Schlagwort-Archiv: Motivation

Akkus aufladen

Es ist ein gutes Gefühl, wenn man am Abend gemütlich vor PC und/oder Fernseher oder mit einem Buch auf der Couch liegt und zufrieden mit dem Tag, der Arbeit und dem Training ist. Am Gericht wird es ruhiger und dementsprechend bleibt etwas Zeit für meine Masterarbeit. …Und dafür nach dem Schwimmtraining am Sprungturm und auf der Wasserrutsche Kind zu spielen. :D

Ich war in den letzten Wochen viel unterwegs: Abgesehen von kleineren bis (für mich) größeren Wettkämpfen und Wochenenden zu Hause in Oberösterreich, war ich auf einem Kurztrip in Berlin zu Besuch bei einer Freundin. Eine wunderbare Gelegenheit den Stress und den Alltag mal hinter sich zu lassen und einfach Spaß zu haben!!

Die Wettkämpfe waren bunt durchgemischt: Open Water Schwimmen, Einsätze als Schwimmerin in Triathlon Staffeln und ein Start beim Linztriathlon mit dem Wissen zwar zu schwimmen und Rad zu fahren, aber die Laufschuhe erst gar nicht in die Wechselzone zu stellen. Allesamt sehr erfolgreich, abgesehen von einem im Vorhinein fixen DNF in Linz, was aber für mich keineswegs eine Niederlage war, sondern ein sinnvolles Training und eine hervorragende Möglichkeit bei einem der (meiner Meinung nach) sympathischsten Triathlons in Österreich wieder Triathlonluft zu schnuppern.

Mein Körper braucht momentan etwas mehr Entspannung und ist in einer Art Sommersonneferienmodus. Ich versuche viel zu schlafen und mir meine Auszeiten zu nehmen. Ich bin normalerweise eine Frühaufsteherin, aber ebendas fällt mir gerade sehr schwer. Eigenmotivation ist eigentlich eine meiner Stärken, aber manchmal muss man eben einen Gang zurückschalten, sich sammeln, geduldig warten und schließlich zufrieden sein, wenn man merkt, dass die Energie wieder zurückkommt!

Neustart

Wieder einmal heißt es die Uhren auf Null zu stellen und ins Training für die nächste Saison einzusteigen. Dies habe ich in der letzten Woche erfolgreich (bei zum Glück bestem Wetter) geschafft. Die Motivation ist top und ich freue mich einfach wenn ich Sport machen kann und habe meinen Spaß dabei.

Sehr gespannt bin ich dabei wie der Winter wird bzw. ob es ein “richtiger” Winter wird oder er uns wieder mit mildem Wetter schmeichelt. Nun gut, ich bin auf fast alles vorbereitet und wenn das Wetter mal zu schlecht zum trainieren sein sollte, dann muss eben ein Alternativprogramm her halten.

In diesem Sinne wünsche ich allen Einsteigern in die Saisonvorbereitung einen trainingsfreundlichen Winter und natürlich, dass wir alle gesund durchkommen!

#Annette

 

Saisonende

Die Saison 2014 ist für mich Geschichte obwohl ich es aktuell fast ein wenig schade finde, dass sie schon vorbei ist.

Zurückblickend lässt sich meine Saison in 2 Abschnitte aufteilen: die erste Hälfte (bis Juni) war ich auf der Straße mit dem Team Stuttgart unterwegs. Als ich Mitte Juni anfing zu arbeiten, gingen das Team und ich getrennte Wege, auch weil ich mein neues Leben erst einmal zu sortieren hatte.  Einige Zeit brauchte ich letztendlich auch um wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

Um neue Motivation und Spaß zu tanken, verlegte ich mich aufs MTB und war natürlich sehr gespannt was mich erwarten würde. Immer hilfreich zur Seite stand mir hier auch Arnhild, um mir den Einstieg möglichst leicht zu machen.

Vorteilhaft war für mich dabei, dass ich keinen Druck hatte und mir selbst auch keinen machte; es ging mir um den Spaß und die Neugier an etwas Neuem. Bis zum Ende der Saison hat sich daran auch nichts geändert und erklärt wohl zumindest ein wenig warum es insgesamt sehr gut lief.

