Geduld ist ein weites Feld

Heute gibts mal wieder ein kleines Update von mir. Ich lasse wenig von mir hören, das ist klar. Aber es gibt leider auch nicht viel zu berichten. Ich darf noch immer keinen Sport machen außer ein paar Runden auf dem Hometrainer spulen (wenig Widerstand und höchstens 10-20min sind drin). Ich muss ein paar Übungen machen denn mein Knie kann ich noch nicht voll strecken/beugen. Es geht mir zu langsam. Ich habe vieles….aber keine Geduld. Und das machts nicht einfach. Ich möchte endlich Sport machen. Auf dem Rad durch die Natur radeln, im Studio schwitzen und Hanteln heben…..ich vermisse es so sehr. Aber manchmal ist weniger mehr. Wenn ich zu schnell wieder einsteige dann kann das langfristig nach hinten losgehen. Also weiter brav Krankengymnastik und aufpassen. Ich schätze, spät. Ende Februar bin ich wieder die Alte :) Und dann gehts los!!!!! Ich freu mich so das glaubt ihr garnicht!

Tag der Gemüsebrühe

Mir fiel keine Überschrift ein, denn es gibt nicht wirklich einen Anlass für meinen heutigen Beitrag. Vielmehr wollte ich einfach einmal wieder von mir hören lassen. Da ich auf dem Herd gerade einen Topf Gemüsebrühe angesetzt habe, kam ich auf den obigen sinnigen Titel.

Darüber hinaus bestand der Morgen bisher aus ein wenig Hausarbeit: Bett frisch beziehen, Wäsche abhängen und zusammenlegen, ein bisschen aufräumen, sauber machen, zwischendurch frühstücken, die Brühe aufsetzen (ich mag Buchweizensuppe, und die soll’s u. A. dann geben), Tasche richten für’s Studio später. Später werde ich weiter lernen, ins Studio gehen, Wäsche waschen, die Tochter einer Bekannten abholen und nach Hause bringen, selbst heimkehren und meine Tasche richten, mit dem Zug nach Hause fahren und morgen wieder kommen; dieses Mal wohl nicht mit dem Rad, denn heute habe ich Ruhetag für die Beine. Perfekt bei dem Regen! Die Tage sind voll; die Herausforderung liegt im steten Wechsel aus tausenderlei Dingen.

Ich sitze am PC und lese mich weiter in den Themenbereich ein, was länger dauert als meine Geduld oft reichen will. Aber das wird schon. Ich sitze auf dem Rad und bin um jede trockene Phase dankbar, was seltener vorkommt als ich es mir wünschen würde. Doch ich gewöhne mich daran. Ich trainiere im Studio und wünsche mir, ich machte spürbare Fortschritte, was ebenfalls längst nicht immer der Fall ist. Trotzdem komme ich voran.

Die Unterbrechungen im Rhythmus sind für mich immer noch das Schwierigste: Wenn ein paar Tage nichts funktionieren will; wenn ich über Nacht weg muss und alles darum herum organisieren; wenn ich tue und tue und dennoch so vieles nicht schaffe, immer wieder liegen lasse.

Mein derzeit tollstes Erleben liegt in den neuen Übungen, die ich schrittweise doch beherrsche: Der Russian Twist funktioniert schon ganz ordentlich; im Beinheben (das mache ich allerdings schon seit Monaten) werde ich endlich ein bisschen besser; der Ausfallschritt mit Hantellast (gestern erstmalig ausgeführt) hat mir massiv Muskelkater beschert; Klimmzüge und Barrenstütz funktionieren dank der Unterstützung mit Widerstandsbändern ebenfalls immer besser. Ich muss mich quälen, auch lernen, gelegentlich ab und zu zu geben, Gewicht zu reduzieren, eine Übung hintenan zu stellen, flexibel zu bleiben, den Schwierigkeitsgrad hin und wieder auch an mich anzupassen. Doch ich spüre den Unterschied und das Ganze fühlt sich recht ausgewogen an. Ich bin sehr froh, dass ich so trainieren darf und kann.

