Le Rêve = Geschlechtertrennung?

Warum wir ein reines Damenteam sind, diese Frage wurde in einem Forenbeitrag (rennrad-news.de) auf den Tisch gebracht. Ich finde das gut und will Frage und Antwort darum auch hier einstellen:

Dort hat ein Mitglied Folgendes geschrieben:

Ich finde das prinzipiell vortrefflich, wenn man seinen Traum zu leben versucht. Ich weiß, das klingt extrem pathetisch. ;)
Noch besser und auch schöner ist es andere zum Mitmachen zu animieren. Viel Glück dabei!

Und ohne eine Diskussion lostreten zu wollen: Die strikte Geschlechtertrennung verstehe ich nicht wirklich. Es wird in euren Augen aber gute Gründe dafür geben, insofern, haltet den Kopf über Wasser. :)

Es folgt meine Antwort:

Hmm, es geht mir nicht um eine “Geschlechtertrennung”, wie du schreibst. Dass es ein reines Damenteam ist, hat vor allem praktische bzw. organisatorische Gründe:

In unseren jeweiligen Vereinen könnten wir bei bestehenden Trainingsgruppen und -Angeboten problemlos mittrainieren. Alles ist aber logischerweise hauptsächlich auf Männer ausgelegt, einfach, weil fast nur männliche Sportler mitfahren.

Wenn ich also ein Angebot suche, dass für Frauen passt bzw. optimal auf sie abgestimmt ist, bringt es nichts, wenn ich ein weiteres “Gemischt-Angebot” mache, das wiederum höchstwahrscheinlich vor allem von Männern genutzt werden wird bzw. letztlich unnötig ist, weil es für Männer schon ausreichend Angebote dieser Art gibt. Ich will doch keine – völlig obsolete – “Konkurrenz” zu bereits bestehenden gesunden Strukturen schaffen.

Um eventuellen Fragen nach den Dingen vorzubeugen, die “frauen-spezifisch” sein sollen:

Wenn ich bspw. permanent mit unserer (super-netten, rücksichtsvollen und sonst absolut angenehmen) Vereins-Männergruppe mit trainiere, wäre das Training von Umfängen und Intensität her nicht optimal für mich. Bei der MTB-Gruppe ist das noch deutlich stärker ausgeprägt (Faktor Kraft bzw. Wegfall des Windschattens).

Auch sind die Gruppen nur bedingt auf die Wettkampfvorbereitung ausgelegt. Ein weiterer Faktor ist unser Trainer: Der versteht was vom Training mit Frauen, physisch wie psychisch, und somit ist es auch, was die Struktur angeht, sinnvoll, das Team und alle Ressourcen speziell auf Frauen auszulegen.

Generell gesagt ist das vielleicht vergleichbar mit Schuhen: Eine Schuhleiste anzubieten, wie sie bisher kaum zu finden war. Nicht für jeden (weiblichen) Fuß ist sie nötig, aber einige werden sich freuen, endlich den passenden Schuh finden zu können, so dass ihnen in Zukunft Blasen, Fehlstellungen, Schmerzen,…. weitestgehend erspart bleiben und optimales Laufen möglich wird. Es wäre hingegen nicht hilfreich, eine weitere “one-fits-all”-Lösung anzustreben, wie sie bereits vielfach auf dem Markt ist.

Auch dazu würde mich eure Meinung interessieren bzw. was ihr – Männer wie Frauen – an Erfahrungen in diesem Bereich gemacht habt.

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