Regen, Sonne und Berge…

Ich möchte heute ein bisschen von unserem Urlaub erzählen. Nicht alles war so wie geplant aber wann läuft denn mal alles rund? Am vergangenen Samstag ging es morgens gegen 10Uhr los. Zuerst noch mit Kaffee und Brötchen eingedeckt und dann gings schon gen Süden auf die Autobahn. Zuerst lief es rund und wir kamen gut voran. Nach ca 3STunden fing der Stress dann an. Stau….ansich nichts ungewöhnliches aber sogar die Rastätte war komplett überfüllt (wir mussten mal kurz Pause machen…) sodass wir sage und schreibe 30min auf dem Parkplatz standen bis es “weiterging”. Gegen Ende der Fahrt machte unser Navi schlapp und mit Hilfe des Atlas konnten wir dann nach 8Stunden Fahrt das Haus auf einem abgelegenen Hügel finden.

Am nächsten Morgen kam der erste Wehmutstropfen denn es schüttete aus Eimern…unmöglich, fahren zu gehn, denn die Temperaturen lagen bei ca 7Grad. Also erstmal ausgeruht von der Fahrt und überlegt was wir noch tun könnten. Gegen Mittag lies es dann nach und wir nutzten die Chance und fuhren einen kleinen aber steilen Berg hoch um zu gucken was es da so gibt….Leider wurden wir nach 30min wieder von einem starken Regenguss überrascht sodass wir beschlossen umzudrehen.

Gegen 6Uhr erwachte ich und traute meinen Augen kaum…die Sonne kam raus :O es war eigentlich Regen gemeldet und so beschlossen wir die Hochalmrunde zu fahren die wir uns schon rausgesucht hatten. 1000HM auf 24km. Schon knackig für unsereins, aber machbar. Also ging es gegen 9:30Uhr los und erstmal über Serpentinenschotterwege nach oben zur Mittelstation der Bernkogelbahn. Der Aufstieg war langsam aber wunderschön. Wir hatten einen tollen Ausblick und geniales Wetter. Der letzte Anstieg war happig und wir kamen an unsere Grenzen denn die letzten 400HM bestanden nur aus total steilen, steinigen Wegen die es uns nicht gerade leicht machten. Nach kurzen Pausen kamen wir dann oben an und wurden mit einem atemberaubenden Ausblick belohnt (Bilder gibts auf der FB-Seite). Der Hochalmtrail ist bekannt als schöner flowiger aber steiniger Trail umgeben von einer wunderschönen Natur. Leider hatte auch er in den letzten Tagen sehr unter dem Dauerregen gelitten und so fuhren wir in einer reinen Schlammschlacht nach unten..oft musste ich absteigen weil es einfach nur noch Knöchelhohe Schlammpfützen gab. Dennoch war es ein toller Trail und in trockenem Zustand ist er sicher ein Traum.

Am nächsten Tag gab es wieder Dauerregen sodass wir beschlossen daheim zu bleiben. Wir fuhren nach Zell am See wo wir die Radklamotten des Vortages zum waschen abgegeben hatten und machten dann einen Abstecher ans Seeufer – der Regen hatte Gott sei Dank nachgelassen. Zell am See ist echt ein schönes kleines Städtchen und nach einem leckeren Eis gings dann auch schon weider heimwärts.

Der Mittwoch war definitiv der aufregendste Tag. Geplant war die Schattbergtour mit Abfahrt auf dem berühmten Hacklbergtrail. Wetter schien auch ok zu sein, also gings los. Der Anstieg war knackig aber machbar. Serpentinenwege und steile Anstiege führten uns schließlich auf eine Hütte (die aber noch geschlossen war) auf 1800m Höhe. Plötzlich zog es zusammen, wurde immer kälter (hatten unter 10Grad) und der Anstieg wurde schwerer und mühsamer. Wir sahen schon den Gipfel des Ostberges, aber es schien uns unerreichbar. Es begann zu regnen. Erst nur wenig, dann kam ein Hagelschauer über uns herab und wir zogen unsere Regenjacken an. Es war arschkalt und total ungemütlich. Die Beine waren müde und wir hatten Hunger. An stehenbleiben dachten wir nicht denn wir wollten einfach nur noch oben ankommen….nach ca 15min war der Schauer auch vorbei und – oh welch Wunder – die Sonne kam raus. Wir kämpften uns also noch die letzten 200HM nach oben und durften als Belohnung das Panorama genießen. Wir fotografierten Schafherden und ruhten uns aus, aßen was und dann gings los….Der Hacklbergtrail entpuppte sich als wahre Pracht. Steinig, viele Anlieger, traumhafte Kulisse….einfach WOW!!!!

“Da muss ich nochmal hin!”

Mein Grinsen ging nicht mehr weg. Wir fuhren in schönem Tempo nach unten und genossen noch die Sonne an einem nahegelegenen See bis es dann nach Hause ging. Was für ein genialer und spannender Tag.

Der nächste Tag wurde ein “Beinschontag”…..wir fuhren zur Kohlmaisbahn und fuhren hoch um dann die Milkaline runterzuballern….genial!!! Absolut wahnsinn. Sie lässt sich wunderbar fahren mit dem Hardtail (was aber sau anstrengend ist) und macht total Spaß. Unser Tag bestand also aus Fotos machen, Aufnahmen, ballern und Spaß. Leider unterschätzten wir die Sonne und so kam es dass wir mit hochroten Köpfen, roten Armen und Nacken nach Hause fuhren. Zudem stürzte einer unserer Fahrer sodass unser Urlaub auch nach dieser Tour endete…der 2. geplante Schattbergaufstieg muss also der vernunftshalber noch auf uns warten aber eins ist sicher: wir kommen wieder!!!!

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