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OutDoor in Friedrichshafen 2013 – 66°North

66°North ist ein isländisches Kultunternehmen. Weil dort das Wetter ein wenig rauher ist als bei uns, tragen selbst Kinder auf dem Spielplatz funktionelle Kleidung, und 66°North ist nicht umsonst Marktführer im eigenen Land: Sie wissen, worauf es ankommt. Auf den ersten Blick sah die Kollektion für mich wenig spektakulär aus, bis auf einige Teile, die verdächtig nach Klassikern aussahen: Ein schlichter, sehr männlicher und style-tauglicher Parka, ein schlichtes Kapuzenjäckchen, das genau damit, mit seiner simplen Schnittführung bei hochwertigem Material besticht. Mehrere T-Shirts, deren klassisches Design mich ansprach (teils gefielen sie mir auch überhaupt nicht). Schön sind auch die Farben: Wenig, aber bedeutungsvoll. 66°North “baut” vor allem einfarbige, alltagstaugliche bis hochfunktionelle Kleidung. Die Farben sind angelehnt an “berühmte” isländische Farben. Der Fuchsia-Ton erinnert an eine bekannte Blume (ich wüsste nur gern, welche), das Türkis an das Meer, das leuchtende Orange-gelb an ich weiß nicht was. Ich hätte gern mehr Hintergründe erfahren, denn genau das hat mich letztlich an 66°North interessiert: Die Wurzeln. Am Stand wurde ein Film von den Aufnahmen sowohl der Sommer- als auch der Winterkollektion gezeigt, und es war schön, den im Mai endlich offenen Pass zu einem Bergdorf – haushohe Schneewände säumten unmittelbar den Asphalt – zu sehen oder die Moränenlandschaft. Die Marke hatte offenbar in der Vergangenheit das Problem, dass die “Sommerkollektion” für den hiesigen Sommer nicht zu gebrauchen war. Hierzulande wurde sie als herbstlich wahrgenommen, zu recht, denn bei uns ist es ein ganzes Stück wärmer. Das wird im kommenden Sommer offensichtlich anders werden, so viel konnte ich sehen.

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