Aus Fehlern lernen.

“Aus Fehlern lernen.”, den Satz unterschreibt jeder, gehört er doch zum Standardvokabular. Andererseits, zumindest in meinem Fall, gehört die Umsetzung nicht unbedingt immer und überall zu meinem Standardprocedere. Das möchte ich ändern.
Immerhin bin ich so weit, zu erkennen, dass es nicht hilfreich ist, alles schlecht zu reden. Ich habe diese Woche beispielsweise sicherlich zuviel Zeit damit zugebracht, mir zu überlegen, was alles nicht gut war beim letzten Rennen. In dem Bestreben, es in Zukunft besser zu machen. Aber letztlich bin ich so “hängen geblieben” und  nicht vorwärts gekommen, wie ich es ja gern hätte tun wollen.

Dann aber habe ich den Werbeclip von Mariane Vos für Liv Cycling (Giant) gesehen, in dem sie sagt: “I never  know how the ride … (?), but I know I will give it my best. – That way I never really lose.”

Von daher ist es gleich, ob ich nun dies oder das hätte anders tun können. Ich weiß, ich habe alles gegeben. Und Spaß hatte ich ebenfalls. Darum geht es. So kann ich tatsächlich niemals wirklich verlieren.

Auf der anderen Seite will ich es selbstverständlich besser machen, es zukünftig leichter haben, etwas weniger leiden bzw. vielleicht einfach “zweckdienlicher leiden”. Es ist also durchaus sinnvoll zu schauen, was gut war und was besser sein könnte. Oft sind kleine Veränderungen bekanntlich das sprichwörtliche Zünglein an der Waage.

Ich habe am Vortag des Rennens zuviel gemacht: Essen gerichtet bspw. Und die Tage zuvor zu wenig gegessen (was in diesem Fall nicht geändert werden konnte, aber zukünftig sehr wohl). Es ist mir so eindrücklich bewusst geworden, wie wichtig das Essen in der Woche vor dem Rennen tatsächlich ist, insbesondere bei längeren Wettkämpfen. Ebenso relevant ist natürlich das Essen während des Rennens. Auch hier hatte ich Schwierigkeiten und muss erst wieder eine Routine finden. Zudem hatte ich zu wenig Kleidung dabei für nach dem Rennen und mich fälschlicherweise auf die Wettervorhersage verlassen.

“Routine” ist ein wichtiger Begriff in diesem Zusammenhang. Wenn ich bspw. Sally Bigham’s neuesten Beitrag lese (und nein, eigentlich ist es nicht das erste Mal, dass ich das höre bzw. lese, jedoch die Umsetzung….), sehe ich, dass sie einen fast schon rigiden Ablauf einhält. Der Sinn dessen ist klar: Routine gibt Sicherheit, reduziert unnötigen Stress und stellt zudem sicher, dass kein wichtiger Schritt ausbleibt. Durch die Anreise, das Vorbereiten des Materials, die eigene Vorbereitung, im Vorfeld häufig weitere alltägliche Termine, immer neuen Veranstaltungsorte, Strecken und sonstige Dinge ist man ohnehin voll ausgelastet; hinzu kommt in meinem Fall meist recht große Nervosität vor dem Rennen. Da liegt doch die beste Unterstützung in einem klar strukturierten und routinierten Zeitplan.

Es ist nicht so, dass ich das bisher nicht gehabt hätte. Jedoch habe ich mich vor dem ersten Rennen zu wenig zurück besonnen auf die wichtigen Details (okay, ich war krank und hatte keinen Kopf dafür). Das möchte ich nun ändern, so dass ich mich, selbst wenn etwas dazwischen kommen sollte (und wann im Leben kommt einem rein gar nichts dazwischen, frage ich euch?), gelassener und weniger gestresst auf das anstehende Rennen freuen kann.

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