Ich-Zeit in der Eifel – Tag 1

Nach einem doch recht hektischen Umplanen ging’s am Freitag gemeinsam  mit meiner Mama in die Eifel, in den Landgasthof Michels im kleinen Örtchen Schalkenmehren. Unmittelbar im Nachbarort sollte am Samstag der MTB-Marathon starten, bei dem ich nicht dabei sein würde. Soviel hatte ich dann doch noch vor der Abfahrt entschieden, schweren Herzens umgepackt und Rad und Kegel zuhaus gelassen. Das fiel mir wirklich nicht leicht. Etwas vereinfacht wurde die Entscheidung jedoch durch eine sehr freundliche Mail vom Veranstalter, Markus Appelmann, der mir zusagte, dass wir beide unseren Startplatz im nächsten Jahr noch einmal geltend machen dürfen. Finde ich super!

Die Anfahrt gestaltete sich unkompliziert, das Wetter sehr wechselhaft, zu unserer großen Freude; waren wir bei Regen und ziemlicher Kälte losgefahren, wurde es unterwegs immer annehmbarer, bis wir tatsächlich bei strahlendem Sonnenschein und milden Temperaturen in Schalkenmehren in der Eifel aufschlugen. Dort haben wir uns über den doch unerwartet großen Hotelkomplex gewundert, den wir auf dem Weg zum Gästeparkplatz umrunden durften, eingecheckt, wieder verwundert das schöne Ambiente im Inneren betrachtet und das Gepäck auf’s Zimmer gebracht, bevor wir eine Runde durch den Ort machten: Erst einmal etwas essen; dazu ging’s in’s Café Maarblick, das genau diesen Ausblick auch tatsächlich bot und sonst auch sehr gemütlich war.

Nach dem leckeren Essen sind wir, ungeschickterweise vielleicht in Alltagskleidung und -schuhwerk sofort Richtung Maar gepilgert: Das sah so seltsam aus. Diese teils wassergefüllten tiefen Krater vulkanischen Ursprungs prägen die Region; während der letzten 4 Tage haben wir einige, sehr unterschiedliche Maare umrundet bzw. gesehen; irgendwie kann man sich ihrem eigentümlichen Reiz nicht entziehen. Das Schalkenmehrer Maar ist ziemlich see-ähnlich, jedoch sicherlich recht tief, wenn man die wunderbare Wasserfarbe betrachtet. Umgeben ist es, das scheint typisch, von einem augenbrauenförmigen Berg; der Ort wiederum – und das Café nah am Ufer – liegen auf der entgegengesetzten, flachen Seite.

Wir gingen also anfangs eben, verließen den Ort, kamen dann auf den Eifelsteig, der uns noch häufiger begegnen sollte: Recht steil wand sich ein spannender Pfad den Berg hinauf, wir folgten in einem ausgedehnten Spaziergang auf der Höhe dann der “Augenbraue” bogenförmig um das Maar herum. Dort begegneten uns immer wieder sorgfältige Streckenmarkierungen für den anstehenden Marathon, und Fahrer, die offenbar die Strecke erkunden wollten. Ansonsten waren wir begeistert von immer neuen Ausblicken, der Ruhe, schauten uns Pflanzen und Bäume an und unterhielten uns über alles Mögliche. Wir freuten uns sehr über die unerwartet milden Temperaturen, den strahlenden Sonnenschein.

Warum dieser Beitrag mit “Ichzeit” überschrieben ist? Das liegt daran, dass ich vor nun schon mehreren Jahren einmal an einem Schreibwettbewerb des Tourismusverbandes Rheinland-Pfalz teilgenommen hatte, die suchten einen “Wohlfühlscout“. Ich war leider nicht unter den Gewinnern, war also keine Ichzeit-Botschafterin geworden, was ich sehr schade fand, hatte aber dafür doch einen Aufenthalt für Zwei mit allem Drum und Dran im Landgasthof Michels gewonnen! Es war nicht ohne, dort zu buchen; viele Monate im Voraus war immer wieder schon alles ausgebucht. Aber die Beharrlichkeit hat sich letztlich doch gelohnt und somit konnten wir am vergangenen Freitag endlich anreisen.

 

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