Der August macht, was er will!

So ist das! Meine Tomaten reifen trotzdem, obwohl’s dauer-regnet. Jeden Tag frische Kirschtomaten ist doch mal was. Und augenfreundliches Rot vor dem Fenster ebenfalls. Ansonsten bin ich etwas frustriert heute, weil das Radeln sinnlos wäre: Ich bin ganz leicht angeschlagen, da wäre eine Regenfahrt auch mit Regenschutz nicht angemessen. Und es fängt immer wieder an zu schütten.

Also gab’s Pfannkuchen zum Frühstück (die dauern an anderen Tagen oft zu lange), ich werde einen Film anschauen, gemütlich vor mich hin werkeln. Sonst nichts. Sonntägliches Nichts. Ausruhen. Auch gut.

 

Je suis de retour….

Ich bin wieder zuhause. Gestern abend, nach langen Stunden im Auto, sind wir endlich angekommen und blicken zurück auf unzählige Eindrücke auf dem Rad, bei und mit Freunden, Verwandten. Besonders wertvoll waren für mich die stillen Stunden auf dem Mountainbike: Durch Wälder, über Wiesen, entlang uralter Straßen und Wege, vorbei an immer wieder andere Gebäuden, unzählig, wie sie bei uns kaum zu finden sind. Da fällt es schwer, nicht viel zu häufig stehen zu bleiben und Bilder zu schießen.

Zwischendurch war das Wetter jedoch ebenso bescheiden wie hierzulande, also kam  das Rad nicht ganz so häufig zum Einsatz wie ich es mir gewünscht hätte. Aber wir haben ein paar Orte angeschaut, waren in Liberec, Zittau und dem Örtchen Hodkovice, haben auch einen kurzen Ausflug in die Pilze gemacht (, wo ich meine ersten paar Pfifferlinge ernten durfte).

Am Wochenende dann haben wir abschließend einen Freund in der Gegend um Zatec besucht, hügelig und roterdig, wo duftender Hopfen geerntet wurde und Äpfel und Birnen reif am Wegrand hingen. Dem Schloss Krásný Dvůr haben wir einen weiteren Radausflug gewidmet und blieben lange Zeit im leider sehr vernachlässigten Schlosspark hängen:

Völlig unerwartet fanden wir dort nämlich einen unglaublich vielfältig bestückten englischen Garten vor, mit allem, was die romantische Landschaftsarchitektur so hergab: Pavillons und künstliche Grotten, aufwendigst und unermesslich umfassend gebaute Wasserfälle und -läufe, ein “griechischer Tempel”, ein chinesischer Pavillon, Sichtkorridore, der neugotische Aussichtsturm mit den außenliegenden Wendeltreppen, kleine Lichtungen, eine mächtige Allee, der Obelisk,…. Bänke, Treppen, verwinkelte Pfade. (Ich werde auf unserer Facebookseite wieder mal ein paar Bilder einstellen).

Alles in allem ist viel geschehen, haben wir vieles gesehen und erlebt. Tschechien, ich habe es noch nicht erwähnt, ist wunderschön, wenn auch traurig, wieviel brach liegt und verfällt, nicht mehr wahrgenommen wird, was vor langer Zeit mit großer Mühe und Fertigkeit errichtet wurde. Viele Häuschen, Höfe, Schlösser und Landsitze dort verdienen eine neue Blüte.

Heute zuhause war ich dann schwer ernüchtert, was das Wetter angeht. So hatte ich endlich alles erledigt, war schließlich bereitgelegt, was ich benötigt hätte und ich wollte auf’s Rad, als es prompt zu regnen begann. Ich werde selbstverständlich auch heute abend zum Pilates gehen und anschließend den “Foamrolling & Mobilisation”-Kurs besuchen. Aber ein Stündchen auf dem Rad hätte den Beinen (und sehr wohl auch dem Kopf) doch gut getan.

Stattdessen gehe ich nun noch rasch ein paar Besorgungen machen.

