Wunder Punkt

Mein wunder Punkt ist mein Knie. Das ist Fakt! Komischerweise hab ich beim Radfahren wirklich nie Probleme damit. Seltsam ist jedoch dass die Schmerzen meist nie beim SPort direkt auftreten sondern einfach unterm Tag verteilt mal dann oder dann…….heute war so ein Tag. Vorhin noch alles ok, seit einer Stunde plagen sie mich wieder. Beim auftreten oder Treppensteigen dieser stechende Schmerz. Ich weiß woher er kommt, aber ich kann es nicht ändern. Nicht durch Sport, nicht durch Therapien…..ich kann es nur hinnehmen. Und das ärgert mich. Frustriert, ich war sehr sauer vorhin. Kennt bestimmt jeder wenn man so sauer ist dass man fast in Tränen ausbricht vor Wut und Enttäuschung oder? Ich wollte heute laufen gehn weil das Wetter nicht so schön war. Unmittelbar kurz davor – wie wenn es so hat sein sollen – meldet sich mein Knie…..und auch mein Ergeiz, dennoch laufen zu gehn (denn ich weiß aus ärztlicher Sicht, dass es nicht schlimmer werden kann durch Sport), hat nichts dran geändert die Schmerzen zu unterdrücken. Nach nichtmal 1Minute brach ich ab und hab meinen Freund und KUmpel weiterlaufen lassen :( Die Enttäuschung ist groß denn JETZT kommt sogar die Sonne raus und ich hätte doch radfahren gehn können, bin aber leider nicht zuhause……kein guter Tag heute für mich. Morgen wirds besser!

8 Punkte und viele E-Mails

  1. Das Wetter ist top.
  2. Gestern kam eine tolle Lieferung (mehr dazu bald).
  3. Heute kam eine erfreuliche E-Mail.
  4. Nicht zu vergessen vorgestern, wo ebenfalls eine erfreuliche E-Mail von ganz anderer Seite kam.
  5. Nein, eigentlich zwei (eine Uni- und eine Team-bezogen).
  6. Hach, noch mehr E-Mails: Auch gestern waren es zwei, eine nämlich von meinem Trainer:
  7. Und deshalb auch freue ich mich noch mehr auf’s heutige Training: Alles neu noch vor dem Mai!
  8. Später dann sehe ich meinen Papa und (zumindest kurz bei der “Ablöse”) meine Schwester.

Weil’s nicht immer “Top 10″ sein müssen, enden wir bei der Nummer 8. 8 sehr schöne und erfreuliche Gründe, mich heute zu freuen. Es gibt ein paar mehr, natürlich, grundsätzlicher Natur. Aber die gehören nicht  hierher. Sie muss man im Herzen aufbewahren, und im Kopf, und immer mal wieder anschauen und sich dran erfreuen, wenn’s Zeit ist, dankbar zu sein.

PS: Die Nachbarjungs draußen spielen Dinosaurier oder Löwe.

 

Auferstehung & Ausfahrten

Ostern war schön. Keinen einzigen Gottesdienst habe ich besucht und doch war Ostern österlicher als die Jahre zuvor. Wegen des Wetters vielleicht und der tollen Touren durch den Kraichgau, die Rheinebene und den Odenwald, wo ich sinniert und gestaunt habe, schwere Gedanken und leichte Überlegungen in Hirn und Herz herum geschoben,  mich neu sortiert. Ostern, das ist für mich Tod und Auferstehung, Leid und Wunder, Einsamkeit und Gemeinschaft, und all das sehr eng beieinander. Und dergestalt waren die letzten Tage, mit positivem Fazit, wie sich das gehört: So also auch gehe ich in die verspätet startende Woche mit müden Beinen und ein paar trüben Sorgen, ganz jungen Erinnerungen an einen strahlend schönen Familientag im Garten, mit frischer Wäsche auf der Leine und einem Rest Kuchen im Kühlschrank.

Den Morgen über habe ich schon einiges geschafft, u. a. intensiv an einem Dokument gebastelt, bis mir der Kopf geraucht hat, und werde mich gleich aufmachen, um ein paar weitere Punkte auf meiner To-do-Kiste abhaken zu können, unmittelbar im Anschluss daran meinen Papa besuchen und, wenn ich es schaffe (und später auch noch für sinnvoll erachte), heute Abend den Trainingsblock um einen letzten Baustein erweitern. Packen wir’s an!

Ich wünsche Euch ebenfalls einen guten Tag.

