Mittwochstraining nach Dienstagstraining nach Rennsonntag.

Und ich konzentriere mich auf die Vögel, während ich immer weiter trete, das Brennen in den Beinen ignoriere, den Schweiß, der mir aus allen Poren rinnt, atme ruhig weiter und lausche den Vögeln.

Die Sonne brennt flüchtige Schattenspiele durch die Baumwipfel auf den Asphalt. Erstmals fällt mir das auf in diesem Jahr, und ich schätze, das bedeutet, es ist Sommer.

Emotional war die Tour gestern ein Höllenritt; ich war ganz überrascht, wie all das so eng beieinander auftauchen kann: Freude und Staunen und Trauer und Wut.

Vielleicht, weil ich müde war und häufig so nah am Limit fuhr. In der Ebene schmerzten Tempowechsel besonders. Bergauf fuhr ich häufig dann doch recht entspannt und es erstaunte mich, wie gut das doch noch ging, solange ich das Tempo niedrig hielt.

Thema meiner Diplomarbeit, grob gesagt, ist Achtsamkeit. Und mit diesem Konzept beschäftige ich mich somit auch im Privaten häufiger. Auf dem Rad beispielsweise bedeutet das, dass ich trotz innerer Kämpfe, trotz Müdigkeit und Ungeduld, meinen Kopf zurück holen kann in das vielzitierte Hier-und-jetzt, den aktuellen Moment.

Jenseits aller esoterischen Verwicklungen erscheint mir das ein tolles Konzept, dem ich auch in Zukunft mehr Zeit und Anstrengung widmen werde. Es kann nicht falsch sein, Emotionen und Handeln unabhängig voneinander zu betrachten bzw. zumindest nicht in automatisierter Form ablaufen zu lassen.

Der heutige Tag schließlich steht im Zeichen der Ruhe – und der Schreibtischarbeit. Ich lese, ich schreibe, zitiere, formuliere. Die Gliederung gefällt mir noch immer nicht; ständige Jagd auf den roten Faden.

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