Prognosetraining für Anfänger

Der kürzlich gehörte Vortrag “Sport ist Kopfsache” hat viele Aspekte berührt, die mir im Kopf geblieben sind und die ich gern ein bisschen aufarbeiten möchte. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr gern dran teilhaben, das würde mich freuen (auch wenn ich mich auch heute wieder gewiss nicht kurzfassen kann und werde): Prognosetraining für Anfänger weiterlesen

Glück

Ich mache mir Gedanken (wer nicht?). Gerade bin ich mir nicht sicher, wo ich beginnen soll. Gestern war ich auf einem Vortrag zum Thema “Sport ist Kopfsache“. Und obwohl ich zum Thema Motivations- und Sportpsychologie schon einiges weiß, ist es gut, sich bestimmte Dinge in konzentrierter und anwendungsbezogener Form noch einmal sagen zu lassen. Wir hatten das Glück, Herrn Prof. Dr. Hans-Dieter Hermann hören zu dürfen. Er betreut aktuell bspw. unsere Fußballnationalmannschaft und ist schon ein aktueller “Held der Sportpsychologie”, falls es so etwas gibt. Wie dem auch sei, er hat viel Gutes gesagt, nicht überladen. Unterhaltsam, ehrlich, authentisch. Glück weiterlesen

Zur Ruhe kommen am Ruhetag

Gestern den Block beendet, das Training fiel mir schwer. Das übliche Leiden beim Wiedereinstieg: Langsam sein, noch langsamer fühlen, rasch müde, wenig Freude. Harte ultralockere Einheiten. Ich mag das nicht. Aber da muss man durch. Abends gut gegessen, auch haben wir die Wohnung geputzt. (Ihr seht, ich lerne dazu…).

Heute Ruhetag: Beine hoch (buchstäblich!), körperlich möglichst nichts tun, ausruhen. Nur mit dem Kopf arbeiten, kein Stress!

Doch gerade der Kopf tut sich schwer: Eine Freundin bangt in der Klinik um ihren Schatz. Es ist ernst. Ich bange mit. Eine Freundin bangt zuhause um ihr Haustier. Gleichfalls ernst. Ich fühle mit. Klar, ich bin auch nur ein Mensch. – Es geht mir nicht schlecht, nein. Aber es fällt mir schwer, ruhig zu sein, gelassen, tiefenentspannt. Zu ruhen, nichts zu tun.

“Hartnäckig entspannen.”, eine nette Wortschöpfung. Ich entschließe mich immer aufs Neue: Zu arbeiten, zu kämpfen, zu ruhen. (Mal klappts, mal nicht ganz so gut.)

Euch ein erholsames Wochenende!

 

Kampfgeist

Manchmal braucht man das um weiterzukommen….

Wie mein Trainer so schön sagt: “Der Kopf macht immer früher Schluss.”

Und auch ich gebe dies immer an meine “Schüler” weiter, wenn ich merke…”Da geht noch was!”. Natürlich gilt das auch für mich. Gestern war der Arbeitstag sehr anstrengend und stressig. Da träumt man natürlich eher davon, nach der Arbeit schnell heimzudüsen, um sich gemütlich auf die Couch zu legen. Aber dann gibt es Leute (Danke, Patrick!), die einfach planen und dich mit einbeziehen:” Wir treffen uns gegen 16Uhr. Heute fahren wir dreimal den Turmberg hoch, zum Einsteigen.”….Also was bleibt da einem noch übrig? Heimfahren, umziehen und los gehts. Und das Geniale an der Sache: Es hat wahnsinns Spaß gemacht. Es war nicht lange und wir haben auch zwischenrein ein wenig Zeit mit Bilder machen vertrödelt (der Sonnenuntergang war einfach wunderschön). Aber es hat in mir wieder den Kampfgeist geweckt…..weitermachen, lachen, sich freuen, schwitzen, stöhnen, kämpfen und siegen :-) Klingt kitschig, ist aber wirklich so….das tollste ist doch immer das Adrenalin, das man verspürt, wenn man sein Ziel erreicht hat oder das Lachen, das sich auf dem Gesicht bemerkbar macht, wenn man glücklich und zufrieden ist. – Oder?

 

Versprechen

“Nächste Woche kommt der Winter.”, verspricht der Wetterfrosch.

Heute hingegen scheint die Sonne, die Forsythien (dank Hanni weiß ich nun wieder, wie sich das korrekterweise durchbuchstabiert) blühen. Es riecht sogar nach ersten Frühlingsblüten, und die Vögel zwitschern, was das Zeug hält.

Ich habe spät gefrühstückt, wenig erledigt bisher und starre nach draußen. Die Sonne malt schöne Schatten auf meine weißen Rollos. Fahr’ ich lang, fahr’ ich kurz? Ich fahre. Heute auf jeden Fall etwas länger, schätze ich. Die gestern fabrizierten Unterwegs-Kalorien sind nicht ganz so fest geworden wie sie sollen. Müssen also zuhause bleiben, die armen, blassen Kameraden. Und werden dann auch noch verspeist. Gnadenlos.

