Frühjahrsgeläute

Zugegeben, ich habe schon lange nichts mehr von mir hören lassen. Es wird also Zeit! Was habe ich angestellt die Tage? Langsam, aber sicher, kann ich meine Trainingsroutine wieder aufrecht erhalten. Das tolle Wetter genieße ich sehr, es tut gut, wenn alles grünt und knospt und blüht.

Pflanzenbegeistert wie ich bin, habe ich Balkon und Fensterbänke auf Vordermann gebracht, fleißig gepflanzt, umgetopft, Wurzelballen geteilt und ausgesäht. Erstaunlich viele Pflanzen aus dem letzten Jahr haben sich über den Winter gerettet und es freut mich besonders, wenn etwas “wieder kommt”, die kleinen Köpfchen aus der Erde auftauchen. Heute säe ich Tomaten und erstmals auch “schwarzäugige Susanne”.  Mal sehen, ob das was wird.

Ich glaube, dass es wichtig ist, Dinge, die einem gut tun, bewusst einzubauen ins eigene Leben. Auch wenn besonders Zierpflanzen wenig Nutzen bringen, so bereitet mir tatsächlich jeder Blick darauf, alles Pflanzen und Gießen, große Freude, und dieser Nutzen ist genug.

Dazwischen brause ich auf dem Motorrad ins Krankenhaus, mal abens, mal nachmittags, und tue, was ich kann. Auch unitechnisch bin ich einen großen Schritt weiter gekommen, das erleichtert mich vor allem: Es war an der Zeit.

Gestern war ich mit der “Espressogruppe” von Engelhorn Sports unterwegs, die Dienstag abends in Mannheim startet. Es war der letzte Tag meines Trainingsblocks und die Beine brannten schon in der Ebene gewaltig, aber es hat Spaß gemacht. Im Odenwald dann war es wunderschön, was ich in vollen Zügen genoss, auch wenn mein Gesicht schon bald das leuchtende Rot der Windweste eines meiner Mitstreiter angenommen hatte: Das Wesentliche sollte man nicht verpassen. Juhu, und die Abfahrten habe ich ohnehin genossen!

Heute habe ich einen Ruhetag: Wäsche gewaschen, Schreibtischarbeit und sonst nicht viel. Gelegentlich scheint die Sonne. Ich genieße den Blick auf meine botanischen Wunderwerke vor dem Fenster, vor dem Hintergrund des blühenden Busches im Nachbargarten und der ziehenden Wattebäusche am Himmel, und freue mich, auf der Welt zu sein. Schön ist das.

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