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Keine Kopfsachen

Frühjahrsputz. Unter diesem Motto stehen weiterhin meine Tage:

Säubern, hervorkramen, sortieren: Der Sommer kann kommen!

Ich erhole mich, ich überarbeite Texte, lese wissenschaftliche Artikel, topfe Pflanzen ein, werkle auf dem Balkon, putze fast vergessene Ecken, sortiere Kleidung, wasche und bügle Sachen, die bald wieder getragen werden sollen, hole Schuhe hervor, die viel zu lang’ im Schrank stehen mussten, freue mich insgeheim schon auf wärmere und schönere Tage.

Immer fühlt es sich also ein wenig nach einer Vorbereitung auf den Sommer an, auch wenn ich nicht im Studio schwitze oder auf dem Rad.

Doch auch hier machen sich Veränderungen breit: An manchen Tagen bin ich ratlos, was ich anziehen soll, weil die Schichtarbeit der letzten Wochen und Monate dann doch zuviel des Guten wäre: Etwas dünnere Handschuhe, Übersocken statt Neoprenüberschuhen,  und dünnere Socken, Knie- und Beinlinge statt der Winterhose. Das Wintertrikot reicht;

Mist, schon wieder eine Schicht zuviel!

die Jacke darf zuhause bleiben und auch das Schlauchtuch muss nicht mehr tief über die Ohren gezogen werden.

Optimistisch getönte Brillengläser kamen ebenfalls schon zum Einsatz, und gestern dann das “Sommerrad”. Das war dann doch sehr ungewohnt und nur leidlich bequem, selbst die Look-Pedalplatten wollten nicht so müh’los einklicken wie den Winter über die SPD-Klickies am Crosser. Eine reichlich anstrengende Geschichte, die Übergangszeit! – Aber was nimmt man nicht alles in Kauf, wenn nur die Sonne scheint!

Happy Birthday to you!

Während also auf den ersten Blick doch irgendwie alles gleich zu sein scheint, ist dennoch alles anders – einschließlich mir selbst, die ich nun hochoffiziell ein Jahr älter bin. Es war ein schwieriges Jahr, hart erkämpft, teils leidvoll, viel geschafft und doch auch vieles (noch) nicht ganz erreicht, und ich spreche hier nicht nur vom Sport.

Ich habe und werde mich nicht beirren lassen, das war und ist wohl mein Jahresfazit, das ich persönlich meist ohnehin eher am Geburtstag vornehme als zu Silvester. Letztlich, so habe ich beschlossen, ist mir somit auch am Radfahren der Erfolg nicht so wichtig wie die Sache an sich: Training, Durchfahren, persönliche und ganz

Beständig voran gehen. Kleine Erfolge wert schätzen. Aus Rückschlägen lernen.

individuelle Fortschritte, Erlebnisse, Begegnungen, Erfahrungen und daran zu reifen und zu wachsen.

Die ersten Rennen sind bereits angedacht, rücken aber noch ein bisschen in die Ferne angesichts des nächsten Schrittes: Erst mal geht’s bald ins Trainingslager. Ich freue mich wie ein Schneekönig (, obwohl ich natürlich auf absolut unschneekönigliches Wetter hoffe), dass das so unerhofft doch klappt in diesem Jahr!

Bald sehen wir uns!

Und an Ostern erst! An Ostern sind wir noch einmal kurz alle gemeinsam als Team beisammen. Auch darauf freu’ ich mich sehr!

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