Grüne Daumen, Schreibtischleid und Waldbestände.

Ich schaue auf meine Pflanzen und freue mich dran. Der Grund, warum ich sie so häufig erwähne, ist wohl etwas, was ich selbst nicht so ganz verstehen kann: Ich lasse meine Augen gern auf den verschiedenen Grüntönen ruhen, freue mich an jungem Grün und frischen Blütenansätzen und es beruhigt mich, ein paar Minuten – gerüstet mit Gießkanne oder auch der Gartenschere – umher zu gehen, zu hegen und zu pflegen und zu sehen, wie es ihnen geht.

Diese Woche habe ich das gelegentlich getan, wenn ich  nicht mehr sitzen konnte, die Augen müde waren vom Starren auf den Bildschirm oder ich gerade nicht mehr wusste, wie ich weiter tippen sollte an meinem Text.

Während die Profis morgen (bzw. der Nachwuchs heute schon) das zweiten Worldcup-Rennen der Saison bestreiten werden, und zwar in Albstadt, werde ich an einem kleinem Marathon in der Region teil nehmen. Das war damals auch der erste , den ich jemals bestritten habe, übrigens. Meine Beine haben mir nicht erst bei der Vorbelastung mitgeteilt, dass sie mir weiterhin nicht wohl gesonnen sind. Aber das soll mich nicht stören.

Ich werde vielleicht sogar noch ummelden auf die Langdistanz. Weil ich es kann. – Nein, Spaß, der Grund hierfür liegt eher darin, dass ich in wenigen Wochen schon die MTB Trilogy 2015 bestreiten werde, und meinen Körper auf die harte Belastung vorbereiten möchte.

Um Ergebnisse kann es mir wohl momentan nicht gehen, das wäre vermessen. Aber ich möchte ein bisschen Frieden schließen mit meinen Beinen, die eigentlich jedwede Vorbereitung genossen haben, die ich ihnen habe ermöglichen können, diese undankbaren Geschöpfe! Nun denn, morgen werde ich die verwöhnten Biester schon auf Trab bringen, schätze ich mal, auch wenn diese Unternehmung für mich als Hauptverantwortliche unserer kleinen Reisegesellschaft ein weiteres Mal etwas nervenaufreibend werden dürfte.

Das Ummelden bedeutet zugleich ein Verzicht auf die Cup-Wertung der Roßbacher-Challenge. Aber das ist nicht so tragisch, denn so kann ich auch in Zukunft frei entscheiden, wo ich wann starte und über welche Distanz. Vielleicht ist das die Sache wert.

 

Zuhause & Ankommen

Immer wieder schweifen meine Gedanken zurück zum einen oder anderen Moment während der Pfingsttour: Anstiege, Abfahrten, lange Ebenen, Abplatzen, Ranfahren, Lockermachen, Ruhigangehen, Gasgeben, Gegenwind, Rücken- und selbstverständlich auch Seitenwind, Sichquälen, Nochkrafthaben, Müdesein, Ankommen.
Die Schotterpassage irgendwo im Wald in Belgien. Die fehlende Brücke in Luxemburg. Das Unwetter vor Köln.

Gerade soll ich weiter schreiben, habe eine Abgabefrist zu erfüllen, doch fällt es mir schwer, weil ich eigentlich noch in der Sammelphase bin: Lesen, notieren, zusammenstückeln. Wie Frederick und seine Farben. Wieder Frederick. Es fügt sich gerade sehr viel, und das will ich  nicht missen. Der ewige Widerstreit zwischen Ruhigangehen und Gasgeben. Alles hat seine Zeit. Ich aber habe gerade dummerweise mal wieder keine. Muss mein Netzwerk schneller weben.

Draußen scheint die Sonne, der Himmel hinterm Nachbarhaus ist regenblau. Ich muss noch gießen (unterm Dach wird’s nicht regnen).

Die Stille Stunde ist gleich vorbei.

Unterwegs & Daheim

Innerhalb weniger Tage nur habe ich soviel erlebt, unzählige wertvolle Erinnerungen gesammelt wie Frederick seine Farben.

