Freud & Leid – Service ohne Sonnenschein

Gestern abend kam ich wirklich müde nach Hause: Ein langer Tag, deutlich länger als geplant, und ich hatte nicht eingekauft vor den Feiertagen. Also noch einmal das Stadtrad geschnappt, Lämpchen angebracht und los ging’s durch die Dunkelheit in Richtung Supermarkt. Dabei über das unscheinbare Päckchen gestolpert, das mir jemand vor die Tür gelegt hatte.

Später – Einkäufe weggeräumt, Essen gemacht, Ordnung geschaffen – war es höchste Zeit, den kleinen Karton zu öffnen. Von Sigma! Mein Rox?! Montag abend hatte ich ihn zur Post gebracht, gestern schon die Lieferung: “Hoffentlich haben sie ihn reparieren können!”, denke ich, und lese dann, dass ich ein komplett neues Gerät bekommen habe. Auf Garantie/aus Kulanz. Und freue mich enorm. Mehr Service geht nicht!

(Gott sei dank vergessen die Tage, als ein anderer Hersteller meine eingeschickte Pulsuhr nicht mehr finden konnte, die übrigens seit dem ersten Batteriewechsel durch den Service nicht mehr richtig funktioniert hatte, mir Rechnungen und Mahnungen schickte, ohne das Gerät repariert zu haben, mich schließlich nach wiederholt monatelangen Wirrungen wissen ließ, dass eine hundsteure Uhr nach nur sechs Jahren nicht mehr zu reparieren sei.)

Morgen steht das erste Rennen an, auf der Straße. Die ganze Woche schon wollen meine Beine nicht locker werden, bin ich müde und abgespannt, kämpft mein Körper gegen das neueste “Mitbringsel” meiner immerkranken Mitbewohnerin. (Wenn man stets den “latest shit” an Erkältungskrankheiten möchte, ist man bei ihr – aka “Keimschleudermutterschiff” – wahrhaft an der richtigen Adresse.) Ich bin brav, ruhe aus, wo möglich. Ich fahre, um zu überleben. Wie auch immer das Wetter sein wird, ich werde es genießen. Und am Montag ebenso!

Die Vorbelastung findet schon mal wohl im Regen statt. Bisher nur Niesel, immerhin. Mein nagelneuer Sigma Rox 10.0 GPS (ich lass’ mir den Begriff auf der Zunge zergehen) ist wasserdicht. So!

Test, Test, Test.

Wir sind sehr dankbar, dass wir unter anderem von Engelhorn Sports unterstützt werden. Im Zuge dessen können wir Euch beispielsweise die Gewinnspiele anbieten (bald schon ist es übrigens wieder soweit) und immer wieder auch Produkte verschiedener Hersteller auf Herz und Nieren prüfen.

Gleich zwei solcher Produkte, die ich jeweils mit Begeisterung verwendet habe, stehen nun einmal mehr auf dem Prüfstand:

1. Meine wirklich genialen Rennradschuhe des Schweitzer Herstellers Suplest möchte ich nicht mehr missen, einfach, weil sie auch nach Stunden noch super bequem sind und bis ins letzte Detail durchdacht. Ich habe mir kürzlich erst neue Einlagen dafür fertigen lassen.

Am Wochenende ist eines der Geh-Absatz-Teile abgefallen, das ich nun gerne ersetzt bekäme. Ich habe es samt Foto eingeschickt und werde sehen, was geschieht.

2. Seit längerem schon habe ich ein paar Schwierigkeiten mit dem Sigma Rox 10.0 GPS, dem Radcomputer mit einfacher Navigationsfunktion, der mir ebenfalls längst treuer Begleiter ist.

Damals hatte ich gleich mit dem Service telefoneirt und eigentlich vereinbart, ihn rasch einzuschicken. Das wiederum aber habe ich lange vermieden, weil ich ihn ja oft und gern nutze; doch es ließ sich nun wirklich nicht mehr aufschieben. Heute endlich habe ich ihn erstens bei der Post aufgegeben und zweitens per E-Mail den Service darüber informiert. Ich werde Euch gleichfalls wissen lassen, was passiert.

Die Kuh Elsa

Es regnet. Wie ein zarter Schleier überzieht der Regen das Land, und ich schätze, die Natur sehnt sich danach etwas mehr als ich das tue. Die letzten Wochen habe ich endlich mehr Zeit gehabt, viel mehr Zeit, und versucht, gut zu trainieren. Anfangs hatte ich keine Pausen, denn ich habe den Spagat zwischen Training, Alltag und Krankenhaus nur gerade so hin bekommen und hatte oft nach dem Duschen nicht einmal zum Essen Zeit, um die Bahn zu erwischen.

