Start in den Sommer – ohne mich!

Das muss ich doch jetzt mal loswerden: Ein weiterer wunderschöner, warmer – wenn man den Wettervorhersagen glauben kann, sogar womöglich richttiggehend sommerlich heißer – Tag steht uns bevor. Und ich sitze bei heruntergelassenen Rolläden am Schreibtisch und schreibe, schreibe, schreibe. Ich lese, lese, lese, überlege, wie ich den ganzen Kram zusammenfassen, verarbeiten muss und kann, tippe mir dann wiederum die Seele aus dem Leib, versuche, den roten Faden immer weiter zu spinnen in die Richtung, in die es jeweils gehen soll und dabei nicht nur eben diesen Faden, sondern auch den Mut nicht zu verlieren, den Glauben daran, dass das Ganze ein Ende, und zwar ein gutes, haben wird, die Hoffnung, dass alles weiterhin irgendwie rund läuft.

Und glaubt mir: Wenn man so sitzt und liest und schreibt, ist das gar nicht so einfach wie man beizeiten meinen möchte.

Wochenlang schon tue ich das; vorausgegangen waren Monate des Nurlesens und Zusammensuchens von Artikeln, Büchern, Daten, Ideen, Gedanken. Dann wurde geplant und strukturiert, gegliedert und schon mal zusammengefasst, verändert, überlegt, gestrichen, was auch immer sonst noch alles.
Das Training ist mein Ausgleich, aber ich muss häufig Abstriche machen: weniger Training, seltener raus, nichts mehr anderes sowieso schon lange, fast nicht mehr ins Studio, alles kürzer, auch weniger Wettkämpfe, keine weiten Anfahrten. Einkaufen nur noch dann, wenn der Kühlschrank komplettst leer ist, kaum Telefonate. Die üblichen Dinge eben.

Kleine Freuden: Blumen gießen. Abends noch ein paar Seiten in einem Roman lesen. Einen Abstecher auf eine interessante Internetseite.

Die großen Freuden hingegen waren die Pfingsttour, für die allerdings ich zeittechnisch doch “bezahlt” habe (aber das war’s allemal wert!), und die Rennen gelegentlich. Manchmal gehe ich auch mittags trainieren, wenn nichts mehr geht.

Und gerade schreibe ich kurz hier, also was ganz Anderes und ohne Quellenangaben, bevor ich mich weiter mit dem Thema Achtsamkeitsinterventionen im Sport auseinandersetze.

Heute muss ein weiterer Meilenstein geschafft werden, auch wenn ich andauernd hinterherhinke, weil mir noch soviel einfällt, was ich noch alles ein- und umbauen möche und längst nicht alles da ist wo es sein soll. Also kein Rad heute. Die Sonne muss ohne mich den Start in den Sommer packen, fürchte ich.

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