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2. Update: Nivea Protect & Shave

Seit ein paar Wochen ist der Rasierer nun schon im Dauerbetrieb: Beine, Achseln, Bikinizone. Weiter sind die Klingen scharf, funktioniert das Schwunggelenk bestens und ich kann nicht klagen. Der Crèmefilm auf dem Rasierkopf ist dünner geworden, aber noch immer vorhanden. Ich werde weiter darauf achten, wann es gänzlich aufgebraucht ist.

Immer noch freue ich mich darüber, dass ich nicht aufpassen muss, mich zu schneiden, was bei meinem bisherigen Rasierer ziemlich schnell vorkam.
Es gibt noch immer keine Informationen zum Thema Wechselklingen, was selbstverständlich viele interessiert hat. Ich lasse Euch wissen, sobald ich etwas weiß.

 

Die Effizienz zählt.

Effektivität = Nutzen im Allgemeinen
Effizienz = Nutzen im Verhältnis  zum Aufwand, “Kosten-Nutzen-Faktor”

Effizienz; darum geht es ja fast immer: Minimale Kosten, maximaler Aufwand. Derzeit muss ich bspw. effizient daran arbeiten, gleich mehrere Fristen einzuhalten.
Okay, und gestern war ein ganz ordentlicher Tag: Ich kam ziemlich gut voran, zumindest in einem Bereich; konnte abends im Studio ein paar Gewichte erhöhen und kam mit ein paar neuen Technikfragen im Kopf nach Hause: Dies oder jenes will ich nachschauen und noch einmal verbessern.

Noch ist es trocken, vielleicht fahre ich heute nicht als Pause ein bisschen Rad (wie sollte ich, später wird es schütten, so die Ankündigung), sondern heute früh gleich noch.

Und jetzt kann ich nur hoffen und beten, dass der Laptop nicht schlapp macht. Ich weiß gar nicht, wie lange ich ihn nun schon habe, aber allzulange dürfte es nicht sein. Auch wurde er nur wenig herum geschleppt und immer sorgsam behandelt. Dennoch habe ich wohl einen Kabelbruch am Monitor, wenn ich die Sypmtomatik recht deute. Es wäre eine Katastrophe, wenn er ausgerechnet jetzt schlapp machen würde!

 

Eins auf den Deckel

Die letzte Woche über bin ich konsequent nicht Rad gefahren. Es war notwendig: Ich war müde, erschöpft, habe viel geschlafen, gut gegessen, mein Tagwerk erledigt, soweit es ging.

Am Sonntag dann stand das nächste Rennen der Roßbacher Bike Challenge an, der Keiler-Bike-Marathon in Wombach. Dort wollte ich am Start stehen, komme was wolle. Und es kam einiges: Ich war immer noch kaputt, aber es ging mir schon viel besser. Das war die gute Seite. Doch vor allem kam Regen, sintflutartig, dazu selbstverständlich Schlamm – und ja, viel mehr Schlamm und Dreck als man ihn als Mountainbiker üblicherweise gewohnt ist – und wo ich anfangs zumindest nur langsam und nicht schleichend den Berg hinauf kam, wurde ich recht bald schon extrem langsam und fühlte mich wie die vermenschlichte Version einer Zeitlupe.

Mein großes Glück war, dass ich ab dem 1. Drittel etwa mit Partner unterwegs war, erstmals überhaupt: Mein Freund hatte Schwierigkeiten mit dem Rad und als ihm klar wurde, dass er an diesem Tag ohnehin nichts würde reißen können, wartete er auf mich und fuhr das restliche Stück mit mir gemeinsam. Dafür war ich sehr dankbar, denn rasch schon habe ich nichts mehr gesehen: Waren Brille und Augen zu, ich trage Kontaktlinsen, was das Reiben und Säubern der Augen beinahe unmöglich machte und hatte auch am Tag darauf noch gereizte Augen. So jedoch konnte ich “einfach hinterher” fahren. Blind fahren ist furchtbar, das ist wirklich nicht meins! Die Augen schmerzten, ich sah teilweise buchstäblich nichts und litt enorm darunter. Ohne meinen geliebten Vorausfahrer wäre ich wirklich aufgeschmissen gewesen, erst recht, nachdem mit jegliche Kraft verlassen hatte.

Nach den Erfahrungen bei er MTB Trilogy jedoch waren die vielen Warnschilder “Gefährliche Abfahrt!”, “Gefährliche Kurve!” samtsämtlich entsprechender Gefahrensymbole aus unserer Sicht eine wahre Lachnummer. Das waren sehr lustige Momente, wie haben wir gelacht! Das soll nicht arrogant klingen, aber diese Abfahrten waren weder steil noch schwierig und nachdem wir mehrmals umsonst abgebremst hatten, ignorierten wir derlei Ankündigungen von da ab erfolgreich.

Ich war außerdem – trotz meiner extremen Langsamkeit – erstaunt, wie schnell eine Verpflegungsstation nach der anderen kam und wie viele Forst- und Waldwege wir entlang fuhren. Aber ich musste mich sehr quälen und wenn ich das Hinterrad nicht gehabt hätte, an dem ich mich bildlich gesprochen mit aller Kraft und Konzentration festbiss, hätte ich massiv viel länger gebraucht, weil es mir hinten raus doch relativ schlecht ging.

Um die Veranstalter tat es mir sehr leid: Die tolle Zielverpflegung mit allem Drum und Dran: Edle Müsliriegel, Kuchen aller Art, sogar herzhaftes Gebäck, verschiedenes Obst, Getränke in allen Varianten etc. konnte man kaum genießen, weil ein Unwetter nach dem anderen niedergingen, wir alle nass, verschmutzt und rasch auch durchgefroren waren und an ein längeres Verweilen im Zielbereich nicht zu denken war.

Dann auch lange Schlangen an den Hochdruckreinigern (obwohl mehrere und für übliche Verhältnisse absolut ausreichend viele aufgestellt worden waren). Ich stand gut 30 Minuten an und gab dann auf, zitternd hätte ich keine weitere halbe Stunde durchgehalten. Über uns tobte sich derweil lautstark ein Gewitter aus und diejenigen, die bereits geduscht hatten, waren nach Sekunden ebenso nass wie die noch Dreckverschmierten.

Viele Leute fuhren also nach Hause, ohne noch zu essen, man verpasste die Siegerehrung, was ich besonders schade fand, weil man noch am Warten und Duschen war und all das, was sonst ein Rennen für alle Beteiligten zum Erfolg werden lässt, die Gemeinschaft, die Gespräche, das gemeinsame Ausklingenlassen bei leckerem Essen und etwas zu Trinken, der Applaus und die Bewunderung für die Schnellsten, die Diskussion über die Strecke, all das fiel weg. Das war sehr schade!

Stattdessen also packten wir die Räder wie sie waren ins Auto (wohl dem, der viele Decken, Laufradtaschen und eine gute Packtechnik hat), verzichteten auf weiteres Anstehen, gingen schnell unter die Dusche: Geduscht habe ich kurzentschlossen alles: Stellte mich samt Helm, Schuhen, Kleidung hinein. Eines nach dem anderen entdreckt und die Klamotten ausgewrungen, in die schlauerweise mitgebrachte IKEA-Tasche gepackt, dann erst eine gefühlte weitere Ewigkeit später selbst geduscht. Schließlich später noch die Dusche selbst geduscht, denn solch einen Dreck wollte ich nicht hinterlassen. Gott sei dank war das Wasser wunderbar warm und die Kälte wich endlich irgendwann aus den Gliedern. Und zudem war alles – Helm, Schuhe, Kleidung, Arnhild, Dusche – hinterher annehmbar sauber.