Das Krankenhaus ist nun aber – und hoffentlich dauerhaft! – Geschichte, so dass ich nach vorn blicken und mich etwas mehr meinem eigenen Leben widmen kann. Dennoch spüre ich deutlich, dass ich längst nicht so erholt bin wie ich es sein sollte, und zudem nicht wettkampfbereit. Aber das lässt sich zumindest kurzfristig nicht ändern, ich tue, was ich kann und schaue, was möglich ist.

Am heutigen Ruhetag habe ich ein paar Termine und Pläne, ansonsten steht mir ein erfreulich geruhsamer Tag bevor. Und der Regen passt mir ebenfalls gut in den Kram.

PS: Die Kuh Elsa, das ist eigentlich eine ganz andere Geschichte.

2. Update: Nivea Protect & Shave

Seit ein paar Wochen ist der Rasierer nun schon im Dauerbetrieb: Beine, Achseln, Bikinizone. Weiter sind die Klingen scharf, funktioniert das Schwunggelenk bestens und ich kann nicht klagen. Der Crèmefilm auf dem Rasierkopf ist dünner geworden, aber noch immer vorhanden. Ich werde weiter darauf achten, wann es gänzlich aufgebraucht ist.

Immer noch freue ich mich darüber, dass ich nicht aufpassen muss, mich zu schneiden, was bei meinem bisherigen Rasierer ziemlich schnell vorkam.
Es gibt noch immer keine Informationen zum Thema Wechselklingen, was selbstverständlich viele interessiert hat. Ich lasse Euch wissen, sobald ich etwas weiß.

 

Nasse Wochen

Mein zweiwöchiges Trainingslager zuhause ist zuende. Obwohl es fast jeden Tag heftig geregnet hat und ausnehmend windig war, ich zudem die meisten Tage alleine (und oft sehr langsam) unterwegs war, konnte ich aus meiner Sicht das meiste heraus holen und bin absolut zufrieden. Wenn man sich darauf einstellt, kann man auch bei zwei Grad und Regen sechs Stunden im strömenden Regen fahren, ohne dass es einem dabei schlecht gehen muss. Das habe ich erstaunt festgestellt.

Ich habe unter anderem einige Orte des #wintermemory angefahren und hatte so jeweils ein oder gleich mehrere Ziele. Das Wintermemory ist eine Facebook-Gruppe, deren Mitglieder Selfies von Orten in der jeweiligen Region einstellen, die wiederum andere Mitglieder in der Fole anfahren können und dies in Form eines eigenen Selfies vom entsprechenden Ort jeweils dokumentieren. (einfach mitmachen, wenn ihr Lust habt)

Jetzt wird ein paar Tage ausgeruht, dann geht es weiter.

Sturm, Regen & Sturkopf

Ich habe eine Art “Zuhause-Trainingslager”  eingeläutet, weil ich gerade endlich wieder Zeit habe, weil ich außerdem nicht mit verreisen konnte, während andere – u. a. mein Liebster – im Warmen pedalieren dürfen.

Während manches von alleine richtig wird, bspw. mein Zeugnis doch noch ausgestellt wurde und gestern endlich im Briefkasten lag, oder auch der eine oder andere Plan richtungsweisend scheint und sich richtig tolle Möglichkeiten ergeben, ich liebe Freunde wieder sehe und schöne Erfahrungen mache, sind andere Dinge immer und immer wieder eine Herausforderung:

Wie manche bereits wissen, ist mein Vater wieder in der Klinik und es geht ihm mal besser, mal schlechter. Manchmal ist mir das einfach zuviel. Trotzdem und erst recht habe ich mein “Trainingslager” im Alleingang gestartet, aber es ist hart, wenn ich nach mehreren Stunden auf dem Rad schnell dusche und in die Klinik fahre, oder dort eine Verzögerung eintritt, so dass ich wiederum spät am Nachmittag erst in die Pedale treten kann. Zudem habe ich für diese Woche eine weitere Verpflichtung, so dass ich mehrfach am Tag zwischen drei Orten hin und her fahren muss.

Oh, und dann der Regen und der starke, oft böige Wind. Seit Tagen. Hoho, aber ich rede mir ein, dass so jeder Kilometer einmal mehr zählt, dass auf Malle jeder radfahren kann. Und beschließe zudem, nächstes Mal die Lämpchen nicht zu vergessen, wenn ich einmal wieder recht spät los komme. Es könnte sonst etwas abenteuerlich werden. Wie zum Beispiel gestern abend.