Während der Prolog am Freitag abend noch auf vertrautem Terrain rund um Heidelberg ausgetragen wurde, war ich dennoch bereits überflutet von Eindrücken: Neue Menschen, viele Informationen, neue Namen. Leiden auf den weißen Stein; das Gefühl, nicht schnell genug zu sein. Bergab sausen durch Peterstal und Ziegelhausen: Das ging schon besser. Durch’s Neckartal geknallt zurück nach Heidelberg: So soll’s sein! Der Einstand in die Pfingsttour 2015 war geglückt.

Nach dem sehr frühen Aufbruch am Samstag früh führte uns die Strecke in zwei großen Pelotons langsam aus meinem gewohnten Umfeld heraus: Heidelberg, Eppelheim, immer weiter in Richtung Speyer, dann den Pfälzerwald. Bis zur ersten Pause unterhalb der Kalmit hatte ich den alten Boden verlassen, war ich auf meinem Rad immer weiter auf Neuland unterwegs: Gesicht um Gesicht, Geschichten, Erfahrungen, Witze. Die vorbeiziehende Landschaft. Anfangs sehr langsam, später flotter unterwegs, kurz vor Maikammer dann das erste Mal ein bisschen Schmerz in den Beinen. Der Gedanke: Hab’ ich gestern überzogen? Werd’ ich das schaffen? Wie geht’s den anderen? Verpflegung, weitere Gespräche, immer wieder Staunen, Neues.

Dann die Rennetappe: Jeder für sich. Jeder wie er möchte. Ich gab Gas, soweit es ging und konzentrierte mich auf mich und meine Beine. Unterwegs bin ich dann Rombo begegnet, es ist einfach so passiert, dass wir einander abwechselten in der Führung, bergauf, bergab, immer wieder anderen auffuhren, die wiederum teils mitgingen, so dass wir später eine ziemlich große Gruppe gebildet hatten. Ich leistete einiges an Führungsarbeit, denke ich, und hatte großen Spaß dabei. Die Strecke und Landschaft war wunderschön: Immer wieder einen Blick darauf zu werfen, tat unheimlich gut. Auch Joe war mit von der Partie, mein Bruder selbstverständlich ebenfalls. Bis zur Mittagspause hatten wir das Johanniskreuz passiert und konnten an einem idyllischen Fleckchen die Reserven wieder auffüllen, lagen im Gras, hatten Spaß.

UPDATE: Erste Bilder online.

Auf zur Schlammschlacht!

Morgen erwarten meine Mitstreiter und mich aller Voraussicht nach nasse und kalte Bedingungen beim Granitmarathon in Kleinzell im Mühlkreis (Oberösterreich). Ich habe ein wenig Befürchtungen, dass sich das Rennen keinesfalls einfach gestalten wird: Herumrutschen und Schlamm und Dreck überwinden steht an! Aber man lernt wohl nur auf die harte Tour damit bestmöglich umzugehen und schließlich muss sich jeder denselben Bedingungen stellen. ;)

Ich habe mich entschieden doch noch die kurze Strecke (26 km mit 700 hm) zu bestreiten, da ich momentan einfach zu wenig Zeit habe auch im Training mal richtig lange Strecken zu fahren.

Bericht gibts natürlich danach!

Zuhause & Unterwegs

Ich wollte Euch doch noch erzählen, was ich am kommenden verlängerten Wochenende vorhabe:

Dabei bin ich in der Sache relativ kurzfristig für meinen Freund eingesprungen, der stattdessen aus Jux und Tollerei mit Bekannten ein 12-Stunden-Rennen in der Staffel bestreiten wird. Und das wiederum ist es, was mir ein spannendes Wochenende auf dem Rennrad beschert, gemeinsam mit erstens meinem Bruder, der auch mit von der Partie sein wird, und um die 60 Mitstreitern, denen ich morgen Abend allesamt zum ersten Mal begegnen werde.

Freitag
Am morgigen Freitag nämlich geht es abends los, unser Abenteuer, mit einem kleinen Prolog: Wir treffen uns in Heidelberg, und wie ich bisher mitbekommen habe, reisen die Teilnehmer aus ganz Deutschland und sogar der Schweiz an. Während dem ersten Einrollen werden einige sicherlich noch im Auto oder (dank offiziellem Ende des GDL-Streiks hoffentlich auch unbehindert) im Zug sitzen; ein paar mehr dann sicherlich schon beim anschließenden gemeinsamen Abendessen anwesend sein.

