Schlagwort-Archiv: Cyclocross

Cyclocrossworkshop im Dossenwald

Meine Hauptbedenken angesichts des heutigen Cyclocrossworkshops drehten sich gleich um mehrere Aspekte:

A) Enorm platt vom Trainingspensum (Rad und Studio) der letzten Tage.
B) Noch nicht an den massiven Temperatursturz gewöhnt.
C) Verhungern und verdursten wollte ich auch nicht (grundsätzlich wohl meine   Hauptsorge).

Gegen die drohende Hungersnot ging ich gestern abend noch vor, indem ich – fast schon im Halbschlaf und Gott sei Dank mit Mitbewohnerlichem Beistand – eine große Portion Carrot Waffles (Rezept aus: The Feedzone Portables!!!) gebacken habe.

Der Morgen fing eigentich gut an (anfangs war ich noch gut in der Zeit…). Dann kam die SMS von Annette: Nach einer Magen-Darm-bedingt leidvollen Nacht musste sie mir absagen. Schade, aber verständlich. Ich hoffe, es geht ihr bald wieder richtig gut!

Im Laufe des Morgens verlor ich dann etwas an Boden, was das Zeitmanagement betrifft: Getrödelt am PC beim Frühstück, mit der Mitbewohnerin etwas verplappert, zu gemütlich den neuen Trinkrucksack befüllt, zu spät den Trinkflaschenhalter demontiert, erst recht spät losgefahren.

Ich war also – wiewohl ich um 7 längst auf den Beinen gewesen war – wirklich spät dran und jagte meine müden Beine (ebenfalls leidvoll) gegen den Wind (wie zu erwarten…) zum überraschend entfernt liegenden Treffpunkt. Ha, aber beinahe noch pünktlich – sie hatten noch nicht los gelegt – kam ich an, leider dann schon noch etwas müder als zuvor ohnehin schon, aber egal:

Los gings mit Auf- und Abspringen, allgemeine Fahrtechnik, Übung reihte sich an Übung, Spaß hatten wir, aber verdammt anstrengend war’s natürlich ebenfalls: Laufpassagen, Fahrpassagen, Kampfpassagen. Aufspringen (ich werde einige blaue Flecken haben, da mehrfach gewaltig “verzielt” beim Aufspringen), Abspringen (interessant, wenn versandete Klickies nicht auslösen), tiefer Sand, Abfahrt durch den Sand (juhuuu!), Rad schultern, hochrennen (ich bin bald schon nicht mehr gerannt).
Genugtuung vielleicht die zunehmende Teilnehmerfluktuation (“Ich hab’ noch einen Termin.”, “Ich muss dann auch mal los.”, “….”) und die Tatsache, dass ich – einzige Frau – mal wieder deutlich schwächer war, aber die anderen irgendwann schlapp gemacht haben (so passte das Kräfteverhältnis langfristig wieder tendenziell).

Zwischendurch hatte ich einen Platten (den ersten in meiner jahrzehntelangen Crosserkarriere ;-) ), konnte beim Flicken wenigstens eine meiner wertvollen Waffeln vertilgen, außerdem immer wieder trinken (ein Trinkrucksack ist wirklich was Feines!). Somit hatte ich trotz Kälte und Anstrengung auch nach 4 Stunden noch nicht zu sehr Hunger oder Durst (Ziel erreicht: Überleben gesichert!).

Unser Trainer Tobi Depri hat uns ruhig angewiesen, motiviert, geduldig immer wieder vorgeführt und wir hatten unseren Spaß. Nette Leute – leider habe ich im Eifer des Gefechtes nicht einen Namen erfragt! – habe ich kennen gelernt und hatte zeitweise auch gewaltig Mitleid angesichts des einen oder anderen schmerzverzerrten Gesichtes (die Lernkurve bei Männern dürfte, was das Aufspringen angeht, naturgemäß etwas steiler verlaufen, da werden Fehler schmerzlichst bestraft).

Bilder folgen….. (mein Schatz hat uns anfangs kurz mit der Kamera einen Besuch abgestattet, sich amüsiert und nebenher offenbar auch ein paar Bilder gemacht).

Update: Hier geh’s zu den Fotos.