 

Mein erster Marathon

Ich war sehr aufgeregt aber irgendwie auch nicht. Ich wusste ja, es geht nicht um Platzierungen sondern um die Erfahrung. Denn ich bin ja vorher nie einen Marathon gefahren und somit war es für mich wirklich Neuland. Umso mehr war ich aufgeregt als es an den Start ging. Es war ein “Massenstart” und ich mag sowas ja garnicht…leider..denn es ist ja üblich dass alle gleich zu beginn davon heizen. Ich hielt mich an die, die mein Tempo fuhren. Zuerst fuhr ich noch mit Partner und Kumpel, dann zog ich nach vorne. Der erste Berg war angenehm und auf Asphalt lässt es sich gut “warmfahren”. Also fuhr ich gemütlich in meinem Tempo nach vorne und es machte mir großen Spaß. Dann ging es ins Gelände. Immernoch Berghoch, merkte ich dass ich mit vielen Jungs gleichschnell fuhr. Das hat mich gefreut denn ehrlich gesagt dachte ich ich sei ganz am Ende eingereiht.

Die erste Stunde lief super und ich konnte ein gutes Tempo (für mich) halten. Doch nach ca 1,5h war es vorbei…meine Motivation war im Keller und da es zunehmend schwieriger wurde, es mehr Trails bergauf als bergab gab die kaum zu befahren waren (auch nicht von den Langdistanzlern) war es sehr mühsam, weiterzukämpfen. Inzwischen bereu ich es dass ich nicht mehr Gas gegeben hab denn ich hätte auf jeden Fall mehr rausholen können. Nach 2h20min erreichte ich das Ziel und war froh es geschafft zu haben.

Platz 16 der Damen in meiner Altersklasse war für mich ok.

Danach ging es mir leider garnicht gut, da ich wohl die Wirkung von Isotonischen Getränken unterschätzt hatte……Dennoch war es ein tolles Rennen und ich will auf jeden Fall wieder Marathons fahren. Jetzt heißt es, einfach noch mehr nach Technik trainieren, den Körper besser kennenlernen und die Kräfte so einsparen dass am Ende MEHR übrig bleibt als an jenem Tag!

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Erste Phase überstanden

Die Zeit geht rasend schnell rum…gerade habe ich erst angefangen zu arbeiten…zack bin ich schon 2 Monate dabei. Komisch ist das, aber auch gut. Gut deshalb, weil es ebenso läuft und ich zufrieden damit bin. Klar das Training nebenher musste zurückstecken, muss es auch in Zukunft. Ich fühle mich dadurch aber nicht schlechter, teilweise sogar besser. Durch das geringere Training kann das kaum kommen; so vermute ich, dass gerade der Kopf eine wichtige Rolle spielt und endlich einigermaßen frei ist. Es kreisen weniger Gedanken und ich mache einfach mehr ohne mich zu fragen ob das so richtig ist. Und eine neue Wohnung (deutlich näher zur Arbeit) habe ich jetzt auch. Bedeutet für mich erstmal weniger Pendelstress und hoffentlich etwas mehr Zeit fürs Training. Besonders freue ich mich auf die tolle Umgebung, direkt am Berg gelegen kann es mit dem MTB direkt in den Wald gehen. Das Flachland für entspannte Grundlageneinheiten ist auch nicht weit…optimal denke ich und kann es kaum abwarten mich in meiner neuen Bleibe einzurichten. Die ersten MTB Marathons sind auch überwiegend sehr gut gelaufen und ich bin motiviert mich weiter zu verbessern. So heißt es nun in der neuen Heimat den Rhythmus zwischen Arbeit und Freizeit zu finden, nochmal gut zu trainieren und den Rest der Saison zu genießen.