So gehe ich mit 3 unerwarteten Siegen und weiteren guten Platzierungen aus der für mich halben MTB-Saison raus. Viel entscheidender aber für mich persönlich sind die Erfahrungen, die ich gesammelt habe sowie, dass ich den Spaß und die Freude am Radfahren, nach schwierigen Zeiten auf der Straße, wiedergefunden habe.

Beim MTB gefällt mir besonders, dass ich für mich kämpfe und doch nicht alleine bin genauso wie die Tatsache, dass es auch jedes Mal ein kleines Abenteuer ist. In letzter Zeit sind die Rennen auf der Straße zu berechenbar geworden für mich und ich bin sehr froh den Schritt aufs MTB gewagt zu haben.

Danke an dieser Stelle an alle, die mich zum MTB gebracht haben (v.a. natürlich Arnhild :-) ) und natürlich auch diejenigen, die mich auf dem MTB wie auch auf der Straße bisher immer treu unterstützt haben. Nicht zu vergessen unsere Sponsoren, von denen wir immer wieder tolle und hilfreiche Sachen bekommen!

Jetzt ist erstmal Erholung angesagt bis es in die Vorbereitung auf die nächste Saison geht.

#Annette

Umgewöhnung

Gestern war ich (genau wie Arnhild :-) ) beim MTB Marathon in Büchel und es hat wieder einmal Spaß gemacht. Nicht nur, aber überwiegend…schließlich waren auch einige innere und äußere Kämpfe zu überwinden bis ich schließlich im Ziel ankam. Am Ende war es ein 2.Platz, den ich nach einem äußerst knappen und etwas unglücklich verlaufenden Zielsprint erreicht habe. Zufrieden bin ich damit dennoch sehr, war ich doch fast das ganze Rennen hinter der Führenden zurück gelegen. Erst durch aufmunternde Worte gegen Ende habe ich mich nochmal motivieren lassen meinen Tank richtig leer zu fahren und kurz vor dem Ziel zur führenden Frau aufzuschließen. Mein Versuch am Zielberg davon zu ziehen war leider nicht von Erfolg gekrönt und so wurde es im Sprint eben der 2. Platz.

Überraschend ist das grundsätzlich alles noch, denn eigentlich gehe ich mit nur geringen Ambitionen an den Start und freue mich einfach Spaß zu haben und etwas neues zu sehen. Klar…wenn es dann auch noch gut läuft, freut es einen umso mehr. Aber erwarten tue ich das nicht, möglicherweise ein Grund warum es letztendlich doch so gut geht.

Auf jeden Fall bin ich froh, dass ich Mitte der Saison den Wechsel von der Straße aufs MTB gewagt habe und bisher nur positive Erfahrungen sammeln konnte. Generell scheint mir das Fahren im Gelände auch mehr entgegen zu kommen und ich freue mich auf weitere Rennen. Einzig mit meiner Unbekanntheit (in der MTB-Welt) kann ich nächstes Jahr vermutlich nicht mehr rechnen, obwohl ich es doch sehr schön fand, dass ich gestern im Ziel erstmal gefragt wurde, wer ich denn sei :-D

So langsam bin ich also in meinem neuen Leben (mit MTB, neue Arbeit+Wohnortwechsel) angekommen. Daher freue ich mich besonders auf die Wochenenden mit Training, Rennen und Treffen vieler netter Leute.

Arnhild kam gestern übrigens auch noch auf einen sehr guten 4. Platz. Ihr (und Jakub :-) ) an dieser Stelle auch mal vielen Dank für die vielen bisher erteilten Tipps und Unterstützung!

#Annette

Rückansicht

Nach dem Wochenende in Italien, ich war am Sonntag abend zurück gekehrt, das Gepäck notdürftig in die Wohnung geworfen, schnell die Tasche gepackt für den folgenden Tag, durfte ich am Montag um 03:30 Uhr aufstehen und mich aufmachen in die schöne Kaiserstuhlregion: Wir hatten für das Straßenrennen in Merdingen gemeldet und trotz aller Müdigkeit und leeren Beinen hatte ich vor allem das Ziel, das Rennen durch zu fahren. Die Strecke ist durchaus anspruchsvoll: Harter Anstieg, gefolgt von einem weiteren kurzen Stich, nicht enden wollenden sanft ansteigenden Abschnitten, engen Kurven, einer schnellen Abfahrt mit mehreren technischen Einlagen.

