Wie immer und doch anders

Jetzt ist auch das zweite Trainingslager Geschichte. Und es war, wie es meistens ist und man es sich nur wünschen kann: hartes Training, schöne Landschaft, gutes Wetter, Erschöpfung, nette Leute.
Gerade deshalb bin ich sehr dankbar dafür, dass ich dieses Trainingslager noch machen konnte. Zu ungewiss war es im Vorfeld ob ich nicht doch noch schneller eine Stelle finden würde. Allzu oft ist man auf die Rückmeldung anderer angewiesen und muss vor allem eins: warten! Aufbauend ist das nicht gerade und darum umso schöner wenn man dann doch noch ein Zeitfenster findet, in dem man seiner Leidenschaft nachgehen kann. Und dabei die Gedanken, die vorher immer wieder kreisten, zumindest mal eine Zeit lang abschalten zu können.

Insgesamt war das Trainingslager also ein voller Erfolg für mich: optimales Training unter traumhaften Bedingungen, gleichzeitig auch was für den Kopf getan und neue Energie getankt.

Jetzt kann es losgehen in die neue Saison: mit neuer Hoffnung, neuem Elan und vll. auch neuem Glück auf wie auch abseits der Rennstrecke.

#Annette

Feuer.

Aus-, ab- oder auch durchgebrannt bin ich gestern wohl ein bisschen: Geplant war eine Tour mit der Gruppe, von hinten selbstverständlich. Am Tag nach dem Krafttraining will ich eigentlich eher locker fahren, war ich doch mit durchaus müden Gliedmaßen bereits aufgewacht. Das gemütliche Einrollen jedoch gestaltete sich bereits zunehmend hektisch. Da hatte ich somit auch schon eine Ahnung von dem, was noch folgen sollte: Bald schon ging’s um’s reine Überleben und ich war froh, als mein Liebster mich rettete, nachdem ich recht weit hinten war und ein paar Reihen vor mir die Jungs nicht mehr dran bleiben konnten: Der hintere Teil der Gruppe war abgehängt, ich mittendrin und bei doch recht starkem Gegenwind habe ich allein doch enorm gelitten bei dem Versuch, nach vorn zu fahren. Ein paar nämlich hatten bereits angekündigt, recht bald abzubiegen, und da wollte ich nicht mitfahren. Er aber ließ sich zurück fallen und spendete mir seinen geschätzten Windschatten. So war ich sofort wieder da wo ich sein wollte und von da ab doch vorn unterwegs, besser so. Einigen war das Tempo des Tages zu hart, somit dezimierte sich die Zahl der Fahrer relativ bald noch weiter als im voraus angedacht. Außerdem haben viele sonntags um 12 daheim zu sein, weshalb ich mich nach vielleicht 2 Stunden im exklusiven Kreis einiger weniger übermotivierter Heißspunde wieder fand. Wir sind tolle Strecken gefahren, aber außer dem jeweils vor mir befindlichen Hinterrad habe ich selten viel wahrgenommen. Lustig war’s trotzdem, aber verdammt hart, für mich zumindest. Eine erste Rennsimulation: Auch an schlechten Tagen alles geben. Zuhause war an viel mehr als komplette Ruhe nicht zu denken. Aber zufrieden, das war ich auch. – Heute Ruhetag.

“Roooollt”….

oder wie man so schön sagt: “lääääuft”…jaa es läuft….das Training läuft super und ich fahre endlich mehr Rad weil es abends länger hell ist. Wenn es wirklich mies ist oder richtig dunkel, geh ich aufs Spinningrad im Studio.

Heute hab ich mich fürs erste kleine Rennen angemeldet. Ich hab danach echt Herzrasen gehabt und mir überlegt ob ich das richtige tue….für mich ist das Jahr hier bei Team le Rêve erstmal ein Testjahr und ich möchte wissen ob es mir langfristig Spaß macht, Rennen zu fahren. Ich liebe den Radsport, ja vorallem das Mountainbiken, aber ich weiß nicht, ob ich es noch lieben werde wenn es zu einem gewissen persönlichen Druck tendiert….es kann mir keiner erzählen er würde nicht einen Ergeiz verspüren beim Rennen nicht letzte zu werden, jaa, sogar in der oberen Liga zu spielen. Aber bis dahin ist es ein harter und längerer Weg und mit meinem jetzigen sportlichen Stand bin ich noch lange nicht am Ziel angekommen. Aber ich bin sehr ergeizig und ich gebe nie auf. Andererseits habe ich natürlich sehr viel Angst doch zu versagen….nicht am Ziel anzukommen, mich total zu blamieren….aber hey..WIESO? Ich bin ich und ich mach das was mir Spaß macht..der Rest ergibt sich von alleine oder?