Ob das Einrollen am Vorabend so sehr entspannt sein wird wie ich es mir insgeheim vielleicht erhoffe, ist übrigens fraglich, denn bereits hier sind sowohl der Modus  “gemeinsam” als auch “Rennen” zur Orientierung angegeben.

Das Gesamtprogramm
Richtig zur Sache gehen wird es aber in jedem Fall dann ab Samstag früh (sehr früh, genauer gesagt!), wo wir die erste von insgesamt 3 Etappen angehen werden. Wie oben schon erwähnt, variiert der Fahrtmodus unterwegs: Teils wird in Kleingruppen (wir wurden hierzu in “Teams” aufgeteilt), teils eigenverantwortlich im Rennmodus und streckenweise wiederum mit allen gemeinsam im geschlossenen Verband gefahren. Jede Tagesetappe ist zudem nochmals unterteilt in 2 – 3 Teilabschnitte; dazwischen sind Pausen angesetzt, wo wir mit Essen und Getränken, mittags sogar ganzen Mahlzeiten, versorgt werden bzw. uns  in den Begleitfahrzeugen um- und aufrüsten können.

Wir starten am Samstag  in Heidelberg und beenden unsere Reise am Montag im Laufe des Tages in Köln. Die Streckendaten kann man hier einsehen und dabei rasch feststellen: Der direkte Weg  ist mit Sicherheit ein anderer.

Samstag
Am Samstag rollen wir noch größtenteils eben von Heidelberg über Schwetzingen und Speyer nach Maikammer. Die zweite Teilstrecke des Vormittags führt uns von Maikammer aus in die Tiefen (bzw. Höhen) des Pfälzerwaldes: Erstmals werde ich die Kalmit live erleben (ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich bisher nicht einmal mit dem MTB dort unterwegs war!), wir halten uns südlich von Lambrecht (da immerhin war ich schon) und fahren über das Johanniskreuz (wo ich, wenn wir schon dabei sind, sowohl mit dem Geländerad als auch dem Straßen-Motorrad bereits war) bis zu einem kleinen Örtchen nahe Schopp, Queidersbach und Bann und somit 3 Pfälzer Käffern, die sich mit ihren Radsportveranstaltungen nichtsdestotrotz und teils über Jahrzehnte hinweg einen Namen gemacht haben. Diesen Teil beschreibe ich nicht nur langwieriger, der wird sich auch dementsprechend gestalten, könnte ich mir vorstellen; denn hier sammeln wir die ersten handfesten Höhenmeter.

Auf dem dritten Abschnitt, am Samstag Nachmittag also, befahren wir dann auch den schönen Anstieg aus Queidersbach hoch auf die berüchtigte windige Ebene und dann immer weiter, hoffentlich fleißig, bergauf und bergab zwischen Landstuhl und Zweibrücken durch den Pfälzerwald nach Nordwesten – und mit St. Wendel über einen weiteren Kultort des deutschen Radsports (und da hinten war ich wirklich noch nie!) – hin zu einem kleinen Fleckchen am Rande des Saarlandes.

Sonntag
Der Sonntagmorgen bringt neue Herausforderungen (abgesehen vom frühen Start in den Tag natürlich): Über Wadern kehren wir in die Pfalz zurück und kommen durch Saarburg, bevor wir kurz vor Grevenmacher doch tatsächlich mit der Mosel auch noch die Grenze von Deutschland nach Luxemburg überqueren und am südlichen Rand von Echernach an einem See (dem Lac d’Echternach, wer hätte das gedacht?) Zwischenhalt machen.

Am Nachmittag überqueren wir die Sauer und folgen auf deutscher Seite eine Weile lang ihrem Verlauf, halten uns dann aber gen Norden und kommen schon bald in eine Region, die allein auf der Landkarte bereits vielversprechend wirkt: Kaum Siedlungen, viele Kilometer schmaler und gewundener Sträßchen, viel Grün und Blau. Höhenmeter sowieso. – Oh, die Höhenmeter! Sie werden mich umbringen. Ich werde es lieben. (Und hoffentlich scheint die Sonne!) – Irgendwo auf diesem Teilstück übrigens befindet sich sicherlich zu Recht auch die sonntägliche “Rennetappe”. Nach einem weiteren Abstecher auf luxemburgische Seite überqueren wir dann noch die Grenze von Luxemburg nach Belgien und  pedalieren dort bis kurz vor dem Tagesziel entlang der Our. In Belgien wird somit ein langer und ereignisreicher Tag zu Ende gehen.

