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Ist es schon soweit?!

Alle Jahre wieder: Plötzlich ist er da, der erste Advent. Wir waren noch mitten im Jahr – sind es übrigens immer noch -, haben geschuftet, geregelt, geschwitzt und gelitten, uns gefreut, beeilt, verbessert, da war’s geschehen, und zwar gemeinerweise in diesem Jahr gefühlt  noch mitten im November!

Ich habe immerhin vor einigen Wochen schon (das ist ein Novum) meine Fenster dekoriert: In der neuen Wohnung gibt es sogenannte “Vorfenster”, also außen am Haus zusätzlich zum einfach verglasten regulären Fenster noch einmal eines, das man im Sommer abnehmen kann, wenn man möchte. Dazwischen ist Platz für Dekoration, und den habe ich genutzt (und etwas isoliert außerdem).

Andererseits gibt es noch sehr viel, was ich an Altlasten gewiss ins neue Jahr mitnehmen “darf”, schlichtweg, weil ich nicht dazu kommen werde.  Aber ich freue mich, dass ich wieder Rad fahre, weil meine geländetauglichen Fahrzeuge endlich zur Verfügung stehen. Beziehungsweise gefahren bin, denn mich hat eine heftige Erkältung erwischt: Wochenlang war ich gesund, während mindestens seit Oktober Krankheitswelle um Krankheitswelle unsere Klinik überrollte. Immer war ich fit und gesund, freute  mich sehr darüber, blieb teils “der letzte Mohikaner”, wie meine Chefin kürzlich zu mir sagte, an jenem Tag, als ich gleich mehrere kranke Kollegen vertreten durfte und auf meiner Station die einzige war, die an jenem Tag anwesend war.

Dummerweise exakt der Tag, an dem auch ich erste Anzeichen einer schweren Erkältung an mir bemerkte. Und weil wir bei der Ausbildung eigentlich nicht fehlen können, konnte ich gestern und vorgestern nicht erholen, sondern musste mich krank nach Konstanz schleppen. Das war hart. Der Tagesplan bestand aus: Durchhalten bei minimalem Aufwand. Der Feierabendplan wiederum lautetete jeweils einfach nur: Sachen wegräumen und ins Bett. Tatsächlich ging’s mir gestern deutlich besser, ich hatte kein Fieber mehr, kein Kopfweh! Heute läuft die Nase weiterhin, ich huste, aber nach einer erholten Nacht bin ich zufrieden.

Ein kleiner Trost: Es regnet ohne Unterlass, also wäre ich heute ohnehin nicht auf dem Rad gesessen, schätze ich.

Sportlich hat sich eine für mich angenehme Routine eingestellt: Ich bin in seminarfreien Wochen drei Abende im Studio, wo wir ja üblicherweise erst jeder sein klassisches Programm durchziehen, dann gemeinsam ein ausdauerlastiges Zirkeltraining. Häufig gibt es auch “Spezialangebote”, wo wir besondere Trainingsformen kennen lernen. Das macht Spaß, ist Herausforderung, Schulung für Technik, Kraft, Ausdauer, Konzentration. Und wir sind gemeinsam dort. Am Wochenende gehe ich auf’s Rad, bisher noch im sehr gemütlichen und Erkundungsmodus. Unter der Woche gehe ich, wenn es hell wird und komme im Dunkeln nach Hause. Die paar Kilometer in den Nachbarort zum Milch und Eier holen gehe ich oft zu fuß, um abends noch ein bisschen an die frische Luft zu kommen. Jeden Mittag in der Mittagspause gehe ich mit ein paar Kollegen spazieren.

In Seminarwochen sind nur zwei Studiotermine möglich, auch kann ich allerhöchstens sonntags Radfahren. Ich versuche, in diesen Wochen besonders hart zu trainieren, weil ich mehr Zeit zur Regeneration habe. Ich hadere immer wieder damit, dass meine Tage so lang und voll sind, weil ich die langen Touren vermisse, endlich die Region besser kennen lernen möchte, und auch wieder mit anderen Leuten fahren!

