Neujahrstour 2015

Um Silvester herum war ich weiterhin täglich auf dem Rad bzw. auch im Studio. Anfangs fiel mir das noch recht schwer, denn nach dem Kranksein vor Weihnachten hatte die Kälte uns wieder im Griff, und dadurch waren die ersten Stunden draußen verhältnismäßig zäh.

Der Schnee nach den Feiertagen war toll, wenn auch in der Region nur wenig liegen blieb. Gestern dann war davon gar nichts mehr übrig im Tal, und weiter oben verblieb mehr oder weniger tiefer Schneematsch, der teils sehr schwer zu befahren war.

Unsere gestrige Neujahrsfahrt ging direkt auf den Weißen Stein in Dossenheim, und zwar mit dem Cyclocrossrad; das war hart: Ich war nicht wirklich warm gefahren, hatte offenbar doch zu wenig gegessen und mir gingen sehr rasch die Gänge aus. Zu langsam zu werden war ebenso fatal wie wenn man zu fest in die Pedale trat; “richtiger” Schnee wäre mir wirklich lieber gewesen. So aber rutschte ich teils mehr nach links und rechts und der Reifen durch als dass ich vorwärts gekommen wäre. Weiter oben dann hatte ich einfach zu wenig Luft, das war mir peinlich, aber nicht zu ändern; offenbar konnte ich trotz dass die Erkältung nun schon weit über eine Woche abgeklungen war, noch nicht komplett frei durchatmen.

Während also Jakub mit einem anderen Radler schneller weiter fuhr; musste ich selbst abreißen lassen und mein Tempo hinauf fahren. Irgendwann kam ich doch noch oben an, obwohl ich, je weiter ich hinauf kam, desto härter durch die butterweiche Pampe treten musste und zunehmend kraftraubend schlingerte. Aber ich wollte nicht absteigen und erst recht nicht schieben. Oben wurde ich (ich befürchte, wohl schon eine ganze Weile lang) erwartet und der erste Teil bergab bzw. die Querung hinüber nach Peterstal gestalteten sich fast noch schwieriger, aber ich kam ohne Sturz gut durch und hatte meinen Spaß, während es unseren Begleiter gleich mehrfach legte und dabei auch noch seine edle Regenjacke kaputt ging.

Die Abfahrt auf der schneefreien Straße dann war schlichtweg kalt; die Bremsen taten ohnehin ihren Dienst nurmehr schlecht: Vereist. Im Neckartal angekommen, waren wir froh, ein bisschen Tempo machen zu dürfen, um wieder warm zu werden. Ich war jedoch irgenwann nicht nur hungrig, sondern auch sehr müde und merkte, dass 3 Tage Training im Schnee in den Beinen, auch wenn’s nur wenige Stunden waren, für mich doch hart ist und keine Routine. So freute ich mich auf zuhause, wo wir trotz eines Plattens (warum nur habe ich derzeit andauernd Platten?!)  mit ein paar Malen Aufpumppause doch gut ankamen.

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