Die Herren starteten um 8, darum die frühe Anreise. Ich betreute und schaute zu, wie bereits in der ersten Runde das Feld komplett zerlegt wurde, minutenlange Abstände entstanden, ein Chaos aus U19-Fahrern, C-Klasse, Senioren II und Senioren III, Begleit- und Schlussfahrzeugen an uns vorbeifuhr und manchmal niemand mehr verstand, wer wohin gehörte. Trotz der frühen Stunde litten die Fahrer massiv unter der Hitze, gaben schon auf den ersten Kilometern viele auf und von “meinen” 3 Fahrern stieg einer aus, ein weiterer erlitt einen Hitzeschlag und konnte nur gerade so eben das Rennen beenden. Der 3. hingegen wurde, obwohl er zu leiden hatte, 2.

Ich wusste also, was mich erwarten würde, als ich um 13 Uhr am Start stand; wurde prompt schon vor dem ersten Berg nach hinten durchgereicht, hatte am Berg zu kämpfen, gewöhnte mich mit der Zeit jedoch daran und fuhr Runde für Runde nach dem Berg wieder ran. Oben durfte ich unfreiwillig viel zu viel von vorn fahren, die Abfahrt sowieso. Die extremen Kurven gelangen mir jedoch nicht optimal, das merkte ich, als wir von den schnellen Junioren eingeholt wurden und ich hinterher fahren konnte.

Abgesehen von Italien am Samstag war es mein erstes Straßenrennen, aber dieses Mal ohne Pausen. Bei 39 Grad erst recht harte Arbeit. Ich hatte Spaß, ich kam zurecht, aber ich war zu wenig spritzig, keinen Druck, litt sehr, fand keine gute Gruppe, musste mehr drücken als ich konnte. 6 Runden waren zu fahren, ich wusste, dass ich das gut schaffen konnte, trank viel und fuhr unbeirrt weiter. Dann im Ziel, ich wusste, ich war ganz hinten, der Schreckmoment, als ich dachte, ich sei nur 5 Runden gefahren, überrundet und eine weniger als der Rest. Dabei war doch das Ziel gewesen, einfach durchzufahren, das zu schaffen.

Erst mal duschen und auf die Ergebnisliste schauen. Da stehe ich, ganz unten: Die allerletzte in der Wertung. Und freue mich so unbändig, dass ich es geschafft habe, bin glücklich als hätte ich den Sprung aufs Treppchen geschafft. Nach mir hat es keine geschafft. Andere sind ausgestiegen, wurden überrundet, aus dem Rennen genommen. Ich bin gerade noch dabei. Ich habe mein Ziel erreicht.

Neben mir steht Danièle, sie ist 6. geworden. Ich freue mich für sie. Ich freue mich für mich.

Was für eine Freude es doch sein kann, die Letzte zu sein!

Ganz unten kann auch ganz oben sein

Ja es ging auf und ab…nicht nur was die Strecken beim 3-Tages Etappenrennen in Österreich oder dem Bundesligarennen in Karbach angeht, bei denen ich an den letzten beiden Wochenenden für das Team Stuttgart unterwegs war.

Nein es geht eben nicht immer geradeaus (ja bei den Strecken natürlich auch wieder nicht ;-)…dabei waren die Ergebnisse in Österreich ganz zufriedenstellend und wir konnten als Team alle drei wirklich äußerst nassen und unangenehmen Tage gut überstehen. Zum ersten Mal habe ich es dabei auch geschafft im Zeitfahren eine “verbesserte” Leistung zu zeigen und vermutlich liegt es nicht nur am Material :-P

Leider ereilte mich dann eben am letzten Tag noch ein Sturz, teils aufgrund der nassen Straße, teils sicher auch aufgrund eines zu hohen Risikos, welches ich in Verfolgung des Feldes einzugehen bereit war. Zack hing ich in einem Begleitfahrzeug inklusive Überschlag…naja wieder aufs Rad und weiter. Angekommen bin ich dann auch noch mit einem akzeptablen Rückstand und so waren wir alle nur froh das Schlecht-Wetter-Österreich schnell verlassen zu können.