Auf der anderen Seite liebe ich meine Arbeit. Sie ist immer wieder sehr hart, aber zugleich auch dankbar. Deshalb, weil in sehr kurzer Zeit oft sehr viel Veränderung sichtbar wird, Wunden heilen, neue Wege gebahnt werden. Und ich bin so stolz und fasziniert davon zu sehen, wie mutig und entschlossen Menschen an sich arbeiten. Wenn sie wüssten, welch ein Vorbild sie damit für uns werden! Davon zehre ich und das fordert mich auch heraus, sowohl im Privaten als auch beruflich und erst recht auf sportlicher Ebene!

Regen im Schwarzwald

Der Vorteil an so einem zeitigen Samstagmorgen ist, dass ich in Ruhe hier sitzen darf, meinen Kaffee und parallel dazu eine Tasse Tee trinken, und wach werden. Allerdings muss ich doch bald weg, habe einiges vor heute. Ich bin ja umgezogen und lebe nicht mehr ganz so neuerdings im Schwarzwald, dort, wo gerade der Wind um’s Haus pfeift und es schon seit Wochen zeitweise ziemlich kalt geworden ist.
Das Fahrrad steht buchstäblich in der Ecke, weil ich nur wenige Wochenenden überhaupt frei habe und es bisher genau da nicht geklappt hat.

Untätig bin ich aber keinesfalls: Ich habe mir ein in Deutschland sicherlich ungewöhnliches Studio gesucht, wo ich zu festen Terminen unter Aufsicht meine eigenen Übungen machen und wir dann im Anschluss noch jeweils verschiedenste Zirkeltrainings absolvieren. Gestern haben wir eine Boxjump-challenge veranstaltet, man musste also jeweils eine feste Zeit lang auf verschieden hohe Hindernisse springen, um dann wieder soundsoviel Sekunden zu pausieren (sie wurden gefühlt rasch sehr viel kürzer), dann kam das nächsthöhere Hindernis für den gleichen Zeitraum an die Reihe, bis zum höchsten, von wo aus man das niedrigste ansteuern durfte. Bei solchen Übungen wird ebenfalls unsere Technik überwacht und notfalls korrigiert.

Für mich hat das einige Vorteile: Ich kann (außer an Seminarwochenenden) 3x pro Woche sowohl Kraft (Langhantel) als auch Ausdauer trainieren, arbeite dabei hart an meiner Technik und lerne neue Übungen kennen. Weil immer erfahrener Trainer (kein üblicher Studiotyp also) dabei ist, kann ich jedes Mal an der Ausführung feilen und er sagt mir auch, wenn ich mehr Gewicht auflegen oder aber mir an diesem speziellen Tag  auch mal weniger zumuten soll. Allerdings bedeutet das auch, dass ich an jedem Trainingstag aufs Neue herausgefordert bin. Gestern beispielsweise, wo ich eigentlich stolz war, mit neuem maximalen Gewicht (knapp an meinem persönlichen Rekord vom letzten Jahr) Kreuzheben zu machen, musste direkt im Anschluss eine Technikübung für den Start der Zugphase einlegen, die mich wirklich fertig gemacht hat. Aber sie wahr wirklich lehrreich und ich werde sie in Zukunft – bei aller Qual – häufiger einfügen. Ach, und da ist da noch der Trupp an liebenswerten Chaotinnen und Chaoten, oder auch Nichtchaoten, denen ich mich damit angeschlossen habe und die zu sehen ich mich jedes Mal freuen darf.

Ich pendle weiter mit dem Rad zur Arbeit, aber nicht an einem Großteil derTrainingstage, wo ich direkt nach der Arbeit sehr rasch ein paar Ortschaften weiter sein muss.

Ja, ich vermisse das Radfahren sehr! Nach einer ersten Serie von Seminarwochenenden, Besuchswochenende (da war ich aber wandern hier oben, und das war wunderschön und ebenfalls durchaus anspruchsvoll), dazu mehreren Dauerregen- und Arbeitswochenenden weiß ich, dass ich im Winter tatsächlich nicht auf’s Radtraining bauen darf, nicht in meiner Situation.

Das Radfahren aber vermisse ich nicht nur, ich habe es auch gewiss nicht an den Nagel gehängt! Es ist eher das Gegenteil der Fall: Ich weiß inzwischen, wie gut es mir tut, freue mich auf jede Gelegenheit, endlich mehr von der Gegend zu sehen, bin auch schon am Kontakte knüpfen, um hier Anschluss zu finden.

Ich freue mich außerdem auf den ersten Schnee (angeblich könnte es dieses Wochenende schon soweit sein), denn dann kann ich das Skilanglaufen wieder anfangen! Und: Es gibt in der Region so genannte Nachtloipen, wo man theoretisch auch unter der Woche am Abend noch ein paar Runden absolvieren kann.

Und wenn die Tage länger werden, bin ich die erste, die wieder mehr auf dem Rad sitzt. Ich werde fit sein, fitter denn je, auch deshalb, weil ich meine Arbeit zwar sehr gerne mache (der lange harte Weg ist offenbar durchaus der richtige für mich), aber sie nicht selten keine einfache ist, und der Ausgleich, das Draußensein in der Natur, das bewusste Aktiv-und-bei-sich-sein von unschätzbarem Wert, um nicht selbst krank zu werden.

Ihr werdet nicht glauben, wieviel Leid hinter allzuvielen ganz normalen Gesichtern versteckt ist. Doch ich bin immer wieder erstaunt, wieviel Potential, wieviel Kraft und Ressourcen auch die vermeintlich Kränksten immer wieder mitbringen.

Euch einen wunderschönen Tag! Ganz gleich, wie das Wetter wird, genießt ihn!

Eddy Merckx Radmarathon 2016

Ein Rennwochenende ist immer stressig, ganz besonders dann, wenn man das Wochenende auch schon zusätzlich anders verplant hat, wie zum Beispiel mit einem Junggesellinnenabschied … Bei mir war das dieses Wochenende der Fall: Freitag Junggesellinnenabschied auf einer Hütte bei Kitschwetter am Berg und 14 Mädels – bedeutet: Kein bis kaum Schlaf, dafür viel Spaß! Nicht die besten Voraussetzungen für ein Rennen am Sonntag, insbesondere weil ich NIE wirklich NIE vor den Rennen gut schlafe – egal wie müde ich bin – und mich jedes Mal beim Einschlafen versuchen am Vorabend frage, warum ich das eigentlich mache, wenn mich das so stresst. Bemerkenswerterweise gewöhne ich mich aber langsam dran und sehe es einfach ein, dass ich nicht 100% ausgeruht ins Rennen gehe. Der Adrenalinkick machts schon wett.
Der Startblock A (1. Startblock um 8:00) hatte es in sich, da gings gleich richtig zur Sache und ich dachte bei den ersten 30 Kilometern, wenn das so weitergeht, dann geh ich ein. Fad wird einem auf den 106 Kilometern nicht – für all jene die glauben das kommt einem lang vor. Immer wieder ist es ruhiger, dann werden wieder Attacken gefahren, taktiert, zusammengeholfen, … es ist alles dabei. Mit einer großen Gruppe war ich also bis Kilometer 70 – 75 unterwegs, dann machte sich bei mir am Berg die Belastungen aus Loch zufahren, Gruppe einholen, etc. bemerkbar und ich konnte am Berg nicht mehr mitfahren. Bergabfahren sollte ich unbedingt auch noch mehr üben…
Das Resultat war, dass ich kurz allein war und dann leider nur zu Zweit. Am letzten Berg vor Fuschl konnte ich mich nochmal absetzen, aber er kam mir ewig lang vor. Nichteinmal das Bergabfahren nach Fuschl ging noch „leicht“, ich war schlichtweg leer und komplett ausgepowert im Ziel. Alles gegeben, 100%, ich bin bis ans Limit gegangen und auf das bin ich stolz. Meine Zeit und die Platzierung als gesamt 6. waren ja toll und alles, aber nur noch eine sehr schöne Draufgabe.
Am schönsten finde ich bei Rennen immer die Geselligkeit danach, man tauscht sich aus, freut sich, analysiert, diskutiert. An dieser Stelle ein großes Danke an meine Teamkollegin Martina sowie an Gottfried, die meine allerliebsten Sport- und Wettkampfbegleiter sind!

Voll & ganz verzogen.

