Die Tage werden kürzer…

…der Winter kommt. Und ganz ehrlich…es hat zwar viele Nachteile, aber ich freu mich drauf. Auch wenn ich aufgrund des viel zu warmen Novembers nicht wirklich in Winter-(oder auch Weihnachtsstimmung) bin. Ich hoffe das kommt noch? Im November hatten wir noch fast 20Grad an den wärmsten Tagen, fast täglich schien die Sonne und die Winterkleidung konnte man getrost im Schrank lassen. Einzig und allein die Dunkelheit am frühen Abend erinnerte uns daran, dass wir tatsächlich schon Herbst hatten. Seit diesem Wochenende ist das endlich anders: Auch nachts wird es um die 0°C und man hat endlich das Gefühl sich warm einpacken zu müssen wenn man das Haus verlässt :) Ich mag das! Am Donnerstag beginnt bei uns der Mittelalterliche Weihnachtsmarkt und wer geht schon auf einen Weihnachtsmarkt wenn man vom Glühweintrinken schwitzt??? Es muss knackig kalt sein, darf nicht regnen und der Glühwein ist einzig und allein dafür da die Hände (einen kurzen Moment) zu wärmen!

Der Sport kommt leider auch etwas kurz. Zumindest was das radeln betrifft. Abends hat man meist keine Zeit. An den Wochenenden reicht es oft nur für eine kleine Tour und ansonsten nutzt man die dunklen Abende, um sich dem Krafttraining zu widmen. Ich hab einen neuen Plan aufgestellt für meinen Freund und mich und er fruchtet schon :) Ich bin richtig happy endlich wieder Kraft zu bekommen und hoffe dass auch die Kondition bald wieder Fortschritte macht!

Zweiter Tag letzter Schritt

Natürlich sind seit dem Ersten meiner momentanen Zeitrechnung einige Tage vergangen. Ich habe wiederum Tag um Tag dagesessen, gelernt, gelesen, sortiert, mitgeschrieben. Bin ins Studio gegangen und habe mich gewundert, wie müde doch meine Hände vom vielen Schreiben waren.

Trotzdem waren die Krafteinheiten weiterhin große Lichtblicke: Ich werde noch immer stärker, kann bei aller Anstrengung entspannen und den Kopf frei bekommen. Während ich mit rasch lieb gewonnenen Begleitern an meinen Übungen feile, kann ich ganz gelegentlich auch ein bisschen zurück geben an (ja wirklich) Beistand und Ermutigung, die ich so großzügig bekomme.

Auch kam ich wie geplant das eine oder andere Mal auf’s Rad, und die letzten Male waren deutlich angenehmer als der Wiedereinstieg. Das Wochenende über habe ich zwangsläufig wiederum Rad-gefastet, denn die letzten Anstrengungen für die zweite Prüfung laufen auf Hochtouren. Heute Nachmittag ist es soweit.

Während es das letzte Mal bestens lief, hoffe ich heute mehr als ich daran glauben kann, weil mir die Zeit nicht reichen wollte. Irgendwie finde ich das sehr schade angesichts eines absolut spannenden Themenfeldes. Ich habe jedoch das Gefühl, dass ich mich in Zukunft etwas mehr damit werde auseinander setzen können.

Um dem Ganzen etwas Perspektive zu geben: Die dritte Phase soll zunehmend wieder die reguläre Zahl an Radeinheiten ermöglichen, parallel weiter Kraft, klar, und Lernen selbstverständlich ebenfalls. Dieses Mal habe ich aber noch einmal mehr Zeit (für allerdings uuuh, soviel Lernstoff!). Ich freue mich darauf: Auf’s Lernen (weil die Inhalte interessant sind), auf’s weiter Kraft aufbauen, auf’s endlich wieder länger auf dem Rad sitzen und mehr von der Welt sehen.

Last, but not least, will ich endlich den (noch ganz “frischen”) Nachwuchs meiner besten Freundin aus Kindheitstagen sehen, die über die Jahre immer treu zu mir gehalten hat, will meinen Papa sehen, der sowieso der Allerbeste ist, ein paar Menschen treffen und sprechen, die ich vernachlässigt habe. Weil Radfahren nicht alles ist.

Uh, ah, tut das weh!

Ich tue  mich schwer mit dem überall propagierten “Saisonanfang”. Nach einer konsequenten und doch recht langen Winterpause (, die dummerweise profesioneller ausgefallen ist als das Training davor,) fällt mir der Wiedereinstieg nicht leicht: Die Beine sind eigentlich nicht so schwer, es ist vielmehr der gesamte Körper, der ächzt und jammert, der die Beine nicht drehen, das Blut nicht fließen lassen will. So fühlt es sich an. Ich weiß, es ist jedes Jahr so. Das hilft mir, dennoch zunehmend häufig kurze Einheiten einzubauen. Immer häufiger macht es auch wieder Spaß, Spaß im Schneckentempo quasi. Erst recht bei diesen Temperaturen und inmitten herbstlicher Farbexplosionen.

Nun, aber nach einem Tag wie gestern, als ich wahrhaftig und tatsächlich früher nach Hause zurück gekehrt bin, weil es mir gereicht hat, bilanziere ich  nicht ganz so optimistisch, wohl, weil es doch recht selten vorkommt, dass die Anschläge auf mein Leben derart gehäuft auftreten und knapp ausgehen. Das war mir irgendwie zuviel.

Ich bin froh, dass ich inzwischen ziemlich gut und routiniert reagieren kann, so dass Zwischenfälle bisher immer glimpflich verlaufen sind. Und bald sicherlich auch wieder routiniert rolle.

Erster Tag letzter Schritt

Ist es der erste Tag des letzten Schrittes? Der erste Schritt der letzten Schritte? Der letzte Schritt.  Wie dem auch sei, so denkwürdig erscheint mir das Ganze ohnehin nicht, eher beträchtlich unangenehm. Im Nachhinein vielleicht. Ich hoffe es.

Im ganzen Trubel ist für mich völlig unter gegangen, dass ich die Arbeit abgegeben habe, also abgeschlossen, fertig gebracht. Wie auch immer das Ergebnis aussehen wird. Doch das ist fast schon Nebensache: Abgehakt, das ist es, was zählt!

Heute die erste Prüfung des allerletzten Prüfungsblocks; und ja, ich bin selbstverständlich etwas nervös, hatte in den letzten Tagen bereits ein paar dieser furchtbaren Momente, wo Du denkst, Du schaffst es ganz bestimmt niemals.

Die Kerze, die mich in den letzten Tagen treu begleitet hat, ist heute früh ausgebrannt gewesen. Ein fast schon plattes Symbol für all die stillen Stunden am Schreibtisch. Die nächste Kerze liegt schon bereit: Prüfung Nr. 2 wartet. Viel zu früh, doch ein anderer Termin war nicht verfügbar. Aber darum kümmern wir uns heute gewiss nicht!

Ein paar Stunden hatte ich den Morgen für mich. Das ist die schönste Zeit des Tages.