Also GO GO GO für das erste Rennen in 3Wochen….ich (ihr) darf (dürft) gespannt sein…… :-)

Frühling

Frühling lässt sein blaues Bandsich entreißen durch die Lüfte…

Es ist wunderschön draußen:
1. Sonnenschein.
2. Grün überall.
3. Blüten und Knospen, wo man nur schaut.
4. Hach, mein Balkon hübsch bepflanzt!
5. Fast schon Sturm, der Wind: Fegt heulend um die Hausecken und scheint zum Frühjahrsbild gar nicht zu passen.

Ich mache mir Gedanken zum “Freihandelsabkommen”, habe den Nachtisch vor dem Mittagessen zu mir genommen und werde mir gleich den Wind um die Nase wehen lassen. – Und ihr?

Ich habe Durst

Lass uns die Sonne trinken,
im Vorbeifahren winken,
Kaffeepause machen,
ungehemmt lachen,
etwas Kleines kaufen,
durch die Altstadt laufen,
schlechte Reime dichten,
neue Strecken sichten.

Lass uns uns heute einfach freuen,
gutgelaunt den Reim ver-sau-en.

Sollte die Milch sauer sein,
gieße ich mir frische ein.
Und jetzt reimt nur fleißig weiter,
Hauptsache, es macht euch heiter.

Ich bin müde, müde auch, immer das Gleiche (vermeintlich) schreiben zu müssen: Es ist alles wie gehabt, weiter unklar, weiter belastend, weiter unlösbar die Spannung, weiter hart, das alles zu ertragen, weiter wenig Positives zu berichten, je nachdem zumindest, wie man es betrachtet. Langwierig. Und “langwierig” ist ein wenig hilfreicher Begriff, wenn man ihn immer und immer wieder im Kopf rotieren läst: Schnell erschöpft. Und dennoch bleibt es, wie es ist: Eben langwierig.

Für meinen Alltag bedeutet dieses Langwierig jedoch immer neue Herausforderungen: Durchhalten. Weiter machen. Neue Wege finden. Jeden Tag Kraft schöpfen. Rücksicht nehmen. Und zwar nicht nur auf andere, sondern bspw. auch darauf, dass mein Körper nicht unbeeinträchtigt bleibt von diesem Dauerstress, dem schlechten Schlaf, den furchtsamen Gedanken, dem Immerwiederaufstehenundtapferweitermachen. Während ich inzwischen also zunehmend normal wirke (soweit das üblicherweise der Fall war, zumindest), kann ich mir dennoch nicht einreden, dass alles seinen gewöhnlichen Gang läuft, denn so ist es nicht. Ich brauche mehr Schlaf, mehr Ruhe, erschreckend viel mehr Pause.

Und ja, mein Trainer wusste das vor mir, hat alles umgestellt und während ich noch dachte, das sei eine übertriebene Maßnahme, hat sich schnell heraus gestellt, dass er recht behalten sollte.

Von daher kann ich kein neues Faß aufmachen, kein neues Thema präsentieren heute. Ich bin weiter dabei, mich immer wieder zu sortieren und schaue, was geht: In der Wohnung, auf meinem geliebten Balkon, für die Uni (erstaunlich, aber ich komme voran), auf dem Rad, im Studio.

Wenn ihr also müde seid, lasst Euch nicht entmutigen: Ein Schritt jetzt. Der Rest wird sich zeigen.

+/-

Hallöchen,

auch ich lass’ mal wieder von mir hören. Es ist wunderschön draußen und die Sonne scheint….Ich könnte eigentlich Freudensprünge machen, raus gehen, radfahren (ich bin soooo süchtig im moment und es ärgert mich daher umso mehr), mich freuen, einen Kaffee genießen, spazieren geh’n….