#Annette

Von Aa bis Zett

Selten saß ich so wenig im Sattel wie in den letzten Wochen: Immer entweder nicht verschiebbare Termine und/oder Regen, heftiger Dauerregen zumeist. War ich anfangs noch ganz schön frustriert, habe ich irgendwann beschlossen, aus der Not eine Tugend zu machen, das Ganze als Erholungsphase zu sehen und stattdessen weiter brav zu den Pilateskursen zu gehen, danach auch immer die Schaumrolle zu nutzen (zuhause habe ich bisher keine), langsam auch wieder in’s Krafttraining einzusteigen. Das habe ich vermisst. Meine Pflanzen lieben das kühle und feuchte Wetter, eigentlich ist es auch schön, vorausgesetzt, man sitzt gemütlich zuhause, bei Kaffee und Kuchen idealerweise.

Gerade mache ich mich bereit für eine recht spontane Reise nachTschechien: Ich werde eine meiner liebsten Freundinnen sehen, darauf freue ich mich, auf ihre Familie, ihren (sicherlich noch einmal größer gewordenen) kleinen Sohn, ein paar Tage in der luxuriös-urtümlichen Hütte inmitten einer Bilderbuchregion. Das Rad darf mit, dieses Mal das Mountainbike, ein paar Lehrbücher, der Laptop sicherlich auch.
Aus Platzgründen verzichte ich auf alles, was nicht funktional ist: Keine Röcke, Tops, Jäckchen und schicken Schuhe (von alledem müsste regulär jeweils eine ziemliche Auswahl mit), keine Handtasche (!), also keine “normalen Klamotten”. Das kostet mich einiges an Überwindung, muss ich gestehen. Stattdessen kommen neben sämtlicher Radausrüstung Sporthosen, Funktionsshirts und -pullover bzw. -jacke mit, weil das leichter ist, weniger Platz braucht und völlig ausreicht. Wenn’s in die Stadt geht, werde ich das überleben. Ansonsten kann ich damit durch die Wälder streifen, mich in der Hütte warm halten, im Garten werkeln. – Vielleicht gibt’s sogar schon Pilze!

 

 

Kaffee statt Rad

Seit Stunden sitze ich in meinen Studioklamotten am Schreibtisch bzw. habe derweil Essen gemacht, gegessen, die Küche aufgeräumt, weiter gearbeitet, sonst vielerlei Dinge erledigt. Es sah ganz gut aus zwischendurch, dann aber der Regen, wolkenbruchartig, immer wieder. Der Himmel zeigt sich nur kurz strahlend blau, um wieder neuen Wolkenbergen Raum zu geben, neuen Schauern. Jetzt donnert es auch noch! Heute früh im Studio – ich war im Pilates und habe mich dann ausgiebig mit der Schaumrolle gefoltert – hatte ich nicht geduscht, weil ich ja später auf’s Rad wollte: Alles fertig machen, ein bisschen Schreibtischarbeit, Konzentration, Stillsitzen und abschließend locker radeln gehen. Nichts war’s. Stattdessen gibt’s gerade eine zeitintensive Kaffeepause, Duschen werde ich auch gehen, sobald das Gewitter draußen durch ist. Wenn ich das gewusst hätte – was ich vielleicht hätte können, aber nicht wahr haben wollte, solange es nicht so war… – hätte ich ein bisschen Krafttraining eingebaut stattdessen. Nun denn…

 

 

Seltsam…

…..fühlte ich mich heute morgen. Ich war eigenltich fit aber gestern hab ich mir mal 2Gläser Wein genehmigt und das merk ich sofort..nicht weil ich mich fühle wie von einem Auto überfahren, sondern vielmehr einfach nur müde bin und ich das Gefühl habe der Körper wehrt sich dagegen. Was ich irgendwie nachvollziehen kann. Das Ende vom Lied war dass ich bei der kurzen Vorbelastungsrunde total schlapp war, mein Puls war im Nirvana und meine Laune im Keller. Ich hab mich zwar durchgeschlagen aber nun seh ich das Ganze morgen schon mit anderen Augen..ich hab Angst dass ichs garnet pack und total peinlich als letzte reinhusche…dabei kanns mir doch völlig egal sein denn in erster Linie fahr ich das aus Spaß und um Erfahrung zu sammeln. Ich kenne die Strecke TEILWEISE, waren dort schonmal unterwegs. Viele sandige und erdige sowie wurzelige steile und flachere Trails sowohl rauf als auch runter verteilen sich rund um das Weinbiet direkt bei Neustadt. Echt schön. Und ich freu mich auch drauf. Auch wenn ich grad etwas genervt von meiner vorherigen Form bin…..