Montag
Der Montag ist der letzte Tag unserer Reise, aber nein, es wird mitnichten ein langweiliges Ausrollen sein! Wir starten ein letztes Mal zeitig am Morgen bei Burg-Reuland in Belgien und bekommen auf dem Weg in Richtung Norden sicherlich einiges vom Land zu sehen. Auf der Landkarte präsentiert sich die Region wiederum ganz anders und ich bin gespannt, die seltsam klingenden Ortsnamen real am jeweiligen Straßenrand lesen zu dürfen: Das wird gut!

Irgendwann kommen wir am Bütgenbacher See vorbei, sind trotz der deutschsprachig angehauchten Bezeichnungn jedoch immer noch auf belgischem Terrain. Die Grenze zurück in die Bundesrepublik nehmen wir ein wenig weiter nördlich und kommen so tatsächlich nahe an Monschau vorbei: Mein Vater hatte die Region mehrfach erwähnt, seit er weiß, dass wir “da oben” mit dem Rad unterwegs sind, weil er nämlich ein sehr idyllisches Tal dort mit dem Motorrad befahren und in bester Erinnerung hat.  – Wir sind also wieder in Deutschland und stoßen irgendwann dann auch auf die Rur und einen beeindruckenden Stausee, der aus Rur und Urft gespeist wird. Eigentlich sind es, wenn ich es recht sehe, zwei Seen, in die die beiden Flüsse münden und die wiederum sich zu einem langen Stausee vereinen. Mal sehen, ob das in real auch so toll aussieht! In Einrur pausieren wir.

Der Nachmittag dann , immerhin noch 90 km misst dieses allerletzte und tendenziell wieder flachere Teilstück unserer Reise, führt uns in einer weiten Schleife südlich des Seengebildes und dann wieder unmittelbar am östlichen Ufer vorbei; anschließend geht es von Südwesten her weiter nach Köln.

Fazit
So, nachdem ich jetzt schon vor der großen Fahrt einen ausführlichen Reisebericht geliefert habe, kann ich mich hinterher kurz fassen, zumindest was die Routenbeschreibung angeht. Wer weiß, vielleicht tu’ ich das sogar? – Ich fürchte jedoch, dass nicht: Ich werde viele neue Leute kennen lernen, wir werden gewaltig ‘was erleben; ich werde hart kämpfen müssen; Verrücktes zu berichten haben; die Navigationsfunktion meines Sigma Rox gründlich austesten. Last, but not (at all) least habe ich ein nagelneues Paar Schuhe edelster Schweitzer Bauart an den Füßen.

Gerade sitze ich in einem meiner Lieblingsräume im Haus meiner Eltern, das von einem tollen Garten umgeben ist. Ich arbeite, nippe gelegentlich an Kaffee oder Tee, genieße die Sonne und das Vogelgezwitschere draußen. – Und morgen geht es los!

 

Der tägliche Wahnsinn

Auch ich lass mal wieder von mir hören. Ich muss gestehen nach dem missglückten “Rennen” (wo ich definitiv mit zu hohen Erwartungen meinem Körper gegenüber rangegangen bin) hab ich mich ein wenig zurückgezogen da ich enttäuscht und deprimiert war…jetzt ist das anders. Ich weiß dass es nunmal einfach auch mal Rückschläge oder schlechte Tage gibt und die guten kommen ganz bestimmt auch wieder. Also hab ich mich direkt für den nächsten Marathon angemeldet, diesmal bewusst die Kurzstrecke um auf 25km alles zu geben. ich hoffe es gelingt mir.
Sonst ist im Moment alles wie immer. Tagsüber der Bürostress, abends dann Radfahren, gemütliches beisammensein mit meinem Freund oder Freunden, oder wir gehen ins Studio um unser Krafttraining zu absolvieren. Es geht mir gut, das Knie hat seit dem Rennen auch keinen Mucks mehr gemacht und ich dehne es immer ausgiebig (was sicherlich gut tut). Heute scheint wieder die Sonne und ich freue mich auf ein schönes Techniktraining später :)