Kleine Fortschritte

Seit der OP sind nun 5Tage vergangen. Ich muss gestehen ich habs schon unterschätzt….Am ersten Tag hat mich meine Mum heimgefahren und ich hab den Tag mit Freunden und Partner verbracht. Ich war auf jede Hilfe angewiesen und hatte starke Schmerzen. Am nächsten Tag konnte abends die Drainage entfernt werden (was bis dato echt fast die schlimmsten Schmerzen waren….*autsch*). Dadurch gings mir dann echt besser und da der Fremdkörper weg war, konnte ich mich besser bewegen und mein Knie sogar ein wenig beugen. Gestern war ich dann das erste mal in der Krankengymnastik und musste erfahren dass man doch mehr kann als man denkt…das Knie ist zwar stark eingeschränkt und ziemlich versteift aber man kann dem nur Abhilfe verschaffen indem man es bewegt….also mach ich pro Stunde 1x meine Übungen und versuche mein Knie regelmäßig zu bewegen. Gar nicht so einfach! Aber ich will schnell wieder fit werden und ohne Gehhilfen laufen können, also tu ich alles dafür :-)

Let’s go!

Neustart

…hab schon lange nichts mehr von mir hören lassen. Das lag vorallem daran, dass ich bis vor Kurzem noch im Winterurlaub im schönen St. Anton war. Es hat mir sehr Spaß gemacht. Wir hatten traumhaftes (bis auf 2Tage) sonniges Wetter und gute Schneeverhältnisse. Das Boarden war toll und ich merke dass ich besser werde. Leider hat mein Knie am 3. Tag nicht mehr mitgespielt und sich immer wieder mit heftigen, stechenden Schmerzen gemeldet um mich zu erinnern, dass ja morgen schon die OP ansteht….wie ja bereits geschrieben, nichts dramatisches, aber dennoch genug, um außer Gefecht gesetzt zu werden. Ich weiß jedoch, dass es wichtig ist und dass ich sonst nie schmerzfrei sportlich aktiv sein kann :( Heute also noch einen gemütlichen Tag verbracht, mein schmerzendes Knie ausgeruht und morgen früh gehts dann los in die Klinik.

Ich berichte!

Neujahrstour 2015

Um Silvester herum war ich weiterhin täglich auf dem Rad bzw. auch im Studio. Anfangs fiel mir das noch recht schwer, denn nach dem Kranksein vor Weihnachten hatte die Kälte uns wieder im Griff, und dadurch waren die ersten Stunden draußen verhältnismäßig zäh.

Der Schnee nach den Feiertagen war toll, wenn auch in der Region nur wenig liegen blieb. Gestern dann war davon gar nichts mehr übrig im Tal, und weiter oben verblieb mehr oder weniger tiefer Schneematsch, der teils sehr schwer zu befahren war.

Unsere gestrige Neujahrsfahrt ging direkt auf den Weißen Stein in Dossenheim, und zwar mit dem Cyclocrossrad; das war hart: Ich war nicht wirklich warm gefahren, hatte offenbar doch zu wenig gegessen und mir gingen sehr rasch die Gänge aus. Zu langsam zu werden war ebenso fatal wie wenn man zu fest in die Pedale trat; “richtiger” Schnee wäre mir wirklich lieber gewesen. So aber rutschte ich teils mehr nach links und rechts und der Reifen durch als dass ich vorwärts gekommen wäre. Weiter oben dann hatte ich einfach zu wenig Luft, das war mir peinlich, aber nicht zu ändern; offenbar konnte ich trotz dass die Erkältung nun schon weit über eine Woche abgeklungen war, noch nicht komplett frei durchatmen.

Während also Jakub mit einem anderen Radler schneller weiter fuhr; musste ich selbst abreißen lassen und mein Tempo hinauf fahren. Irgendwann kam ich doch noch oben an, obwohl ich, je weiter ich hinauf kam, desto härter durch die butterweiche Pampe treten musste und zunehmend kraftraubend schlingerte. Aber ich wollte nicht absteigen und erst recht nicht schieben. Oben wurde ich (ich befürchte, wohl schon eine ganze Weile lang) erwartet und der erste Teil bergab bzw. die Querung hinüber nach Peterstal gestalteten sich fast noch schwieriger, aber ich kam ohne Sturz gut durch und hatte meinen Spaß, während es unseren Begleiter gleich mehrfach legte und dabei auch noch seine edle Regenjacke kaputt ging.

Die Abfahrt auf der schneefreien Straße dann war schlichtweg kalt; die Bremsen taten ohnehin ihren Dienst nurmehr schlecht: Vereist. Im Neckartal angekommen, waren wir froh, ein bisschen Tempo machen zu dürfen, um wieder warm zu werden. Ich war jedoch irgenwann nicht nur hungrig, sondern auch sehr müde und merkte, dass 3 Tage Training im Schnee in den Beinen, auch wenn’s nur wenige Stunden waren, für mich doch hart ist und keine Routine. So freute ich mich auf zuhause, wo wir trotz eines Plattens (warum nur habe ich derzeit andauernd Platten?!)  mit ein paar Malen Aufpumppause doch gut ankamen.