MTB-Marathon Bullau 2014

Es war noch dunkel, als der Wecker klingelte. Ich machte mich gleich ans Frühstück, denn das dauert an Renntagen immer besonders lange, erst recht, wenn ich so früh etwas in den Magen bekommen soll. Außerdem Kaffee. Nichts geht ohne Kaffee! Und während ich aß und trank und raus schaute, überlegte ich, dass es schön wäre, einfach mal so zeitig los zu radeln, hoch in den Odenwald, und die Morgenstimmung zu genießen. Mal sehen, ob ich das nicht bald noch hinbekomme. Die Überwindung wäre es sicherlich wert.

Und ich dachte wieder daran, als ich mit Annette – sie hatte mich derweil mit Sack und Pack eingeladen – durch eben diesen Odenwald fuhr, über leere Straßen durch eine dunstige Idylle.

Wir waren früh dort, hatten Zeit, gemütlich die Räder auszuladen, die Startnummern zu holen und anzubringen, geduldig an den Toiletten anzustehen, uns umzuziehen und schließlich warm zu fahren.

Ich hatte einen schlechten Start, aber hatte mit nichts anderem gerechnet, denn so geht es mir in letzter Zeit immer: Gleich schon war Annette fort, kurz darauf fuhr Sarah-Lena an mir vorbei. Beide sah ich erst im Ziel wieder. Sicherlich eine Stunde oder länger dauerte es, bis es mir besser ging. Bis dahin hatte ich gewaltig zu leiden und kam nur schwer voran. In dieser Zeit auch verlor ich den Anschluss an mehrere Damen, die lange dicht vor mir gewesen waren. Nur eine sah ich später wieder und überholte sie sogar, allerdings einzig deshalb, weil die Unglückliche sich kurz vor dem Ziel noch einen Defekt holte.

Das Rennen war was die Strecke angeht, nicht anspruchsvoll, ich hätte für die vielen Schotter- und Waldwegpassagen also vor allem die nicht vorhandene Kraft gebraucht. Anfangs hatte ich teils wenigstens noch ein Hinterrad und somit etwas Windschatten, später aber waren alle entweder hinter oder eben auch vor mir verschwunden. Das war frustrierend und kostete auf den langen Schotterpisten Kraft. Die wenigen Trailpassagen waren nicht schwierig und mühelos zu fahren, leider auch sehr kurz. Bevor ich mich hätte richtig hineinfinden können, waren sie schon wieder vorbei.

Als ich irgendwann dann endlich zumindest ansatzweise richtig rein treten konnte, wieder Energie hatte und mich etwas stärker fühlte, war ich schon fast im Ziel. Das kam irgendwie erstaunlich früh und unerwartet: Als 4. Seniorin und ich weiß nicht wievielte Dame war fuhr ich über die Ziellinie, aber gewiss nicht besonders weit vorn.

Irgendwie nicht zufrieden, aber auch nicht extrem unzufrieden. Später, und das war das Wichtigste, hatte ich eine schöne Zeit im Bierzelt mit Annette und Sarah-Lena sowie deren Vereinskollegen Bernhard, wir aßen miteinander und unterhielten uns, ich sprach mit ein paar Bekannten. Und das tat gut.

Zuhause kam dann das Kopfweh, das mir so gern nach einem Rennen einen Besuch abstattet. Somit habe ich den Mittag über ausgeruht und jetzt geht es mir wieder ordentlich.