Kaffeeklatsch am Morgen: Was war los; was steht an?

Nach der Saison ist vor der Saison. Ich mag solche Sprüche nicht, weil man den eigentlichen Sinngehalt oft gar nicht mehr erfasst: Sie gehen zu flüssig von der Zunge und verkommen schnell zu blassen Phrasen. Wie praktisch, dass ich gerade Satz um Satz damit zubringe, darüber zu lamentieren. Das macht es doch schon viel besser….

Zur Zeit läuft richtig viel bei mir, verschiedenster Kram: Mir fällt es schwer, die Besuche im Krankenhaus einzubauen (, die zudem je nach Situation immer auch spontan modifiziert und angepasst oder kurzfristig verschoben werden müssen), zu lernen, den Haushalt zu schmeißen (eher Nebensache), ins Studio zu gehen (idealerweise nicht am Abend, wo mir bezeichnenderweise andauernd irgendwer die Arbeitsgeräte streitig machen möchte) und bei Tageslicht und idealermaßen Sonnenschein aufs Rad zu steigen.

Gestern beispielsweise habe ich die Uhrumstellung optimal genutzt und war um halb 6 neuer Zeit längst auf den Beinen, habe früh zu lernen begonnen und doch erst kurz vor 13 Uhr auf dem Rad. Das Studio am Abend (Pilates) musste ich ebenso canceln wie den Besuch im Krankenhaus, letzteren aber nach einer telefonischen Rücksprache und nicht aus Zeitgründen. Dafür konnte ich eine echte Bolognesesauce fabrizieren, die ja ihre Zeit braucht, und sonst ein paar Dinge erledigen, die sonst liegen geblieben wären.

Heute aber steht die gleiche Frage im Raum: Was schaffe ich, was lass ich lieber sein? Ich schreibe mir gern Listen und derzeit schau’ ich einfach, was davon sich im Lauf des Tages abhaken lässt. Die Kernpunkte (Lernen) müssen sein, der Rest nach Belieben und Möglichkeiten.

Ich darf nicht jammern, schließlich habe ich keinen engmaschig strukturierten Arbeitstag, konnte gestern somit in feinster Mittagssonne trainieren und stattdessen die dunklen Stunden am Schreibtisch zubringen. Wer genießt schon solchen Luxus?

Die Herausforderung, was das Training betrifft, ist für mich derzeit, es richtig zu dosieren: Mein Körper muss sich an die kurzen, aber durchaus harten Langhanteleinheiten erst gewöhnen, erst recht, dass er außerdem noch auf dem Rad ordentlich funktionieren soll. Ich will oft und regelmäßig fahren, aber nicht zu hart. Auch will ich in diesem Winter gezielt auch immer wieder lange Einheiten einbauen, was vor dem Hintergrund meiner Sporthistorie sinnvoll ist (und zwar entgegen dem aktuellen Trend).

Schnell jedoch akkumuliert sich die Belastung zu sehr. Während Hände und Handgelenke erstaunlich gut den Übergang zu massiv mehr Haltearbeit meistern, brauchen die Ellbogen wohl etwas mehr Zeit und einen gemächlicheren Einstieg. Ich werde also die entsprechenden Übungen ein wenig zurückfahren. Was für Sehnen, Muskeln und Gelenke gilt, gilt auch für den gesamten Körper, der ausreichend Ruhe und Erholung braucht und nicht nur einen Reiz nach dem anderen. Ich kann nicht “ungestraft” immer nur hart trainieren.

Zuerst aber die Prüfung. Vielleicht habe ich danach sogar wieder mehr Zeit…

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