Wieder einmal einer dieser Tage.

Ich bin schon viel zu lange am hin und her rennen, um dies und jenes kurz mal eben zu erledigen. Vorhin erst habe ich die Laufräder meines Crossers gewechselt und hoffe, dass der Hinterreifen morgen früh nicht platt ist – er war so weich, obwohl ich kürzlich erst nachgepumpt hatte (und ja, ich habe vor, recht früh schon nochmal schnell danach zu schauen morgen). Und wollte eben Schluss machen für heute, da fiel mir auf, dass ich noch essen muss, und zwar recht dringend. Also auf in die Küche.

Derweil schießen die Gedanken, springen wild umher. Kein Wunder eigentlich, denn was das Jahr auf Lager hatte, war ganz genauso: Bunt gemischt und immer für eine Überraschung gut. Und bei all dem Trubel ging’s doch stets voran, im Nachhein gesehen.

Und so tue ich auch heute nichts, was ich nicht sonst auch täte:  Weil zwischen morgen und übermorgen nichts andres liegt als ein symbolischer Grenzstein. Gelebt wird jeder Tag für sich. Und wer gestern nicht innehalten wollte, wird es auch morgen nicht tun.

Kauf Dir was!

Kauf, kauf, kauf! In E-Mails, auf allen Homepages, in Geschäften, der Zeitung: Überall lauern Angebote, Anzeigen, Aufforderungen, zu kaufen für die Freunde, Familie, Dich selbst.

Das fällt mir zugegebenermaßen dieses Jahr so besonders auf, weil ich erstmals nicht “mitmachen” kann. Um mein Diplom endlich in der Tasche zu haben, habe ich alle Nebenjobs gecancelt, seit einiger Zeit schon, und während ich weiterhin gut versorgt bin und obwohl ich seit dem Sommer schon bemüht bin, habe ich es nicht geschafft in diesem Jahr, Geschenke zu besorgen. Und weil die Zeit ebenfalls knapper war als sonst, konnte ich auch nichts selbst machen.

Somit prallen all diese Konsumgeschichten unfreiwilig, wohl aber lehrreich an mir ab, und ich bin in der ungewohnten, nicht gänzlich angenehmen Lage, mich beschenken lassen zu “müssen”, ohne selbst schenken zu können. Und, oh, ich schenke gern. Sehr gern! Das Beschenktwerden habe ich Jahr für Jahr vergessen, weil ich so damit beschäftigt war, Ideen zu spinnen und zu realisieren. Eswar mir auch gar nicht so wichtig, obwohl ich mich dann umso mehr gefreut habe, selbstverständlich.

Nun, es fällt mir schwer, einfach nur zu nehmen. Dabei ist das doch die Botschaft von Weihnachten: Dass das kleine Jesuskind unter prekären Umständen geboren wird, einzig für uns, und wir nichts zu geben haben. Die Weihnachtsbotschaft ist für mich sehr wichtig, und wahrscheinlich ist es ganz heilsam, dass ich gezwungen bin, sie ein wenig bewusster zu erfahren als sonst.

Wer schenkt, sollte nichts zurück erwarten. Wer beschenkt wird, sollte aber auch nicht unbedingt “zurück schenken” müssen: Annehmen können und freuen! Zumindest nicht sofort und “gleichwertig” und solchen Mist, der das ganze Ding ziemlich verderben kann. Ich lerne also, und glaubt mir, ich habe so viele Ideen, dass nächstes Jahr die Post abgehen wird!

Und das Wichtigste am Weihnachten feiern ist und war doch ohnehin immer das Zusammenkommen, einander auf die Nerven gehen, aber auch unglaublich viel Spaß teilen, miteinander Essen, Spaziergänge machen (Weiße Weihnacht hin oder her), Brettspiele, Plätzchen futtern bis zum Umfallen, all das. Geschenke sind natürlich toll, aber ich könnte auch ohne sie leben (, wenn auch ungern).

Hohoho, und ich habe natürlich radsportliche Pläne über die Feiertage, und hoffe sehr, dass ich endlich so fit bin, dass ich sie auch umsetzen kann.