Die Woche danach immer wieder undefinierbare Knieschmerzen, die vom Sturz herrühren mussten. Trainiert habe ich trotzdem, zwar mit weniger Druck, aber im Hinblick auf das Bundesligarennen in Karbach wollte ich es nicht schleifen lassen. Das Rennen selbst dann erwartbar mittelmäßig: zu weit hinten am Start, nach 3km der entscheidende Anstieg, Knieschmerzen, Frust und 3 Stunden in einer hinteren Gruppe, in der ich zumindest mein Knie nicht überstrapazieren musste. Verflucht habe ich dabei jeden der 111 zu fahrenden km und war froh wenigstens auf den letzten 2 km noch einmal für meine Teamkollegin den Sprint anziehen zu können. Wenigstens einmal vorne sozusagen :-)

Da das Knie aber nach dem Rennen eher schlechter als besser war, hieß es für mich wirklich mal Ruhe. Also kein Rad, Pause und Gedanken. Wenn man viel Zeit hat, kann man auch viel überlegen…gut ist das selten. Die Tage habe ich dennoch überstanden und als ich es nicht mehr für möglich hielt, kam tatsächlich noch eine gute Nachricht. Und die hat es auch geschafft vieles von dem Frust zu kompensieren, der sich da so angesammelt hatte.

Daher hoffe ich, dass es jetzt in allen Belangen aufwärts geht und ich die nächsten Aufgaben, egal welche es so sein mögen, positiv angehen kann.
#Annette

Tägliche Herausforderung

Die eigentliche Kunst, letztlich bei allem, ist es, dran zu bleiben. Was wiederum bedeutet, jeden Tag aufs Neue die richtige Entscheidung zu treffen. Mir fällt das nicht leicht.

Widrigkeiten sind schließlich ebenfalls alltäglicher Natur: Das Wetter spielt nicht mit; das ist eine Standardsituation. Ich wache müde auf; das leider auch. Doch genau hier gilt es, Strategien zu entwickeln, Tag für Tag also gewappnet zu sein. Schließlich sind die Alltäglichkeiten das, was uns am meisten zu schaffen macht, aber andererseits auch das, was am ehesten zu erwarten und somit (zumindest theoretisch) bestens einkalkulierbar ist.

Heute ist es großteils trocken, sieht aber permanent nach Regen aus. Es ist kühl, jedoch nicht unangenehm kalt. Ich bin müde und habe ein hartes Training auf dem Programm. Die alltäglichen Erschwernisse also.

Unterwegs dann ist alles in Ordnung: Warmfahren, Intervalle, Pausen, Intervalle. Regen, heftiger Regen, dann wieder Sonnenschein. Ich überlege, früher nach Hause zurück zu kehren, lasse es dann doch wieder sein: Etwas holprig, das Training, aber ich habe es gut gemacht.

 

Prognosetraining für Anfänger

Der kürzlich gehörte Vortrag “Sport ist Kopfsache” hat viele Aspekte berührt, die mir im Kopf geblieben sind und die ich gern ein bisschen aufarbeiten möchte. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr gern dran teilhaben, das würde mich freuen (auch wenn ich mich auch heute wieder gewiss nicht kurzfassen kann und werde): Prognosetraining für Anfänger weiterlesen

Glück

Ich mache mir Gedanken (wer nicht?). Gerade bin ich mir nicht sicher, wo ich beginnen soll. Gestern war ich auf einem Vortrag zum Thema “Sport ist Kopfsache“. Und obwohl ich zum Thema Motivations- und Sportpsychologie schon einiges weiß, ist es gut, sich bestimmte Dinge in konzentrierter und anwendungsbezogener Form noch einmal sagen zu lassen. Wir hatten das Glück, Herrn Prof. Dr. