Samstagsblues und Jahresrückblick

Während vor meinem Fenster mit lautem Getöse ein Gerüst demontiert wird, bin ich unerwarteterweise im “Ausruhmodus” gelandet. Jetzt weiß ich also, warum ich die Tage so müde war morgens: Ich bin krank. Nicht allzu sehr bisher, denn ich habe rasch reagiert. Als gestern die Halsschmerzen einsetzten, habe ich mich sofort hingelegt, habe gegurgelt, die Nase gespült, Tee gekocht. Kurz, das volle Programm: Runterfahren! Heute geht es mir sogar fast schon wieder gut, aber ich spüre den Hals noch leicht und bin müde. So fahre ich kein Rad. Was das angeht, bin ich konsequent.

Der schöne Plan für’s Wochenende wird also gecancelt: Heute kein Rad, morgen kein Studio, morgen kein Rad. Montag schauen wir mal.

Das Problem ist, dass ich mit einer Person in der WG wohne, die quasi dauerkrank ist. Wenn ich also vom Training komme, bin ich früher oder später nunmal anfällig für eine Erkältung und das, obwohl die Gute derweil zumindest die grundlegendsten Hygienemaßnahmen zur Ansteckungsvermeidung ansatzweise gelernt hat. Andererseits habe ich nun schon viele Monate überstanden, ohne, dass es mich erwischt hätte.

Erfreulich ist, dass mein Papa wieder zuhause ist und an Weihnachten bei uns sein wird. Das freut mich sehr. Die letzten Tage in der Klinik haben wir während meiner Besuche gemeinsam im Bett gesessen und gelesen; das war schön. Zuhause genießt er nun das gute Essen (nach Montagen Sonden- bzw. Krankenhauskost), die häusliche Umgebung, das eigene Bett; und das Einzige, was mich gemessen an der ganzen Geschichte des vergangenen Jahres an meinem eigenen “Zustand” wirklich besorgt, ist, dass ich so nicht nach Hause darf, um ihn nicht anzustecken. Ich denke aber, dass auch das in ein paar Tagen kein Problem mehr darstellen dürfte.

Wenn ich also auf das beinah schon vergangene Jahr zurückblicke, sehe ich vor allem Sorge und viel Leid und Angst. Sportlich gesehen habe ich zwar größtenteils gut trainiert, war aber häufig anderweitig belastet und so manches Rennen ist mir vom Kopf her wirklich schwer gefallen. Dennoch war es wichtig, daran fest zu halten. Bei aller Schwäche und mangelnden Leistungsfähigkeit ist jedoch erstaunlich, dass ich nicht wirklich krank war.

Es kommt Einiges auf mich zu im nächsten Jahr und auf uns als Familie gewiss auch. Aber daran werde ich jetzt noch nicht denken und jeweils bereit sein, wenn es soweit ist. Bis dahin aber wünsche ich Euch allen frohe und möglichst entspannte Feiertage mit den Menschen, die Euch etwas bedeuten! Bevor jemand in Eurem Umfeld alleine feiert, ladet ihn doch zu Euch ein: Ein Plätzchen findet sich immer.

 

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