Aber leider hat auch mich die Erkältungswelle erwischt und ich muss erstmal pausieren (, was mir echt nicht leicht fällt, denn eigentlich fühl’ ich mich gut, nur der ätzende Husten macht mir zu schaffen). Ich zwinge mich also brav zum Ausruhen, genieße mit meinem Freund seinen Geburtstag und, als kleine “Entschädigung”, mach’ ich heute den Balkon frühlingsfrisch :-)

Der größte Nachteil aber ist der, dass ich nicht zu meinem Papa ins Krankenhaus darf, wo er doch so gute Fortschritte gemacht hat und ich sogar mit ihm telefonieren durfte (, was für mich definitiv das größte Geschenk war bisher!). Jetzt heißt es also Auskurieren, brav inhalieren und hoffen, dass ich am Montag wieder fit bin, um zu meinem Papa zu fahren.

Alles andere hat Zeit!!!!!

 

 

Steter Begleiter

Mal wieder komme ich nicht aus dem Haus: Wichtige Mails schreiben, Kleinkram erledigen, Dinge überlegen, das Wochenende planen.

Und jetzt will ich Euch vom gestrigen Training erzählen: Ich bin endlich einmal wieder mit der Mittwochsgruppe meines Vereins, des RSC Ladenburg, gefahren. Das war schön! Wir waren keine große Gruppe, vielleicht 10 Personen. Das Wetter versprach höchstens kurze Schauer, sonst strahlenden Sonnenschein und frieren würden wir auch eher nicht.

Nun, wie der Zufall das so will, kam das Thema mehrfach auf ernste Themen. Ein Teil der Männer waren am Vortag auf der Beerdigung eines Freundes gewesen, das war wohl der Grund dafür. Das beschäftigte sie alle. Ein anderer hatte nun schon vor einigen Jahren eine geplante große Reise kurzfristig ad acta gelegt, weil sein Reisepartner völlig unerwartet umgekommen war. Und dann wurde auch darüber gesprochen, was man noch kann und wie lange und einer, der vor kurzem einen sehr heftigen Sturz hatte, sprach davon, wie es sich anfühlt, so spät noch einmal von Null anfangen zu müssen.

Das vielleicht Seltsame war, dass für mich das teils harte Fahren, die kurzen, wie beiläufigen, doch ungewohnt offenen Gespräche, das dann doch recht wechselhafte Wetter, alles in allem eine stimmige Mischung ergaben: Unser Fazit, das jeder für sich im Stillen zog, schien ein positives zu sein, ein kämpferisches, zugleich annehmendes.

Und obwohl ich selbst viel Trauriges, großen Frust, Angst, Bedauern gehört habe – meine eigene aktuelle Geschichte wollte ich für mich behalten – habe ich mich später doch still gefreut, ganz leise, dass wir da sind, gemeinsam unsere Runden drehen. Während zwischendurch der Himmel finster war, der Wind aufgefrischt hatte und immer wieder etwas Regen fiel, zogen träge Schäfchenwolken über einen klarblauen Himmel, beschien die Strahlesonne stolz ihr Werk, als wir auf dem Rückweg waren.

 

Wieder nix

Und wieder ist es nichts geworden mit dem Radfahren heute. Dabei hätt’s theoretisch rein gepasst in den Tag. Ich war heut sehr früh im Studio, früh auch zurück, wiederum halbwegs früh unterwegs im Auto, bin gut durchgekommen und war zeitig zuhause. Dann aber musste ein bisschen außerplanmäßig was erledigt werden. Und meine Mama bestand – ebenfalls außerplanmäßig, aber ebenso sinnvoll – auf einer kurzen Kaffeepause, als ich sie später dann abholen kam. Die Pause übrigens war toll, wohltuend: Auf der Terasse in der Sonne sitzen, Kaffee und Stückchen genießen, den Vögeln zuhören und den Narzissen beim Beinahe-schon-blühen zusehen. Die Himmelsschlüssel blühen längst, die haben wir auch beschaut. Und uns ein wenig erholt. Das war schon gut.

Besonders außerplanmäßig ist alles, was mit meinem Papa zu tun hat. Den haben wir besucht und uns gefreut, ihn lächeln zu sehen. Neben all dem Schlimmen ist das schön. Und klar sind wir sehr lang’ geblieben. Und konnten dann auch erst nicht wieder gehen.

So war das Radfahren heute also Nebensache, im Hinterkopf nur war Platz dafür. Macht nichts. Ein Leben will gelebt sein.