Erste Erfahrungen und bittere Folgen

Gestern zog ich aus, mein neues Rad kennen zu lernen. Um 10 wollten wir losfahren, und ich hatte gefrühstückt und alles bereit gelegt: Eine kurze Tour, knapp 2h. Los fuhren wir jedoch erst gegen 12 – bis dahin hatte ich die Wohnung bestens aufgeräumt, Wäsche ab- und neue aufgehängt, alles Mögliche sortiert. Dumm war nur: Ich hatte Hunger, als wir losfuhren, habe kurz vorher auf die Schnelle nur noch einen eklig-klebrigen Müsliriegel “rein geschoben”, als ich bemerkte, dass es offenbar später werden würde.

Um 12 war Treffpunkt mit den Jungs und Mädels von MTB Bergstraße. Ich musste langsam machen: Erstmals seit langem auf dem MTB, erstmals Anstiege, erstmals wieder Gruppentempo. Ansonsten war es sehr schön, ich genoss es, in der Gruppe unterwegs zu sein, die Gespräche, mein Rad, das geniale Wetter, die frische Luft, den wunderschönen Odenwald. Was die Fahrtechnik angeht, muss ich mich definitiv erst wieder einfinden: Erstens war ich lange nicht  mehr auf technischen Trails unterwegs und zweitens noch nicht mit diesem (traumhaften) Hardtail. Meine Linienwahl war teilweise äußerst kreativ, schätze ich. Aber es lief.

Es hat Spaß gemacht, um die Spitzkehren zu zirkeln, ich hatte den Eindruck, mein Rad ist viel agiler und “drehfreudiger” als das bisherige (Fully). Zudem ist es wunderbar, soviel Rückmeldung zu erhalten: Unmittelbar zu spüren, was am Boden los ist, was passiert, wenn ich wie reagiere.

Am Rad müssen wie erwartet noch ein paar Dinge modifiziert werden. Ein Flachlenker muss her. Was die Gabel angeht, werden wir wohl auch etwas tun müssen. Die 120mm-SID stammt aus dem Fully, baut am Hardtail aber zu hoch, scheint mir. Begeistert bin ich von meinen tollen Anbauteilen von Acros: Der edle Steuersatz, das Innenlager, die Naben (mit dem astrein tönenden Freilauf: Wie soll man da einen konstanten Tritt anstreben, wenn es so schön klingt, es nicht zu tun?!) der spitzen Laufräder!

Ich bin gerade ja wirklich nicht stark, da könnte man meinen, das sei etwas “overdressed”. Andererseits hat es doch genau in diesem Fall absolut seine Berechtigung, das Arbeitsgerät möglichst leicht zu gestalten, Gewicht einzusparen: Mein bisheriges Rad war gut 4 kg schwerer.

Zurück zu gestern: Als mein Partner vorschlug, umzukehren, habe ich nicht einen Moment gezögert und ihm widersprochen. An Essen und Trinken dachte ich dummerweise nicht. Als wir schließlich zuhause eintrafen, war ich vor allem eines: Leer! Beim Warten auf das Essen (Gott sei Dank wurde ich bekocht) konnte ich irgendwann kaum mehr sitzen und realisierte irgendwann, dass ich mir, komme was wolle, unbedingt schnell etwas Nahrhaftes “rein zwingen” musste, weil mir sehr komisch zumute wurde. Das tat ich, aß dann auch brav die zubereitete Mahlzeit, obwohl es anstrengte, und ruhte später ausgiebig aus.

Fazit: Immer genug essen und trinken. Ausreichend Reserve dabei haben. Bei aller Fahrfreude das Wesentliche nicht aus den Augen verlieren. Auf den Freund hören (!).

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