Ein ganz gewöhnlicher Morgen

Heute früh ist etwas passiert. Was, kann ich gar nicht genau sagen: Ich war auf dem Mountainbike unterwegs, mehr aus praktischen Gründen. Denn so konnte ich kurz noch bei meinem Händler vorbei und ihn etwas fragen. Eigentlich hatte ich von dort aus vorgehabt, zurück zu fahren, das Rad zu wechseln. Dann aber entschloss ich mich spontan, weiter zu fahren: Locker, flach, nicht zu lange, stand auf dem Programm. Von Ladenburg also gings den Neckarpfad entlang nach Heidelberg, von da aus – immer längs des Flusses – weiter. Erstmals entdeckte ich, dass recht bald nach seiner Mündung in den Radweg neben der Straße der Treidelpfad unten am Fluss doch wieder fortgesetzt wird. Man darf nur die schmale Treppe hinab nicht verpassen. Kaum einer ist mir begegnet, die ich dort gemütlich vor mich hin pedalierte, den Fluss im Blick, gegenüber die Stadt, das Schloss, die Straße…. Es war ein bisschen wie ein versteckter Ausguck.

Am Ende dieses Pfades angelangt, fand ich mich an der Schleuse in Ziegelhausen wieder und konnte fast unmittelbar dort einen unscheinbaren weiteren Pfad jenseits der Straße ausmachen, der in sanfter Steigung seinen Weg durch den Wald nahm. Das war schön: Es ging gemütlich vor- und aufwärts, Taubnesseln blühten (hab’ eben nachgeschaut, es müssen Goldnesseln gewesen sein), wenn ich mich nicht irre, auch Ginster, und es war auch sonst sehr schön. Im Wald dann herrschte behagliche Ruhe, ich trat vor mich hin und schaute und genoss den Moment. Und irgendwas verschob sich da ganz heimlich, es ist nicht zu beschreiben. Aber ich werd’ es nicht vergessen.

Später hatte ich eine nette Begegnung: Es klang auf Französisch durch den Wald, eine Frau rief offenbar nach jemandem. Ein helles Stimmchen antwortete. Kurz darauf begegnete sie mir, die Frau, umgeben von 3 Collies, darunter ein ganz junges, aufgewecktes Bürschchen, das sich als Erstes zu mir hin wagte und gestreichelt werden wollte. Dann kam auch sein schüchterner erwachsener Begleiter. Das Frauchen begrüßte mich mit nettem Akzent und verabschiedete mich ebenso. Das Stimmchen wiederum blieb weiterhin im Unterholz verborgen und noch nachdem ich mich verabschiedet hatte, konnte ich ein paar französischsprachige Wortwechsel mit der Dame hören, die geduldig auf das im Wald spielende Kind wartete und derweil die Hunde in Schach hielt.

 

Aller Anfang ist schwer

N Abend zusammen :)

heute möchte ich euch von meinem ersten Rennen erzählen. Ich möchte es ein wenig detailiert erzählen denn so hab ich auch später mal die Möglichkeit es nochmal durchzulesen um zu sehen ob sich was “verändert” hat (was ich ja schwer hoffe :-) ).

Heute morgen um 5:15Uhr hat unser Wecker geklingelt. Die Nacht war kurz denn ich hab vor lauter Aufregung kaum schlafen können. Fit war ich dennoch :) Gepackt war schon alles, nur noch die Getränke musste ich richten. Also schnell fertig gemacht und mit unserem KUmpel getroffen der auch heute sein erstes Rennen fuhr. Dann auf den Weg in das 130km entfernte Enslingen (bei Untermünkheim) gemacht. Die Autobahn war leer und wir haben einen wunderschönen Sonnenaufgang erlebt. Noch war ich sehr entspannt was sich jedoch im Laufe der Fahrt schnell änderte. Ich war nicht hippelig aber innerlich sehr angespannt. Wir lagen gut in der Zeit und so waren wir schon 7:20Uhr vor Ort. Erstmal das Klo aufgesucht, alle Lokalitäten gecheckt und die Starternummern abgeholt. Dann kam auch schon meine Schwester mit Partner und wir haben alles abgesprochen….ich war noch immer relativ ruhig (für meine Verhältnisse) aber ich hatte ja auch die Strecke noch nicht gesehen.

