Grün & Geschmacklos

Ich bin krank. Seit einigen Tagen schon, und viel zu früh freute ich mich, als Mitte der Woche das Fieber endlich weg war. Gliederschmerzen, Fieber, Mattigkeit. Dann zunehmend Schnupfen, Husten, Heiserkeit. Gestern hatte ich fast keine Stimme mehr, letzte Nacht kam das Fieber wieder und ich bin wieder einmal ziemlich erschöpft aus dem Bett gestiegen.

Es ärgert mich natürlich, dass ich nicht trainieren kann, gerade jetzt, wo das Wetter so toll ist: Tag für Tag scheint die Sonne, stören höchstens ein paar Nebelfelder den strahlenden Gesamteindruck. Aber das ist eigentlich fast Nebensache; das hartnäckige Kranksein nervt vor allem deshalb, weil ich lernen muss und nächste Woche eine wichtige Prüfung ansteht. Ich lerne auch brav jeden Tag, komme jedoch kaum voran: Der Kopf brummt und ich kann mir nichts merken. Ich bin erschöpft. Ich ärgere mich. Ich kämpfe und komme doch nicht voran. Das wiederum ängstigt mich: Die Prüfung ist doch bald! Ich putze fleißig Waschbecken, Flächen, meine Hände: Nicht auch noch andere anstecken.

Ein Vorteil an dem ebenfalls fast gänzlich abhanden gekommenen Geschmacksinn: Ich kann Pralinen essen, die ich eigentlich nicht mag. Und mein “Green Smoothie” kann grün sein wie er will: Ich kippe ihn unerschrocken in die Mundhöhle; schließlich schmeckt ohnehin alles mehr oder weniger gleich.

Ein bisschen  jammern, ein bisschen Humor. Das wird schon wieder.

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