Am Ende haben wir noch gemeinsam gegessen, eine liebe Bekannte getroffen und mit ihr geredet. Ich jedoch war so kaputt wie wirklich seit Jahren nicht mehr, für meine Verhältnisse auch extrem schweigsam: In einer Hand die Gabel, in der anderen meinen Kopf. Der wollte nicht mehr alleine aufrecht bleiben. Benimm adé, ich war fertig, wollte aber trotzdem nichts verpassen: Weder die Bekannte noch das Essen. Prioritäten…

So habe ich die gesamte Rückfahrt über tief und fest geschlafen, die heftigen Unwetter auf der Autobahn nicht mitbekommen und wachte erst 2 Stunden später bei großer Hitze kurz vor zuhause wieder auf. Ziemlich erholt. Auch hier war ich sehr dankbar, dass ich  nicht alleine unterwegs war, einen treuen “Fahrdienst” hatte, der mich lieb nach Hause brachte.

Gesamtfünfte und Vierte bei den Seniorinnen-I mit jedoch sage und schreibe einer Stunde auf die Erste, das ist das niederschmetternde Resultat. Ich bin rasch bergab unterwegs gewesen, war aber sowohl in der Ebene als auch vor allem dann bergauf massiv zu schwach. Nicht nur verglichen mit den anderen – was hülfe ein solcher Vergleich? – , sondern wiederum vor allem im Vergleich zu meinen üblichen Leistungen. Also erst einmal weiter gut erholen und schauen, dass ich meine alte Form wieder finde.

Der Pilateskurs, dann Schaumrolle & Mobilisation im Studio waren mein gestriges Abendprogramm: Sehr wohltuend, das bekommt zukünftig einen festen Platz, habe ich beschlossen.

 

Rückansicht

Nach dem Wochenende in Italien, ich war am Sonntag abend zurück gekehrt, das Gepäck notdürftig in die Wohnung geworfen, schnell die Tasche gepackt für den folgenden Tag, durfte ich am Montag um 03:30 Uhr aufstehen und mich aufmachen in die schöne Kaiserstuhlregion: Wir hatten für das Straßenrennen in Merdingen gemeldet und trotz aller Müdigkeit und leeren Beinen hatte ich vor allem das Ziel, das Rennen durch zu fahren. Die Strecke ist durchaus anspruchsvoll: Harter Anstieg, gefolgt von einem weiteren kurzen Stich, nicht enden wollenden sanft ansteigenden Abschnitten, engen Kurven, einer schnellen Abfahrt mit mehreren technischen Einlagen.

Die Herren starteten um 8, darum die frühe Anreise. Ich betreute und schaute zu, wie bereits in der ersten Runde das Feld komplett zerlegt wurde, minutenlange Abstände entstanden, ein Chaos aus U19-Fahrern, C-Klasse, Senioren II und Senioren III, Begleit- und Schlussfahrzeugen an uns vorbeifuhr und manchmal niemand mehr verstand, wer wohin gehörte. Trotz der frühen Stunde litten die Fahrer massiv unter der Hitze, gaben schon auf den ersten Kilometern viele auf und von “meinen” 3 Fahrern stieg einer aus, ein weiterer erlitt einen Hitzeschlag und konnte nur gerade so eben das Rennen beenden. Der 3. hingegen wurde, obwohl er zu leiden hatte, 2.

Ich wusste also, was mich erwarten würde, als ich um 13 Uhr am Start stand; wurde prompt schon vor dem ersten Berg nach hinten durchgereicht, hatte am Berg zu kämpfen, gewöhnte mich mit der Zeit jedoch daran und fuhr Runde für Runde nach dem Berg wieder ran. Oben durfte ich unfreiwillig viel zu viel von vorn fahren, die Abfahrt sowieso. Die extremen Kurven gelangen mir jedoch nicht optimal, das merkte ich, als wir von den schnellen Junioren eingeholt wurden und ich hinterher fahren konnte.

Abgesehen von Italien am Samstag war es mein erstes Straßenrennen, aber dieses Mal ohne Pausen. Bei 39 Grad erst recht harte Arbeit. Ich hatte Spaß, ich kam zurecht, aber ich war zu wenig spritzig, keinen Druck, litt sehr, fand keine gute Gruppe, musste mehr drücken als ich konnte. 6 Runden waren zu fahren, ich wusste, dass ich das gut schaffen konnte, trank viel und fuhr unbeirrt weiter. Dann im Ziel, ich wusste, ich war ganz hinten, der Schreckmoment, als ich dachte, ich sei nur 5 Runden gefahren, überrundet und eine weniger als der Rest. Dabei war doch das Ziel gewesen, einfach durchzufahren, das zu schaffen.