Auf der Gewinnerseite…

Eine Woche Fieber, Gliederschmerzen, Kopfweh, Schnupfen und Husten: Das volle Programm. Eine Woche schlechter Schlaf, keine Luft bekommen, keine Kraft haben. Und all das unmittelbar vor einer wichtigen Prüfung! – Alles in allem zieht sich das Ganze nun schon die zweite Woche; aber ich bin inzwischen “fast schon wieder” gesund, kann endlich schlafen, war gestern Essen kaufen, jetzt, wo ich wieder etwas schmecke und er Appetit sich zurück meldet (allerdings danach beinahe bettreif). Die Prüfung musste ich ja verlegen, und das war die einzig richtige Entscheidung, wiewohl sie mir sehr schwer gefallen ist.

Eben habe ich die allererste “Einheit” hinter mich gebracht, und zwar auf der neu gewonnenen Faszienrolle von Artzt. Puh, und da merkt man, 2 Wochen nicht gerollt haben. Regulär rolle ich im Studio grundsätzlich ausführlich nach dem Training, und lockere gezielt bestimmte Muskelgruppen auch vor dem Training. Wenn man das regelmäßig tut, vergisst man ganz, wie sehr es weh tut, wenn man genau das nicht macht…. – Auf jeden Fall war es überfällig und hat sehr gut getan. UND ich kann das ab jetzt nach Belieben zuhause tun.

Was mir wichtig ist: Sich gut auskurieren, nicht einseitig zu trainieren, immer auch “nachhaltig” zu denken in Training, Wettkampf und Alltag.

1. Sport treiben für Kopf & Körper
2. Keinen Fortschritt auf Kosten der Gesundheit

3. Und wenn ihr “gute Vorsätze” sportlicher Art für’s nächste Jahr fassen wollt:
A) warum nicht sofort anfangen?
B) kleine Schritte, aber jeden Tag: Wenn ihr jeden Tag nur 15 Minuten spazieren geht, das aber langfristig durchzieht, ist das allemal besser als 1x 30 Minuten joggen (und danach 2 Wochen nicht mehr gehen zu können).

Fällt Euch noch was ein?

 

Auszeit

Ja die genehmige ich mir im Moment. Warum werdet ihr noch erfahren. Fakt ist dass im Moment an Sport leider nicht zu denken ist. Zumindest seit 1Woche.

Geduld ist eine Tugend!

Ich vermisse das Radfahren sehr….aber im Moment bin ich froh wenn ich den Tag überstehe :) Man muss also einfach abwarten und sich freuen wenns wieder möglich ist. Und dann genieße ich den Moment wenn ich endlich wieder aufm Rädle sitzen darf

Über das Glück, aufzugeben und ein Licht am Horizont

Es geht mir zum ersten Mal seit Tagen besser heute, und zwar sowohl körperlich (fieberfrei letzte Nacht) als auch vom Kopf her:

Die gesamte Woche über hatte ich den ganzen Tag über meinen Büchern bzw. am Bildschirm geklebt, obwohl es mir beschissen ging, um es deutlich zu sagen, habe literweise Tee getrunken und Kaffee, mich zum Essen gezwungen (in allen Fällen war eigentlich gleich, was ich zu mir nahm, weil ich einzig Temperatur- und Konsistenzunterschiede wahrnehmen konnte) und gelernt, gelernt, gelernt. Voran kam ich nicht, weil ich immer kaputter war. Ich saß frierend oder schwitzend da, wechselweise in Decken gehüllt oder bei abgestellter Heizung, und mühte mich ab, hatte teils am Ende des Tages kaum etwas behalten, und wurde immer verzweifelter, erst recht, als mir auch noch die Stimme abhanden kam.

In weiser Voraussicht schrieb ich dem Professor vor dem Wochenende noch eine Mail. Aber erst gestern, als gar nichts mehr ging, sah ich – sehr zögerlich – ein, dass ich so keine Prüfung bestreiten kann. Selbst wenn die Stimme komplett wieder kommt bis nächste Woche. Ich bin krank. Und brauche Ruhe. Ich kann nicht ausreichend lernen vorher, wie auch immer ich mich anstrenge.

