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Voll & ganz verzogen.

Noch ein bisschen verschlafen starre ich an die hässliche Wand, verunstaltet von Dübeln und einem schmutzigen Abdruck da, wo einst die Einbauküche stand. Mir fällt auf, dass Tisch und Stühle in dieser Ecke viel besser ausgesehen hätten.  Derweil trinke ich den Kaffee, den ich auf der geliehenen Herdplatte für die Steckdose gekocht habe: Meine improvisierte Küche. Geschirr gespült wird in einer Schüssel in der Badewanne.

Ich habe mich ja einiger Sachen entledigt, und wenn gerade jemand etwas dringend gebraucht hat, so musste ich eben ein paar Tage ohne auskommen. Wie schon erwähnt, habe ich einiges aussortiert von meinen gesammelten Gütern, aber doch auch einiges behalten, genug, um das ganze Vorhaben zu einem ausreichend stressigen zu machen: Ich ziehe ja um!

Jetzt wird es konkret: Die letzten Kisten (oh, so viele!) müssen gepackt, die letzten Schritte organisiert werden. Klar Schiff machen, Ordnung schaffen.

Vom Schwarzwald, Regen, Ausmisten und Husten

Ich habe lange nicht geschrieben, dabei immer wieder überlegt, ob und was ich schreiben könnte und sollte. Nun entscheide ich, dass es Zeit ist für einen “Rundumschlag”, weil ihr sonst nicht nachvollziehen könnt, was vielleicht als Nächstes folgt.

Somit aber muss ich auch mit Privatem beginnen, nämlich der Tatsache, dass ich höchstwahrscheinlich bald werde umziehen müssen. Ich habe mich auf insbesondere eine Stelle beworben, aus berufsbezogenen Gründen, und werde parallel dazu die eine oder andere Weiterbildung in die Therapierichtung angehen. Das scheint mir der nächste Schritt in die richtige Richtung zu sein, wenn auch kein leichter.

Dementsprechend bin ich gerade viel unterwegs:

Vor Pfingsten habe ich drei Rennen bestritten, in einer Woche. Die Bedingungen waren denkbar schlecht, aus persönlicher Sicht, sowohl die Organisation als auch Anreise gestalteten sich kurzfristig sehr schwierig, ich hatte keine Vorbereitung und keine Ruhepausen, habe aber das Beste daraus gemacht, denke ich.

Mit meinem Lieben, J., war ich danach über Pfingsten erst einmal auf der Pfingsttour, die dieses Jahr von Dresden über Tschechien und Bayern, später dann den Taunus, nach Frankfurt am Main führte. Allerdings mussten wir uns beide wegen Krankheit am Montag früh verabschieden, so dass ich nur bis zum fränkischen Hammelburg geradelt bin. Die beiden Etappen von jeweils über 200 km hatten es an sich schon in sich. Die Strecken waren toll gewählt, allerdings bei permanent massivem Gegenwind, teils Sturm, Regen, Hagelschauern und im Stundentakt schwankenden Temperaturen bis um den Gefrierpunkt schon hart, mit einer rasch beginnenden Erkältung natürlich extrem kräftezehrend, so dass ich schlichtweg sehr langsam war und eine Menge Geduld für mich selbst aufbringen musste, was definitiv nicht zu meinen Stärken gehört. Das Abbrechen liegt mir sowieso überhaupt nicht, und es fiel mir enorm schwer, diese Entscheidung zu treffen, obwohl sie auf der Hand lag, und J. ohnehin nicht weiterfahren hätte können. Drum auch war ich froh, dass Rebecca (sie ist ein Schatz!) mir noch einmal Mut in diese Richtung zugesprochen hat.

Direkt im Anschluss ging es auf Fortbildung, den ersten Teil einer systemisch orientierten Basisausbildung, eine sehr intensive und zugleich schöne Woche in idyllischer Umgebung und mit tollen Menschen. Parallel versuchte ich mich zu erholen und den hartnäckigen Husten los zu werden.

Heute wiederum geht es gleich wieder weg, wenn auch nur bis morgen, zum Hospitieren, und zwar dort, wo ich eigentlich arbeiten möchte. Dass ich nach dem Bewerbungsgespräch vor 2 Wochen dazu eingeladen wurde, freut mich umso mehr als dass ich mich – wegen der besonderen Ausrichtung der Organisation – initiativ beworben hatte. Ich hoffe zudem, danach mehr zu wissen, um langfristig planen zu können.

Nächste Woche folgt dann der zweite Teil der oben stehenden Weiterbildungsreihe in der deutschen Hauptstadt: Wieder eine Menge Reise und Erfahrungen, hoffentlich überwiegend gute.

Und zwischendurch kümmere ich mich um ein paar formale “Herumrennereien”, die bis Ende der Woche erledigt sein müssen.

Ob ich am Wochenende Rennen fahre, kann ich nicht sagen. Die Erkältung ist weitestgehend abgeklungen, ich habe auch letzte Woche jeweils früh morgens und immer zwischendurch ein Sportprogramm absolviert und werde das auch in der kommenden Woche so halten, aber ganz fit bin ich noch nicht, wie ich die letzten beiden Tage beim pedalieren festgestellt habe. Und auf’s Rad werde ich vor der zweiten Wochenhälfte nur bedingt kommen.  Aber wir werden sehen: Und ich halte Euch auf dem Laufenden.