Meine Aufwärmrunde begann erstmal flach und mit hoher Trittfrequenz, dann ging es die Strecke “abfahren”. Also erstmal gemütlich hoch. Mein erster Eindruck: “Scheiße, das pack ich nie”. Es war allgemein nicht viel Anstieg aber es ging direkt vom Start aus berghoch und zwar den gesamten Berg den es überhaupt zu fahren galt. Kein auf und ab…nur hoch; und wieder runter. Nun gut….gemütlcih alles abgefahren und geschaut wie ich wann zu reagieren hab. Soweit so gut. Nach nochmaligem warmfahren ging es dann richtung Startlinie. Ich war solangsam sichtlich nervös…..noch schnell meine Konkurrentinnen kennengelernt und dann gings auch schon los….den ersten Wiesentrail hoch. Ging alles noch. Dann die nächsten Bergabschnitte hoch. Auch noch ok. Das erste Mal runter war auch noch kein Problem, wobei es schon ein paar kleine knifflige Abschnitte gab. Die zweite Runde war schon nicht mehr so ohne…mein Puls war im Nirvana und ich hatte echt Probleme ihn runterzubekommen. Egal…..aufgeben war nicht drin. Meine Schwester hat das schon verhindert. Sie war auf der Rennstrecke an verschiedenen Stellen parat und hat mir geholfen mich weiter zu motivieren und dran zu bleiben. Nach der 2. Runde war die unmittelbare Konkurrenz leider weg und ich wusste ich werde sie nicht mehr einholen, was mir aber auch egal war. Ich kämpfte mich durch und konnte am Ende einfach nur stolz sagen: “Ich habs geschafft” Das war ein schönes Gefühl muss ich gestehen. Und nun kann ich nach einem schönen, sonnigen und für mich erfolgreichen Tag sagen: “(M)ein Ziel ist erreicht”. Ein klasse Gefühl find ich, oder?

Ich bin das Ziel

Der Post meiner Schwester heute hat mich so motiviert. Genau das ist doch der springende Punkt….man muss die Dinge so sehen wie sie sind….sich selbst übertreffen aber auf dem “Boden bleiben”.  An seine Schwächen feilen und die STärken ausbauen; ohne dabei die Realität aus den Augen zu verlieren….. – heute hatte ich meine vorletzte “Vorbereitungsrunde” vor meinem ersten Rennen am Sonntag. Ich gebe zu ich bin sehr aufgeregt aber andererseits bin ich jetzt schon stolz dass ich den Schritt überhaupt gewagt habe..ich bin weder eine langjährige durchtrainierte Radlerin noch bin ich in der Verfassung, jedes Rennen mit links zu fahren. Aber ich habe Eigenschaften die man braucht um auch auf unbekanntem Terrain Fuß zu fassen: Kampfgeist, Motivation und Ehrgeiz. Und genau damit werde ich das Rennen zu einem Erlebnis machen. Auch wenn ich als letzte ins Ziel rolle. Allein der Gedanke dass ich dabei war, ist für mich der größte persönliche Erfolg.Und dafür dank ich vorallem meiner Schwester Arnhild, die mich erst auf die Idee gebracht hat, ein Rad nicht nur als simples Fortbewegungsmittel zu sehen sondern als Leidenschaft, die mein Leben so bereichert hat, dass ich sie nicht mehr wegdenken möchte!

 

 

“Damit hast Du Dich selbst übertroffen!”

Dieses Jahr muss alles besser werden, denken wir, und dass wir mehr trainieren werden, regelmäßiger, härter, besser essen, schneller regenerieren, dass letztlich alles anders werden wird und dann der große Erfolg uns erwartet. Oder so ähnlich.

Oder doch ganz anders? Dass wir ohnehin nichts ändern können, nichts sich bessern wird und erst recht nicht wir schneller werden oder mehr leisten können oder was auch immer sich auch tun sollte?

Sally Bigham ist mir eine dankbare Quelle der Inspiration, was Zitate angeht. Ich kenne sie persönlich nicht, kann von daher auch nicht sagen, ob sie mir sympatisch wäre oder nicht, doch darum geht es auch überhaupt nicht.

Tatsache ist, dass sie im letzten Jahr eine ihrer besten Saisons überhaupt zu verzeichnen hatte und nun wiederum in die Saison startet und nicht weiß, was  sie noch optimieren sollte, um das Ganze toppen zu können, den eigenen immer höheren Zielen und Ansprüchen gerecht werden zu können.

Hier gibt es einen tollen Artikel (englischsprachig) von ihr dazu. Und daraus stammt auch folgendes Zitat von ihr:

“Do what you did last year, but do it better. In other words, don’t change anything, just iron out some of the mistakes. It’s all too easy to look at what others are doing, think they’re doing it better, panic and change your plan, however what works for some people might not work for you. It’s good to look around and get ideas but ultimately stick to what you know works for you and don’t make drastic changes.”

“Tu’ genau das, was Du im letzten Jahr getan hast, aber mach’ es besser. Mit anderen Worten, verändere nichts und merze stattdessen ein paar der Fehler aus, die Du gemacht hast. Allzu leicht schaut man nur darauf, was andere tun, denkt, sie täten es besser, gerät in Panik und ändert die eigenen Pläne. Doch was für manch anderen funktioniert, muss nicht unbedingt auch für Dich das richtige sein. Es ist eine gute Sache, sich umzusehen und Dir Inspiration zu holen, aber letztendlich solltest Du bei dem bleiben, was sich für Dich bewährt hat und keine drastischen Veränderungen vornehmen.”

Ich denke, dass hier sehr viel drin steckt: Die wenig zielbringenden Vergleiche mit anderen, der Fokus auf dem, was sich in der Vergangenheit bewährt hat, der Wunsch, “das Gute zu behalten” und nicht immer und immer wieder alles umzuschmeißen auf der Jagd nach dem heiligen Gral des ulitmativen Erfolgskonzeptes. Es geht um Wertschätzung und Bewahrung der eigenen Erfahrungen, des “Knowhows”, das man sich schließlich hart erarbeitet hat.

Ich muss an die Leute denken, die regelmäßig all ihre Möbel auf den Sperrmüll werfen, nur um sie durch das Neueste und Modernste zu ersetzen, ungeachtet der Qualität oder auch Zweckmäßigkeit dessen, was sie sich da anschaffen. Und so findet man in vielen Wohnungen Mustereinrichtungen vor, die aussehen, als seien sie einem beliebigen Prospekt eines Möbelhauses entsprungen: Die Bewohner finden sich darin nicht wieder, sie sind austauschbar.

Darin muss ich mich selbst auch immer wieder ermahnen: Was nutzt mir der Radsport, das Training, letztlich auch der mögliche Erfolg (im kleinen Rahmen), wenn ich mich nicht selbst darin wieder finden kann?

Das bedeutet: Mein Tempo im Training, mein Belastungsniveau, meine persönlichen Ziele für die Wettkämpfe, meine individuelle Regenerationszeit, meinen ganz eigenen Maßstab für Erfolg.

Compare yourself to others....

“Die einzige Person, die Du versuchen solltest zu übertreffen, ist Dein gestriges Ich.”

Frühjahrsgeläute

Zugegeben, ich habe schon lange nichts mehr von mir hören lassen. Es wird also Zeit! Was habe ich angestellt die Tage? Langsam, aber sicher, kann ich meine Trainingsroutine wieder aufrecht erhalten. Das tolle Wetter genieße ich sehr, es tut gut, wenn alles grünt und knospt und blüht.

Pflanzenbegeistert wie ich bin, habe ich Balkon und Fensterbänke auf Vordermann gebracht, fleißig gepflanzt, umgetopft, Wurzelballen geteilt und ausgesäht. Erstaunlich viele Pflanzen aus dem letzten Jahr haben sich über den Winter gerettet und es freut mich besonders, wenn etwas “wieder kommt”, die kleinen Köpfchen aus der Erde auftauchen. Heute säe ich Tomaten und erstmals auch “schwarzäugige Susanne”.  Mal sehen, ob das was wird.

Ich glaube, dass es wichtig ist, Dinge, die einem gut tun, bewusst einzubauen ins eigene Leben. Auch wenn besonders Zierpflanzen wenig Nutzen bringen, so bereitet mir tatsächlich jeder Blick darauf, alles Pflanzen und Gießen, große Freude, und dieser Nutzen ist genug.

Dazwischen brause ich auf dem Motorrad ins Krankenhaus, mal abens, mal nachmittags, und tue, was ich kann. Auch unitechnisch bin ich einen großen Schritt weiter gekommen, das erleichtert mich vor allem: Es war an der Zeit.

Gestern war ich mit der “Espressogruppe” von Engelhorn Sports unterwegs, die Dienstag abends in Mannheim startet. Es war der letzte Tag meines Trainingsblocks und die Beine brannten schon in der Ebene gewaltig, aber es hat Spaß gemacht. Im Odenwald dann war es wunderschön, was ich in vollen Zügen genoss, auch wenn mein Gesicht schon bald das leuchtende Rot der Windweste eines meiner Mitstreiter angenommen hatte: Das Wesentliche sollte man nicht verpassen. Juhu, und die Abfahrten habe ich ohnehin genossen!

Heute habe ich einen Ruhetag: Wäsche gewaschen, Schreibtischarbeit und sonst nicht viel. Gelegentlich scheint die Sonne. Ich genieße den Blick auf meine botanischen Wunderwerke vor dem Fenster, vor dem Hintergrund des blühenden Busches im Nachbargarten und der ziehenden Wattebäusche am Himmel, und freue mich, auf der Welt zu sein. Schön ist das.