Noch ein bisschen verschlafen starre ich an die hässliche Wand, verunstaltet von Dübeln und einem schmutzigen Abdruck da, wo einst die Einbauküche stand. Mir fällt auf, dass Tisch und Stühle in dieser Ecke viel besser ausgesehen hätten.  Derweil trinke ich den Kaffee, den ich auf der geliehenen Herdplatte für die Steckdose gekocht habe: Meine improvisierte Küche. Geschirr gespült wird in einer Schüssel in der Badewanne.

Ich habe mich ja einiger Sachen entledigt, und wenn gerade jemand etwas dringend gebraucht hat, so musste ich eben ein paar Tage ohne auskommen. Wie schon erwähnt, habe ich einiges aussortiert von meinen gesammelten Gütern, aber doch auch einiges behalten, genug, um das ganze Vorhaben zu einem ausreichend stressigen zu machen: Ich ziehe ja um!

Jetzt wird es konkret: Die letzten Kisten (oh, so viele!) müssen gepackt, die letzten Schritte organisiert werden. Klar Schiff machen, Ordnung schaffen.

Kommen & Gehen

Eben wurde mein Bett abgeholt. Gestern die Küche. Letzte Woche schon der alte schwere Fernseher, ein Kühlschrank, die Waschmaschine.

Ich miste gewissermaßen aus, nutze den bevorstehenden Umzug. Manches ist, so stelle ich fest, tatsächlich unsinnig: Weshalb eine gewichtige altersschwache Waschmaschine hunderte Kilometer zu transportieren, wenn Du Dir vor Ort gebraucht und günstig eine neuere kaufen kannst, die Du dann vielleicht im Nachbarort abholen kannst? Gleiches gilt für den Kühlschrank. Das Bett musste gehen, weil es dort nicht passt bzw. ich in Zukunft eines mit Stauraum haben möchte.

Somit lebe ich  momentan zwischen Kisten und Kartons, bin stolz auf das, was ich in den letzten Wochen schon aussortiert und geordnet, organisiert und geschafft habe, versuche gelassen zu bleiben angesichts der Herausforderungen, die allesamt noch anstehen.

Da, wo ich hinziehe, ist alles anders: Die Infrastruktur, das Wetter, das Trainingsterrain. Meine Arbeit, meine Wohnung, mein Leben. Ich bereite mich vor, sofern das möglich ist und freue mich auf das, was kommt.

Renntechnisch bin ich den Sommer über ein paar Straßenrennen gefahren, das hat mir Spaß gemacht. Leider habe ich Bellheim verpasst, weil ich kurzfristig krank war. Ansonsten wird weiter trainiert – und geplant.

 

Mühlviertel 8000

Schwimmeinsatz Numero Due diese Saison!! Ich durfte dieses Jahr wieder im Top Team HOMETEC & GOOIX als Schwimmerin mit Spitze Teamkollegen und Organisatoren beim Mühlviertel 8000 dabei sein.  Vergangenes Jahr wurden wir ja gesamt 1. in der MIXED und hatten daher die Vorjahreszeit dieses Jahr zu verbessern und den Titel zu verteidigen. Ersteres ist uns gelungen! Zweiteres quasi

8 Helden waren hier unterwegs … und zwar richtige Helden: Der Wettkampf startet in Horni Plana am Moldau Stausee, der um 07:30 am Morgen durchquert wird (das war ich! ^^ 770m in 12:47). Anschließend übergab ich an den 1. Läufer (Valentin Pfeil) , der den Plöckenstein grandios bezwungen hat (knapp 16 km und 700 hm in 59:28) . Die nächste Etappe wurde von Lukas Kaufmann auf dem MTB bestritten: 70 km und 1200 hm in 2:24:59. Als vierter war Demeter Dick auf der Nordic Walking Strecke in 27:24 pfeilschnell auf dem Sternstein mit knapp 9 km und 360hm. Er übergab an unseren voll motivierten und richtig starken Rennradfahrer Karl Tutschek, der eine Wahnsinnszeit von 2:06:27 auf knapp 73 km und 1.500 hinlegte. In Sandl war dann Walter Kreisel höchstpersönlich auf dem MTB auf einer Strecke von 7km und 200 hm unterwegs. Trotz Platten 21:06!!! (Alle Achtung Walter, ich wär soooo nervös geworden!!) Top Läufer Martin Karl lief dann einfach mal so 32:43 auf den 10 km Straße mit 145 hm. Yougstar Reisinger Dominik hatte letztes Jahr schon bewiesen, dass er ein richtiger dirty runner ist und kämpfte sich mit 20:58 auf der 4,8 km langen Schlammstrecke ins Ziel!! Wahnsinn einfach! Ich bin stolz darauf, dass ich mitmachen durfte, auch wenn ich keineswegs zufrieden bin mit meiner Zeit.