Also war ich nicht ganz so spät schlafen wie die letzten Tage, habe für meine Verhältnisse lange geschlafen, in Ruhe gefrühstückt (ich schmecke immer noch fast nichts), entspanne. Langsam akzeptiere ich, dass ich die Prüfung zu einem anderen Termin erst hinter mich  bringen kann.

Es ist nicht von ungefähr, dass ich krank geworden bin. Es gab auf gleich mehreren Ebenen heftige Dinge, die ich zu verarbeiten hatte: eigene Sorgen, Sorge um andere, mehrere Todesfälle, eine Geburt unter besonderen Umständen, Leute in meinem unmittelbaren Umfeld, denen es nicht gut geht, gesundheitlich, psychisch, alles auf einmal selbstverständlich. Dazu der Stress der Vorbereitung. Training.

Der 3. Advent ist heute, und laut Internet steht die 3. Kerze für die Freude, das berühmte: “Freuet Euch im Herrn allezeit.” Ich blicke ehrlich gesagt, das Kirchenjahr so was von überhaupt kein bisschen, aber ich mag den Gedanken, dass jeder Adventssonntag ein weiterer Schritt der Vorbereitung ist auf das, was Weihnachten eigentlich bedeutet. Und so freue ich mich heute einfach.

Ein Licht am Horizont in sportlicher Hinsicht ist nicht nur meine etwas bessere Befindlichkeit, sondern vor allem auch die Nachricht, dass der LBS-Cup Mountainbike im kommenden Jahr endlich, endlich auch Lizenzrennen für Damen beinhalten wird! Es gibt in unserer Region, also dem Norden Baden-Württembergs, ohnehin sehr wenige Rennen, erst recht keine der Crosscountry-Disziplin. So war es ärgerlich und traurig, dass die einzige Rennserie hier anfangs überhaupt keine Lizenzwertungen anbot und dann nur für Herren. Allerdings war die Begründung nachvollziehbar: Schon in der Hobbyklasse waren kaum Damen am Start (ich aber bspw. konnte, seit ich eine Lizenz habe, gar nicht mehr starten).

Darum bitte: Werbung machen, anderen erzählen, als Besucher kommen oder selbst am Start stehen! Wir wollen die Veranstalter unterstützen, die diesen Schritt mühevoll selbst durchkämpfen mussten und schließlich ermöglicht haben!

 

Grün & Geschmacklos

Ich bin krank. Seit einigen Tagen schon, und viel zu früh freute ich mich, als Mitte der Woche das Fieber endlich weg war. Gliederschmerzen, Fieber, Mattigkeit. Dann zunehmend Schnupfen, Husten, Heiserkeit. Gestern hatte ich fast keine Stimme mehr, letzte Nacht kam das Fieber wieder und ich bin wieder einmal ziemlich erschöpft aus dem Bett gestiegen.

Es ärgert mich natürlich, dass ich nicht trainieren kann, gerade jetzt, wo das Wetter so toll ist: Tag für Tag scheint die Sonne, stören höchstens ein paar Nebelfelder den strahlenden Gesamteindruck. Aber das ist eigentlich fast Nebensache; das hartnäckige Kranksein nervt vor allem deshalb, weil ich lernen muss und nächste Woche eine wichtige Prüfung ansteht. Ich lerne auch brav jeden Tag, komme jedoch kaum voran: Der Kopf brummt und ich kann mir nichts merken. Ich bin erschöpft. Ich ärgere mich. Ich kämpfe und komme doch nicht voran. Das wiederum ängstigt mich: Die Prüfung ist doch bald! Ich putze fleißig Waschbecken, Flächen, meine Hände: Nicht auch noch andere anstecken.

Ein Vorteil an dem ebenfalls fast gänzlich abhanden gekommenen Geschmacksinn: Ich kann Pralinen essen, die ich eigentlich nicht mag. Und mein “Green Smoothie” kann grün sein wie er will: Ich kippe ihn unerschrocken in die Mundhöhle; schließlich schmeckt ohnehin alles mehr oder weniger gleich.

Ein bisschen  jammern, ein bisschen Humor. Das wird schon wieder.