Ich geh’ mal Sonne tanken.

<< Jak na nový rok, tak po celý rok! >>

Jak na nový rok, tak po celý rok! – Diesen Satz habe ich über Silvester in Tschechien gelernt: “Wie an Neujahr, so durch das ganze Jahr.”, könnte man es etwa übersetzen. Das erklärt, warum sehr viele Tschechen – ich war überrascht, wie viele – trotz ausführlicher Silvesterfeierei am nächsten Morgen aufstehen, um eine Wanderung zu machen. Das Wetter war nicht gerade traumhaft, neblig-feucht und dementsprechend nasskalt. Nichtsdestotrotz schien ganz Tschechien auf den Beinen, überall auf den Straßen und Wegen waren ganze Familien samt Kind und Kegel unterwegs.

Wir selbst hatten eine Fahrt auf den Ještěd geplant, den Hausberg der nahen Stadt Liberec. Ich hatte so meine Zweifel: Silvester gefeiert, wenige Stunden geschlafen, am Vortag ebenfalls wenig geschlafen, früh aufgestanden, die lange Anreise, kürzlich krank gewesen, noch Muskelkater vom Studiotraining, eine gefühlte Ewigkeit keine Berge mehr gefahren. Beste Voraussetzungen also….

Rasch stellte sich heraus, dass die Crosser die richtige Wahl waren: Die Radwege in Tschechien sind bestens ausgeschildert, besser als mancherorts die Autobahnen. Es empfiehlt sich aber, geländegängige Räder unter dem Hintern zu haben.

Mir war klar, dass es hart werden würde: Schon die ersten Anstiege liefen zwar, fühlten sich aber nicht besonders angenehm an. Die ideale Ablenkung hatte ich durch die geniale Strecke, wunderschöne Ausblicke, tolle alte Häuser: Unglaublich viel zu sehen! Am Fuß des Ještěd schließlich standen uns über 7 km steter Bergauffahrt bevor, dabei wurde es immer steiler. Je höher wir kamen, desto kälter und windiger wurde es. Mein Freund hatte mich früh schon abgehängt, ich fuhr mein Tempo und hoffte das Beste. Oben war der Nebel sehr dicht, es lang Schnee, der Wind pfiff und ich war einfach nur müde. Ich wollte nicht anhalten und erst recht nicht aufgeben, musste mich auf dem immer engeren Weg durch die Fußgängermenge schlängeln und legte die letzten paar Kilometer buchstäblich im Schneckentempo zurück, drückte mich aus dem Rücken heraus und wirklich wenig elegant die Steigung hinauf.

Die Abfahrt war kalt, aber schön, doch selbst Anstiege von wenigen hundert Metern fielen mir auf dem Rückweg immer schwerer: Ich war leer, und zwar komplett. Zuhause in der chalupa tat die heiße Dusche gut und ich genoß es, vor dem heimelig warmen Ofen auszuruhen.

Hoffentlich darf ich bald in besserer Verfassung nochmals auf den Ještěd, und bei besserem Wetter! Wir hatten keinerlei Aussicht.

Jak na nový rok, tak po celý rok!

Bilder hier.

 

 

Gute Vorsätze

Das Studio war voll. Proppenvoll. Kaum bekannte Gesichter, dafür viele etwas ungelenk den Maschinenpark durchlaufende Gestalten. Rote Gesichter, Fehlhaltungen, zu hoher Puls, viel zu hohe Gewichte. Im Eingangsbereich ein extra Tisch, mehr Personal: Vertragsabschlüsse – lange Laufzeiten selbstverständlich! -  am laufenden Band.

Mich persönlich freut es, dass in spätestens 2 Wochen alles seinen üblichen Gang nehmen wird: Der Freihantelbereich nicht überrannt, die Duschen und Umkleiden weniger frequentiert, die Luft nicht so dick.

Aber ich möchte den vielen Menschen mit ihren guten Vorsätzen zurufen: Lasst es doch langsam angehen! Übertreibt es nicht! Was nützt es, wenn ihr Euch heute einen unglaublichen Muskelkater einfahrt, so dass ihr den Rest der Woche auf dem Sofa parken müsst und in der nächsten kaum mehr den Weg ins Studio finden werdet, die Woche darauf wiederum schon beinahe aufgegeben habt und spätestens im Februar euch nicht mehr blicken lasst?

Lieber 3x in der Woche lange spazieren gehen als 3x im Jahr (KW 1 – 3) zu joggen. Kleine Schritte! Tägliche Schritte. Beharrliche Schritte.

Euch allen ein erfolgreiches Jahr 2014!