Am Ende stand da eine Wahnsinnszeit von 7:42:24, was uns gesamt den 3. Platz und in der MIXED den 2. Platz gesamt verschaffte.

Danke an Andi Madlmair, unseren Team Coach, danke den Sponsoren unseres Teams und DANKE  insbesondere euch Jungs, die so top Leistungen hingebrettert haben!

Später Saisonbeginn

Dieses Jahr will es einfach nicht so ganz werden. Mir fehlten Zeit und Motivation – wiederum bedingt durch wenig Zeit – für ein anständiges Trainingsprogramm und damit fühlte ich mich dieses Jahr lange Zeit auch so ganz und gar nicht bereit einen Wettkampf zu bestreiten. Mein Einstieg ins Berufsleben war nun mal wichtiger.
Langsam kommt zumindest 1/10tel Routine im Beruf rein und gemeinsam mit dem Sommer lässt das wieder Kapazitäten für mehr und vor allem regelmäßigeren Sport frei werden.

Am Freitag habe ich meinen Einstand in zweierlei Hinsicht gefeiert: Das erste Radrennen dieses Jahr und das erste mal mit meinem heiß geliebten neuen Specialized Tarmac (alias “Lupo”). Ich fuhr ein Bergrennen in Nussdorf am Attersee – ein wunderbarer Wettkampf, nicht zuletzt aufgrund der tollen Kulisse an meinem absoluten Lieblingssee. Es war familiär und dennoch top organisiert mit nettem Ausklang hoch oben über dem See. Dort fanden die Siegerehrung und eine Tombola statt, die nach bundesheerler Art rasch und mit nüchternem Humor durchgezogen wurde.

Das Rennen (eigentlich Einzelzeitfahren) war natürlich megaanstrengend für mich. Wie soll es anders sein, wenn man vorher kaum (Intervalle) trainiert. So habe ich mich hochgequält und etwas gelitten und die Oberschenkel brannten so richtig. Damit ich auch was davon hab!

Aber ich hatte tatsächlich was davon, denn ich wurde zweite Dame in meiner AK und gesamt 5. Also bitte – geht auch mit weniger Training…

Ernsthafte Vorbereitungen & Zweifel

Gestern hatte ich einen schlechten Tag, einen richtig schlechten Tag. Wir hatten Intervalle im Gelände auf dem Plan, kurz und hart, aber es fing schon damit an, dass ich mich auf dem Rad nicht wohlfühlen wollte: Alles fühlte sich falsch an. Wir fuhren uns ein, und ich hatte Zweifel, ob ich auch nur eine einzige Vollgassequenz würde fahren können. Am Traileinstieg war ein Auto geparkt, und ich hatte Zweifel, ob ich da vorbei kommen würde.

Ich kam vorbei, ich fuhr das erste Intervall, das zweite ging auch noch. Beim dritten habe ich wohl überzogen, denn es ging recht technisch zu, ich war am Kotzen und bekam Panik, als ich an einer Stelle durchrutschte, alles Vertrauen auf der Stelle verlor und in der Folge vom Rad musste: Verzweiflung!

Mir ist klar, dass das ziemlich überspitzt klingt und unangemessen, doch ich war tatsächlich voll und ganz verzweifelt, außer mir, dachte an das bevorstehende Rennen, dass ich “nicht mal richtig auf dem Rad sitzen kann”, “nicht mal solch ein kurzes Intervall ordentlich fahren”, “hier rumstehe und rumheule wie ein Anfänger”.

