Der eine Augenblick

Es ist die eine Abfahrt, von der ich euch unbedingt erzählen möchte: Wir hatten einen harten Tag, waren bereits mit müden Beinen und noch müderem restlichem Körper los pedaliert, einfach, weil wir die Zeit gut nutzen wollten und altbekannte liebgewonnene Routen endlich wieder erfahren. Die Gegend der Zittauer und Lausitzer Berge ist traumhaft, anders als wir es hier kennen, zauberhaft, abwechslungsreich. Ich kann nicht genug davon bekommen. Also fuhren wir zwangsläufig langsam und genossen die Aussicht und die Strecke. Die Lausche hoch gibt es einen eher technischen Pfad, Serpentine an Serpentine, Geröll, Fels- und Waldboden. Dennoch fährt er sich meist gut. Eine Stelle musste ich noch einmal versuchen, eine andere habe ich kraft- und konzentrationstechnisch dieses Mal nicht geschafft – Ich werde wieder kommen. Die Aussicht oben ist wunderbar: Eine Seite tschechisch, die andere deutsch. Man kann scheinbar endlos weit ins Land hinaus schauen. Dann noch die Abfahrt, da ist man doppelt belohnt (wenn nicht gar der Anstieg selbst gleichermaßen lohnenswert ist).

Irgendwann später, wir fuhren gerade zurück nach Hause, entdeckten wir völlig unerwartet erstmals einen uns unbekannten Pfad. Erst sanft abfallend, teils felsig, teils sanft fließend, verlief er von Anfang an vielversprechend, ging dann über in ein langes Steilstück und führte zwischen großen Felsblöcken hindurch, um Bäume herum, durch Rinnen, über Absätze. Das war wunderbar! Ohne Angst, ohne Mühe trotz der Anstrengung des Tages, war jede Sekunde kostbar, intensiv, unglaublich. Unten angekommen fühlte ich nichts als Glück und Dankbarkeit. Und ja, natürlich kommen wir wieder!

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