Schwarzwald, Schnee und Sonnenschein

Gestern hatte ich außerplanmäßig einen freien Tag, glücklicherweise. Denn dienstags fahren meine Freunde vom Skiclub Leimen bei ausreichender Schneelage zum Langlaufen in den Schwarzwald. Diesmal ging’s zum Kniebis.

Zuhause war an Schnee nicht zu denken: Grau und regnerisch war’s, als ich in meinen Langlaufklamotten, links die Tasche mit Ski und Stöcken, auf dem Rücken die verdammt schwer geratene Sporttasche mit Trinkrucksack, Thermosflasche, Langlaufschuhen, Ersatzkleidung, warm gefütterter Zusatzjacke für nach dem Sport, usw. das Haus verließ. Die Leute in der Bahn schauten, eine Dame sprach mich an…

Später ging’s im Bus weiter: Eine munt’re Truppe aus 7 Männern und meiner Wenigkeit. Einen Teil kannte ich schon: Kurt und Manfred, Dieter, Volker. Allesamt Rentner, von der wirklich aktiven Sorte.

Ich dachte mir, dass ich mir von ihnen eine Scheibe abschneiden kann und so manch einer sonst ebenfalls, während der eine erzählte, was er so treibt unter der Woche, wie er gemeinsam mit seiner Frau wandern geht, Nordic Walking (die ernsthafte Variante) betreibt, Langlaufen geht, Radfahren. Wie sie sich einen ihrer Lebensträume erfüllt hatten, indem sie mit dem Schiff zum Nordkap fuhren und an den Zwischenstopps immer wieder per Rad bzw. zu fuß das Land entdeckten. Und wie dann hingegen sein großer Traum in Erfüllung ging, als sie in Südafrika in einem Camp untergebracht waren und vielfach auf Safari gingen. Er erzählte liebevoll und stolz von den Kindern und Enkeln und mir gefiel, was ich da hörte vom Leben eines 74-Jährigen, der später auf der Loipe nicht abzuhängen war.

Ein anderer hat “im Sommer das Rennrad, im Winter die Langlaufski, im Frühjahr und Herbst geh’ ich Schwimmen”. Mit ihm bin ich später unterwegs und ich bin verwundert, als er sich bei der Heimfahrt bedankt, dass ich ihn motiviert habe unterwegs, wo wir doch einfach gemeinsam durch die wunderbare Landschaft gefahren waren. Er mit einer erst verheilten komplizierten Verletzung auf den Abfahrten noch zögerlich, ich beim ersten Mal auf den Skiern diese Saison teils eher am “Stöpseln”, zumindest fühlte sich noch nicht alles so rund an wie es soll.

Der obligatorische Fotostopp ist etwas missglückt, was ich gern dem hinzugezogenen unglückseeligen Dritten in die Schuhe schieben möchte, der in Ermangelung einer Alternative die Bilder von uns geschossen hat. Sieht nicht gut aus, aber als Dokumentationsmittel taugt’s wohl trotzdem. Ich war ja nicht allein unterwegs, habe die Bilder der Mitfahrer aber außen vor gelassen, weil ich nicht einfach – ohne zu fragen – Bilder anderer Personen “veröffentlichen” möchte.

Landschaft

Arnhild

Erstaunlich schön war’s – nach den Wettervorhersagen hatte ich mit pappigem Schnee und mittäglichem Regen gerechnet. Stattdessen war es nicht zu warm und nicht zu kalt, zwar teils neblig, schneite aber wenn, dann in kleinen, festen Flocken, der Schnee war gut und manchmal kam sogar die Sonne raus: Was will man mehr?!

Den Ausflug in die Winterlandschaft bei frischer Luft und dem wunderbaren Geräusch der Ski im Schnee hab’ ich sehr genossen. Es soll beim einen Mal nicht bleiben!

 

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