Gott sei Dank war ich nicht alleine und habe in meinem geliebten Freund auch einen duldsamen und verständnisvollen Trainingspartner. Er sagt nicht viel, beruhigt mich mit wenigen Worten, steigt dann auf und fährt langsam weiter, hat mich im Blick, aber lässt sich nicht beirren.

Ich fuhr weiter, weitere Intervalle folgten, nicht besonders gut, aber ich tat, was ich konnte. Ich baute ein paar Mal  Mist, war nicht ideal konzentriert, fluchte und schimpfte und schrie. Er hielt mich aus und war da. Ich holperte wenig elegant die letzte Abfahrt hinunter. Mir tat alles weh: Die Beine, die Hände, die Füße. Ich hatte Zweifel, große Zweifel an allem: Der Einstellung meines Rades, der Schaltung, den Bremsen, meinen Schuhen. Oh, und meiner Fitness, erst recht meiner Fitness. Vorbereitung?

MTB-Trilogy steht an, und wieder einmal konnte ich, weil die äußeren Umstände so waren und nicht anders, die zur Vorbelastung notwendigen Wettkämpfe im Vorfeld größtenteils nicht bestreiten, war müde, hatte zu wenig Ruhe. Ich will es mir nicht verderben lassen, auch wenn ich weiß, dass ich wieder werde leiden müssen, viele Stunden lang, an mehreren Tagen. Und dennoch langsam sein. Ich hoffe sehr, dass es nicht regnet, denn andernfalls weiß ich nicht, ob es – für mich – zu schaffen ist.

Ein spezielles Phänomen dieses Rennens besteht darin, dass ich ungewohnt rasch allein unterwegs bin. Weil nur die starken Männer dort überhaupt am Start stehen, und sehr wenige sehr starke Frauen. Bis auf mich, die ich wohl verrückt sein muss. Bald nach der Startphase bin ich, wenn ich nicht überziehen möchte, also meist schon abgehängt, hinter mir nur die Fahrer der Endurowertung, die es locker angehen lassen.

Wenn die Landschaft, die Strecke, die Leute nicht so unsagbar wunderbar und speziell wären, all die Angst, den Schmerz, den Schweiß, das Blut, die Tränen bei weitem aufwögen, ich wäre nicht wieder dabei. Ich wünschte nur, ich könnte eines Tages mit einer richtig großen Gruppe anderer Frauen am Start stehen und jeden einzelnen Tag gemeinsam durchleiden und genießen. Bis dahin werde ich wohl Jahr um Jahr die einsame Verrückte sein, die im Schneckentempo für sich unterwegs ist und manchmal vor Erschöpfung und dennoch mit Bedauern das eine oder andere technische Highlight zu fuß überwindet.

15. Überwald-Bike-Marathon Siedelsbrunn

Gestern stand mein erst zweiter MTB-Marathon der Saison an. Ich meldete für die Langdistanz, während aufgrund der Wettervorhersage viele Fahrer auf die Mittel- oder Kurzstrecke ummeldeten bzw. gar nicht erschienen und/oder meldeten. So war es ein für Siedelsbrunn sehr kleines Startfeld. Ich wusste, dass ich nicht würde konkurrieren können. Mir fehlen die MTB-Kilometer, erst recht, was Rennen angeht.  6 starke Damen waren zudem schon im Vorfeld gemeldet, und üblicherweise bleibt es nicht dabei.

Am Start ließ ich es locker angehen, holperte anfangs auch über die Trails, bis ich mich einfand, und fuhr dann mit der späteren 5. Seniorin bzw. dann der 2. Dame der Mittelstrecke, die ein entspanntes Tempo anschlugen. Als es in der 2. Runde aber heftig zu regnen begann, ich nichts mehr sah und erste Schaltprobleme auftraten, ließ ich die beiden zu ihrem “Finale” ziehen und begann zu kämfen: Immer wieder die Brille säubern, die Kontaktlinsen schlammfrei halten, verlorene Flaschen anderer Fahrer nutzen, um den Antrieb zu reinigen. Kettenklemmer um Kettenklemmer ließen mir die Beine zugehen, später versagten die Bremsen und ich hatte einen etwas unangenehmen Sturz deswegen. Mir war extrem kalt, ich hatte Durst und auch Hunger, wollte mein letztes Gel aber aufsparen.