PS: Das mit dem Ausmisten aus der Überschrift, das habe ich gar nicht erwähnt in meinem oben stehenden Roman: Ich habe zwischendurch immer wieder aussortiert und Ordnung geschaffen, habe aber noch eine Menge zu tun. Denn falls ich umziehen muss in nächster Zeit, könnte es ja u. U. durchaus schnell gehen.

Anschluss zu suchen

Ich bin fertig. Und versuche nun schon seit einer Woche, runter zu fahren. Über Monate hinweg bin ich auf Hochtouren gelaufen, habe von früh bis spät geschrieben, gelesen, überarbeitet, irgendetwas war immer zu tun, hatte ich gerade eben gerade noch so geschafft: Frist um Frist um Frist einzuhalten. Dann gelernt. Gelesen, zusammen gefasst, formuliert. Abgehakt. Neues Thema, nächster Termin. Nun ist alles vorbei und ich starte von vorn.

Es war eine Mischung aus strömendem Regen und Erschöpfung, die dafür sorgte, dass ich nur selten auf dem Rad saß vergangene Woche. Und ein paar Zwischenfälle ebenfalls. Was wäre das Leben ohne Zwischenfälle?! Aber ich bin inzwischen wieder voll im Studiorhythmus, immerhin, und habe eine Lösung gefunden, um meinen Laptop zumindest nutzen zu können (Kabelbruch am Bildschirm): Ein externer Bildschirm!

Und heute früh war ich einfach nur müde und habe mir zugestanden, mal bis kurz nach acht liegen zu bleiben. Und war noch nicht auf dem Rad heute. Und werde dies und das machen und nichts tun und ein paar Kleinigkeiten erledigen: Es gibt diese lange “Danach”-Liste, die ich in den letzten Monaten erstellt habe. Viele Optionen, Ideen und Dinge, die abzuhaken sind. Noch ist einiges übrig.

Kaffee oder Tee? – Keine Frage….

Ich mag Kaffee ebenso wie Tee, und ja, das ist mal wieder einer meiner berühmt-berüchtigten Ich-weiß-es-nicht-besser-Einstiege. Anlass dazu gab das Gesamtbild der letzten Tage und Wochen, wo stets ein Tablett mit der silbern-zierlichen kleinen Kaffeekanne und der grobschlächtig-weißen großen Teekanne, begleitet vom hässlich-strammen Milchpack-Wächter in Reichweite stand. Auch heute, und sicher nicht das letzte Mal:

Ich bin fast fertig mit meiner Arbeit, bzw. fertig, was die Inhalte angeht. Gott sei Dank habe ich in ferner Vergangenheit die Geheimnisse der Textverarbeitung professionell erlernt und muss mich so vor den letzten Überarbeitungsschritten nicht fürchten, oder nicht so sehr, oder auch umso mehr, je nachdem…  Bis zur Abgabe am Montag also nur ein paar Korrekturen einarbeiten, die schrittweise hereinschneien, nochmal durchlesen, die Listen durchgehen, ob ich auch alles habe. Ich bin eine Woche später dran, aber deutlich zufriedener so wie es ist. Und dann wird gelernt.

Aber wisst ihr, welcher Satz ganz groß in meinem Notizbuch steht, mehrfach nachgezeichnet? – Ich verrat’s Euch selbstverständlich: ” Wenn Du abgegeben hast, (kannst und) darfst Du wieder auf’s Rad!” Ich war im Studio, ich stemme fleißig Gewichte, und werd’ auch langsam besser. Aber das Radeln, das vermiss’ ich sehr. Meine vorgezogene Saisonpause sei aber hiermit und bald schon beendet.

“Kaffee oder Tee?” ist eine ebenso unsinnige Frage für mich wie “Rad oder Arbeit?”. – Beides muss sein.

 

PS: Wenn mir jemand sagen kann, wie ich hier einen richtig echten Gedankenstrich hinbekomme, wäre mir sehr geholfen. Das noch einmal zum Thema “professionelle Textverarbeitung”.

Veränderungen

Heute ist mein letzter Tag als Studentin. Morgen beginne ich meine fünfmonatige Gerichtspraxis in Salzburg.

Goodbye Studentenleben!

Ich bin neugierig, gespannt und motiviert, gleichzeitig jedoch ist mir ganz bewusst, dass die Freiheiten des Studentenlebens (obwohl ich neben der Uni gearbeitet habe) passé sind und die Zeit für den Sport besser eingeteilt werden muss als zuvor.

Das Schwimmtraining ist zum Glück zeitlich geregelt dadurch, dass ich beim Salzburger Triathlonverband die (großartigen) Schwimmtrainings am Abend nutzen kann. Den Großteil des Radtrainings werde ich aufs Wochenende verlegen und unter der Woche an meinem Schwachpunkt, dem Krafttraining weiterarbeiten.
Das Laufen macht mir mal wieder Probleme und ich habe große Sorge die ersten Triathlons dieses Jahr als Zuschauer miterleben zu müssen. Krafttraining, Stabilitätstraining und Physiotherapie werden hoffentlich die Laufpause etwas verkürzen.

Aber bis dahin konzentriere ich mich auf die Gerichtspraxis und, in sportlicher Hinsicht, aufs Schwimmen und Radfahren. Letzteres wird wohl in diesem Jahr ziemlich im Vordergrund stehen.

Die ersten MTB Rennen stehen dieses Jahr für mich bevor

Ich blicke jedenfalls mit Spannung und Vorfreude auf meine ersten MTB Rennen!