Erst mal duschen und auf die Ergebnisliste schauen. Da stehe ich, ganz unten: Die allerletzte in der Wertung. Und freue mich so unbändig, dass ich es geschafft habe, bin glücklich als hätte ich den Sprung aufs Treppchen geschafft. Nach mir hat es keine geschafft. Andere sind ausgestiegen, wurden überrundet, aus dem Rennen genommen. Ich bin gerade noch dabei. Ich habe mein Ziel erreicht.

Neben mir steht Danièle, sie ist 6. geworden. Ich freue mich für sie. Ich freue mich für mich.

Was für eine Freude es doch sein kann, die Letzte zu sein!

Wie immer und doch anders

Jetzt ist auch das zweite Trainingslager Geschichte. Und es war, wie es meistens ist und man es sich nur wünschen kann: hartes Training, schöne Landschaft, gutes Wetter, Erschöpfung, nette Leute.
Gerade deshalb bin ich sehr dankbar dafür, dass ich dieses Trainingslager noch machen konnte. Zu ungewiss war es im Vorfeld ob ich nicht doch noch schneller eine Stelle finden würde. Allzu oft ist man auf die Rückmeldung anderer angewiesen und muss vor allem eins: warten! Aufbauend ist das nicht gerade und darum umso schöner wenn man dann doch noch ein Zeitfenster findet, in dem man seiner Leidenschaft nachgehen kann. Und dabei die Gedanken, die vorher immer wieder kreisten, zumindest mal eine Zeit lang abschalten zu können.

Insgesamt war das Trainingslager also ein voller Erfolg für mich: optimales Training unter traumhaften Bedingungen, gleichzeitig auch was für den Kopf getan und neue Energie getankt.

Jetzt kann es losgehen in die neue Saison: mit neuer Hoffnung, neuem Elan und vll. auch neuem Glück auf wie auch abseits der Rennstrecke.

#Annette

Aussprechen hilft

Ob man nun sich ausspricht, ganz allgemein von der Seele redet, was sich gerade darin tummelt, oder etwas Spezielles an- und ausspricht, ich glaube, dass das hilft.

Was gesagt wurde, nimmt Gestalt an, wird real. Das ist es wohl auch, was einen oft davon abhält: Die Angst davor, was aus den Worten werden könnte.

Ich habe in den letzten Tagen jedoch eindrucksvoll die Kehrseite der Medaille kennen gelernt und erlebt: Was es bedeutet, den Mund endlich auf zu machen und raus zu lassen, was mich bewegt. Denn das Allerwichtigste am Aussprechen ist die Reaktion der anderen darauf, ihre Rückmeldung, ihre Ratschläge. Eine andere Perspektive. Kommentare, Verständnis, Rückhalt.

Einen Seelenstriptease möchte ich hier und heute nicht hinlegen. Vielmehr geht es mir darum, euch zu ermutigen, den Mund auf zu machen, zu sagen, was euch bewegt.

Wer zu lange schweigt, erstickt daran. Zum Training, zum Alltag, zum Leben gehört auch die “Kopfhygiene”. – Habe ich kürzlich gelernt. :)

Seiltänzer

Wunderbar, wenn man’s beherrscht, schwierig, intensiv, Konzentration, hartes Training, Mut, Beharrlichkeit, Fallen und wieder aufstehen. Wenn das Netz nicht wäre,…

Seiltanzen. Das Leben.

Zwischen solchen, die heiraten, solchen, die sterben werden, solchen, die gewinnen, anderen, die durchdrehen, wieder anderen, die nicht weiter wissen, müden und beglückten, beharrlichen und mutlosen, wandle ich selbst. Irgendwo mittendrin.

Und in all seiner Banalität wie Wichtigkeit hat mein Training seinen Platz in dem Ganzen.