Damen konzentriert: Verschiebungen in der Marathonwelt

Wer im Marathonbereich die Damenränge 2012 auch nur ein wenig beobachtet hat, konnte sehen, dass dort “wenig los” war: Die immer gleichen Verdächtigen fuhren routiniert ihre Siege ein, dahinter kam im wahrsten Sinne des Wortes teils stundenlang nichts: Abstände zwischen den Treppchenrängen, in denen sich im Herrenfeld die Top 50 – 100 tummeln.

Das Ganze konzentriert sich nun, wo Centurion Vaude – ich fragte mich schon letztes Jahr, warum sie keine weitere starke Frau verpflichten – ihre stärkste weibliche Kraft offenbar eingebußt haben: Milena Landtwing, so lassen es erste Hinweise im Internet vermuten, wird in der kommenden Saison für Topeak Ergon fahren, also “gemeinsame Sache machen” mit Sally Bigham.

Die beiden hatten letztes Jahr bereits scheinbar ohne große Schwierigkeiten sowohl gemeinsam als auch jeweils im Alleingang einige bemerktenswerte Siege bei Marathons bzw. Etappenrennen einfahren können. Was wird wohl durch die Bündelung dieser beiden Kraftbündel für eine Synergie entstehen? Und dann hat auch noch Pia Sundstedt ihre Karriere beendet, eine weitere Dame, die “eigentlich schon auf Männerniveau” unterwegs war, wie ein Bekannter treffend formuliert hatte. – Ich bin gespannt, ob irgendjemand den beiden in der Teamwertung oder auch in der unmittelbaren Konkurrenz gegeneinander etwas entgegen setzen können wird.

Andererseits fände ich es schade bis langweilig, wenn sich nicht doch etwas mehr täte als im letzten Jahr: Es wäre schön, wenn der deutsche Profibereich ein paar mehr starke Damen verpflichten könnte und die Siegchancen weniger vorhersehbar wären. Was meint ihr?

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