Malevilcup 2013

Ich schreibe am besten sofort, ganz aktuell und vor Ort: Hier habe ich keine Internetverbindung, und ich sehe auch nicht ein, warum ich mir die Mühe machen sollte, das zu ändern. Ein paar Tage ohne Netz schaden keinem. – Stattdessen also abspeichern und später einstellen.

Wir sind ein paar Tage eher nach Oybin gereist, einem zauberhaften kleinen Kurort unmittelbar an der deutsch-tschechischen Grenze. Ich hatte ihn bis dahin nur „vom Rad aus“ gesehen, und zwar jeweils während der Durchfahrt vor dem legendären Schlussanstieg des Malevilcup, meinem bisherigen Favoriten, was MTB-Marathons angeht.

Oybin besteht in der Mehrzahl aus wunderbar pittoresken alten Häusern, traditionelle Gebindehäuser neben großartigen Villen, die von längst vergangenem Wohlstand zeugen. Dazwischen gibt es viel Grün – Parkanlagen und Gärten mit altehrwürdigen Laub- und Nadelbäumen, prächtigen Rhododendren und Azaleen – und gleich hinter dem Ort ragen steil hohe, rund gewaschene Felsen auf. Weit oben wiederum befindet sich eine wirklich eindrucksvolle Burg- und Klosteranlage, die den Anstieg (mit absolut schweren Beinen am Tag nach dem Rennen) wirklich wert war. Bevor ich jetzt in zu vielen Worten über die Burg, die unglaublichen Ruinen einer Kathedrale, das Kaiserhaus, die Vielzahl an gewundenen „geheimen“ Pfaden, die bemerkenswerte Aussicht lamentiere, breche ich hiermit lieber ab: Schaut es euch selbst an (unbedingt!!!), solltet ihr einmal Gelegenheit dazu haben.

Am Samstag war das Rennen: Ich konnte dieses Jahr, wie ich ja schon geschrieben habe, nur die Kurzstrecke in Angriff nehmen. Das war schade, denn einige der schönsten Streckenabschnitte blieben mir dadurch verwehrt (tolle Abfahrten, aber auch harte Anstiege). Ich stand also am Start mit dem Ziel, Spaß zu haben, mein neues Rad (erstmals Hardtail) kennen zu lernen, meine (derzeit mageren) Energiereserven gut einzuteilen und ein schönes Rennen – das erste der Saison für mich – zu fahren. Klar war, dass ich schon am Start nicht mitgehen konnte. Klar war auch, dass ich keine andere Taktik verfolgen konnte als nur die, möglichst heil aus dem Rennen zu kommen.

Letztlich aber glaube ich, dass ich gar nicht mal so schlecht war gemessen an den Vorbedingungen. Wenn ich wieder zuhause bin, werde ich im Internet nachschauen. Ich hatte auf jeden Fall sehr viel Spaß und gewöhne mich immer besser an mein neues Rad, das sich wunderbar fährt. Das fällt mir allerdings auch leicht, es fühlte sich beim ersten Fahren schon fast an „wie Zuhause“.

Nach einem „Ruhetag“ (, der ungeplantermaßen zum Wandertag wurde,) haben wir die letzten Tage über vor allem die tschechische Seite der Zittauer/Lausitzer Berge unsicher gemacht, dabei Pfade befahren, die wir schon kannten wie auch neue entdeckt. Ich kann euch versichern, dass Beine und Körper von Tag zu Tag müder wurden, aber es war die Mühe wert! Die Landschaft hier ist wirklich wunderbar. Wir haben zudem auch dieses Jahr wieder traumhaftes Wetter, haben leckere tschechische Spezialitäten genossen und bedauern, dass wir fast schon wieder nach Hause müssen.

Ein Gedanke zu „Malevilcup 2013“

  1. Hach schön! Das reizt ja echt auch mal hinzufahren :) und seis nur für eine gemütliche tour dort :)

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