete Klickies nicht auslösen), tiefer Sand, Abfahrt durch den Sand (juhuuu!), Rad schultern, hochrennen (ich bin bald schon nicht mehr gerannt).
Genugtuung vielleicht die zunehmende Teilnehmerfluktuation (“Ich hab’ noch einen Termin.”, “Ich muss dann auch mal los.”, “….”) und die Tatsache, dass ich – einzige Frau – mal wieder deutlich schwächer war, aber die anderen irgendwann schlapp gemacht haben (so passte das Kräfteverhältnis langfristig wieder tendenziell).

Zwischendurch hatte ich einen Platten (den ersten in meiner jahrzehntelangen Crosserkarriere ;-) ), konnte beim Flicken wenigstens eine meiner wertvollen Waffeln vertilgen, außerdem immer wieder trinken (ein Trinkrucksack ist wirklich was Feines!). Somit hatte ich trotz Kälte und Anstrengung auch nach 4 Stunden noch nicht zu sehr Hunger oder Durst (Ziel erreicht: Überleben gesichert!).

Unser Trainer Tobi Depri hat uns ruhig angewiesen, motiviert, geduldig immer wieder vorgeführt und wir hatten unseren Spaß. Nette Leute – leider habe ich im Eifer des Gefechtes nicht einen Namen erfragt! – habe ich kennen gelernt und hatte zeitweise auch gewaltig Mitleid angesichts des einen oder anderen schmerzverzerrten Gesichtes (die Lernkurve bei Männern dürfte, was das Aufspringen angeht, naturgemäß etwas steiler verlaufen, da werden Fehler schmerzlichst bestraft).

Bilder folgen….. (mein Schatz hat uns anfangs kurz mit der Kamera einen Besuch abgestattet, sich amüsiert und nebenher offenbar auch ein paar Bilder gemacht).

Update: Hier geh’s zu den Fotos.