Fortschreibtage

Groß überlegen muss ich nicht, was derzeit bei mir passiert: Ich schreibe, ich lese, ich recherchiere (Reihenfolge allerdings eher umgekehrt). Ich versuche, Deadline um Deadline einzuhalten, reiche ein, erhalte eine Rückmeldung und fange von vorn an: Immer neue Aspekte, neue Bereiche des Themas, neue Tiefen und Untiefen. Es ist spannend, aber oft auch viel. Ansonsten trainiere ich und versuche nebenher, den Kühlschrank und meinen Magen nicht zu leer bzw. schlecht gefüllt werden zu lassen: Heute ist Ruhetag, also nur ins Studio und zum Physiolates-Kurs in einer Physiopraxis am Ort. Vor dem Frühstück habe ich meine Texte weiter gelesen; später dann waren wir mit Schuhplatten neu ausrichten, Vorbau noch einmal umschrauben und sonst ein paar Details am Rad ändern beschäftigt; außerdem habe ich mich an Paul Lange (Deutschlandvertrieb von Shimano) gewendet, weil meine XT-Bremse noch immer undicht ist:

Die Schuhplattengeschichte folgt auf einen Besuch beim Orthopäden, woraufhin ein Orthopädieschuhtechniker mir Sporteinlagen fertigte und noch einmal auf die Radschuhe anpasste. Auch empfahl er eine leichte Modifikation der Einstellungen, was wir nun auch  an den übrigen Schuhpaaren vorgenommen haben.

Der Vorbau ist eine weitere Geschichte: Ich hatte durch die 120er Gabel am Körpergröße-bedingten Minirahmen meines Hardtails ein suboptimales Fahrverhalten bei steileren Anstiegen. Die 120er jedoch hatte sich bewährt; also beschloss ich, mir meine 26″-Version eines 29″-ers zu bauen: Also musste ein Negativvorbau her. Der sieht übrigens gut aus (meine Befürchtung…), fährt sich vor allem aber bestens. Wir haben nun auch den letzten Spacer darunter entfernt und die Bremshebelwinkel nochmals etwas adaptiert.

Die Bremse hatte letztes Jahr einfach nicht mehr gut funktioniert, nach nur einer Saison. Unser (wirklich erfahrener und fähiger) Zweiradmechanikermeister konnte nach Wartung und Ölwechsel keine weitere Ursache feststellen, aber die Bremse funktionierte einfach nicht richtig. Dann bemerkten wir, dass sie am Hebel kaum sichtbar undicht war, so dass sie langsam, aber permanent Öl verlor. Sie war eingeschickt worden, wurde aber so wie sie war vom Service zurück geschickt, ohne Begründung. Da ich das  nicht zu akzeptieren bereit bin (XT-Bremse), habe ich also nun eine direkte Mailanfrage  mit Fotonachweisen erstellt und verschickt: On verra…

Gleich geht’s ins Studio, ich werde mich beeilen müssen, denn ich muss noch zum besten Selber-Bäcker der Stadt vor dem Physiolates (gut für Haltung, Atem, Achtsamkeit).

Heute Abend weiter lernen. Und morgen erzähl’ ich Euch vielleicht schon, was ich über Pfingsten Schönes vorhabe.

 

Katzenbuckel-Marathon 2015

Das für mich zweite Rennen der Saison ist Geschichte; wieder einmal hat sich die Fahrt in den Odenwald gelohnt: Der Katzenbuckel-Marathon um die gleichnamige höchste Erhebung des Odenwaldes wird zwar in Runden gefahren, und das mag ich nicht so gerne, bietet aber eine recht abwechslungsreiche Strecke einschließlich ein paar netter Trails, auch bergauf. Schon im Vorfeld war ich müde gewesen und wusste, dass ich mich würde quälen müssen. So kam’s dann auch….