Ohnehin nicht besonders schnell unterwegs, war ich nun wirklich langsam. Es war Überwindung, unter diesen Bedingungen in die 3. Runde zu gehen, insbesondere als man mich fragte: “Aufgeben oder weiterfahren? Es sind schon einige ausgestiegen.” Auf der 3. Runde war ich dann so ziemlich alleine, wurde dann noch von einer Frau aufgeholt, mit ihr und einem Mann war ich von da ab quasi allein unterwegs, und dem Schlussfahrzeug, das von da ab treu hinter uns fuhr… Die Frau war immer schön vor mir, ein guter Fixpunkt, während wir durch Schlammtiefen und neue Bachläufe kämpften; dann nach einem Abzweig im ersten Drittel der Runde aber war sie plötzlich verschwunden. Ich hatte nicht  lange Zeit, mich zu fragen, wo sie abgeblieben war, musste ich mich doch auf’s “Überleben” konzentrieren. Später erfuhr ich, dass sie in der Folge falsch gefahren war und unfreiwillig massiv “abgekürzt” hatte. Gott sei Dank hatte sie überhaupt zurück zum Start-Ziel-Bereich gefunden. Allerdings waren uns in der 3. Runde auch Hindernisse in den Weg gelegt und Markierungen verdreht worden, und das Schlussfahrzeug war es, dass mich selbst gegen Ende des Rennens kurz vom falschen Weg abbrachte und an anderer Stelle den Mann einholte, der ebenfalls falsch gefahren war.

Ich habe über eine Stunde länger gebraucht als die Siegerin Danièle Troesch aus dem Elsass. Sie ist sehr gut gefahren und ich enorm schlecht. Somit war ich überrascht, als man uns aus den Duschen zur Siegerehrung rief: Wegen ihres Falschfahrens wurde ich gemeinsam mit der 3.-Platzierten auf den 3. Platz gestellt.  Ich bin die letzte Fahrerin, die ins Ziel kam, auch eine neue Erfahrung. Trotzdem bin ich stolz, mich durch alle Widrigkeiten gekämpft zu haben:

Wenn man nichts mehr sieht, keine Kraft mehr hat, die Schaltung nicht mehr will, und dann auch die Bremsen nicht, Essen fehlt (ich hatte mich in der Kalkulation der Gels vertan) und Trinken (Brille und Antrieb reinigen hatten Vorrang), es extrem kalt ist und mehr als nass, ist weiterfahren nicht unbedingt die erste Option. Ich bin dankbar, dass ich mich dafür entschieden habe.

Leben und leben….

Hallöchen,
mal wieder hört ihr von mir. DIe letzten Wochen waren wirklich sehr schön und ich hab die Schwangerschaft total genossen. So sollte es ja auch sein. Dass es nicht immer so laufen kann hat mir der Termin beim Frauenarzt letzte Woche gezeigt. Da mein Gebärmutterhalt verkürzt ist und ich ncoh ein paar Probleme hatte (möchte ja hier nicht ins Detail gehen), sollte ich mich min. 3h am Tag hinlegen und allgemein alles runterfahren was anstrengend ist. Also kein schwimmen mehr, keine Anstrengungen im Haushalt..nichts….da es mir am Samstage echt hundselend ging und ich wegen Rückenproblemen und Übungswehen kaum laufen konnte entschied ich mich, das Wochenende im Bett zu verbringen damit ich die bevorstehende Hochzeit nicht gefährde….undenkbar, an meiner eigenen Hochzeit im Bett zu liegen.

Es hat Wunder bewirkt denn heute gehts mir viel besser aber ich bleib immernoch im Ausruhmodus da ich noch genug Stress vor mir habe die Tage ab Mittwoch. Drückt mir die Daumen dass die Ärztin am Mittwoch Entwarnung gibt und die Bettruhe lockert. Das wäre echt das schönste Geschenk <3 Man ist oft deprimiert wenn der Körper nicht mehr die Leistung bringt die er früher gebracht hat aber dann muss man sich auch echt mal an den Kopf fassen und begreifen dass ein LEBEN in einem entsteht und das benötigt nunmal viel meiner Kraft und Energie. Und das ist doch einfach nur HAMMER oder?