Es kann nicht immer bergauf gehen…

…, das muss ich mir leider immer wieder klar machen.

Am Montag gings los: Während dem Laufen knackte es zwei Mal, und dann waren sie da, die ungeliebten Schmerzen im linken Knie, die ich schon öfter beim Treppensteigen hatte, aber immer auf Überlastung geschoben hatte. Diesmal war es anders. Ich hatte ein ungutes Gefühl und daher bin ich, nachdem die Schmerzen echt heftig waren, gestern gleich in die Arcus-Klinik nach Pforzheim, denn da fühl ich mich gut aufgehoben!

Also früher Schluss gemacht und um 14:30 Uhr dort gewesen. Erst mal wurde ich eines besseren belehrt, was die “Klassentrennung” im Gesundheitsbereich betrifft. Ich merke immer wieder schmerzvoll, wie krass die Unterschiede sind, wenn man nicht (mehr) privat versichert ist. Aber das muss ich wohl so hinnehmen. Auf jeden Fall war ich geschlagene 4,5 h in der Klinik, um zu erfahren, dass sich Vernarbungen zwischen meinem Kniegelenk und dem Kreuzband befinden. Diese sind nicht auf Überlastung zurückzuführen, sondern können sich manchmal einfach bilden.

Das Problem ist, dass diese bei Belastung auf mein Kreuzband drücken und daher einen gemeinen Schmerz verursachen. Ich hab nun die Möglichkeit, in Physiotherapie zu gehen, um die Beweglichkeit des Kniegelenks zu verbessern. Sollte innerhalb der nächsten Wochen keine Besserung eintreten, muss ich mich notgedrungen wieder vorstellen, um einen OP-Termin zu vereinbaren. Ich muss gestehen, ich drücke mich sehr davor und hoffe wirklich, dass ich durch die Therapie etwas rausholen kann. Drückt mir die Daumen!

 

“Erstens kommt es anders, …

…. und zweitens, als man denkt.” – Genau so ist es, leider!

Letztes Jahr war mein “Skitrainingslager”, gekoppelt mit einem gemeinsamen Urlaub mit meiner lieben Mama, ein Hit: Es war zwar sehr mild, fast schon warm. Doch auf den Loipen lag bis zum Schluss zumindest großteils genug Schnee, das Wetter war meist traumhaft bei strahlendem Sonnenschein und wir zwei haben uns zudem gut arrangiert, so dass jede für sich eine gute Zeit haben konnte.

In diesem Jahr liegt wohl überhaupt kein Schnee, zumindest nicht im Tal. Die ausgedehnte Loipenlandschaft ist eigentlich erste Sahne, doch davon wird nichts zu sehen sein: Föhn hat den letzten Schnee schmelzen und den am Berg mächtig versulzen lassen. Ein paar müde Loipenkilometer sind mit umständlicher Autoanfahrt zu erreichen, das war’s. Das werden wir nicht jeden Tag machen wollen.

Ich muss umplanen. Wir müssen umplanen: Die Wanderschuhe einpacken. Das Rad mitnehmen. Alternativsportarten sichten. Den angedachten Tagesablauf umschichten. Der Kopf raucht. Das Internet muss ausspucken, was es zu bieten hat!

Enttäuscht sind wir, doch auch aufgeregt: Was werden wir stattdessen auf die Beine stellen? Schneeschuhwandern könnte ich mir vorstellen, vielleicht mal Klettern gehen.

Alles anders, als man denkt, kann auch spannend sein. Wir werden sehen….