Erst mal aber freute ich mich am Start sehr, als plötzlich Annette neben mir stand: Wir hatten uns wieder eine Weile nicht gesehen. Nach dem Startschuss fuhr ich nicht zu hart und beschloss sehr rasch, zwar trotz schmerzender Beine und trägem Kreislauf zu kämpfen, nicht aber zu sehr über’s Limit zu gehen. Nicht erstaunt war ich dementsprechend, viel allein und natürlich auch sehr langsam unterwegs zu sein. Frustrierend war es aber trotzdem.

Als gegen Ende der 1. Runde plötzlich Annette bei mir war, hat mich das aber dann doch gewaltig überrascht: Sie ist eine Blitzstarterin, stark am Berg und hätte die vielen Schotter- und Waldwegpassagen eigentlich genutzt, mir längst weit voraus zu sein. Stattdessen sah sie völlig erschöpft und abgekämpft aus und meinte, sie wolle aussteigen. Sie hatte eine Erkältung und fühlte sich schlecht. So hing sie hinter mir, die ich nicht besonders schnell war, und schien dabei immer noch zu leiden. Irgendwann war sie sogar kurz verschwunden und ich der Meinung, sie sei tatsächlich aus dem Rennen gegangen. Nach der ersten Zieldurchfahrt jedoch kam sie von hinten und ihre Haltung war eine andere. Sie fuhr von vorn und gab mir in einer sehr windigen Passage ein wenig Windschatten.

Schon nach kürzester Zeit hatte ich den Eindruck, dass sie stärker wurde und ihre Idee, mit mir zu fahren, nicht sinnvoll war. Also schickte ich sie nach vorn mit den Worten, sie solle sich an stärkere Männer hängen und alles geben.

Runde um Runde musste ich kämpfen, das war nicht schön. Die wenigen technischeren Stellen genoss ich, ansonsten bekam ich zu spüren, dass ich keinen Druck hatte. In der letzten Runde noch hat mich eine Hobby-Frau überholt und ich konnte ihr nichts entgegen setzen. Immerhin jedoch hat es für den 3. Platz der Lizenzdamen und zugleich in der Bezirksmeisterschaft gereicht. Darüber habe ich mich natürlich sehr gefreut.

Mein persönliches Highlight war jedoch, dass Annette tatsächlich noch 1. geworden ist und dabei die Zweitplatzierte noch gewaltig distanziert hat! Sie erzählte später, es sei ihr nach hinten raus immer besser gegangen.

Es ist nicht wichtig, dass Annette diese Saison im Trikot ihres Vereins bestreitet. Immerhin erhält sie dort inzwischen eine gute Unterstützung und hat jeden Grund, diese Chance zu nutzen. Relevant ist aber, dass sie sich zu einer richtig guten Mountainbikerin gemausert hat und auch an schlechten Tagen noch das Ruder rumreißen kann.

Ein tolles Wochenende

Am Freitag war ich auf dem 1-jährigen Jubiläum meiner Sponsoren und Freunde Mel und Angi eingeladen. Das Wetter war nicht schön aber die beiden hatten es so schön gestaltet dass man trotzdem trocken und warm sitzen konnte.
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Danke Mel und Angi dass ihr uns unterstützt!

Gestern war es dann ein echt schöner, erlebnisreicher Tag. Morgens schön gefrühstückt, Sachen gepackt und mit Mann und Bike zu meiner Schwester nach Schriesheim gefahren. Dort angekommen, erstmal alle begrüßt denn es waren auch mein Bruder aus Tübingen sowie mein Bruder aus Salzburg mit Anhang gekommen. ich hab mich riesig gefreut alle auf einem Haufen zu sehen! Um elf gings dann gemeinsam mit Bruder, Schwester und 2 Partnern los gen Weißer Stein. Die Tour führte uns über schöne Waldwege und tolle Trails nach oben wo wir kurz anhielten. Das Wetter war auch klasse, die SOnne lies sich blicken und wir hatten wirklich Spaß. Irgendwann ging es heim wo alle ihren Dreck abduschten um dann von einer köstlichen SUppe, die meine Schwester mit viel Liebe zubereitet hatte, überrascht zu werden. Dazu gab es einen leckeren Erdbeerquark und alle wurden satt. Nach einem gemütlichen Kaffee danach ging es dann auf in Richtung Dilsberg. Dort fand eine “Vorhochzeitsfeier” eines sehr guten Freundes der Familie statt und wir hatten sichtlich Spaß zusammen.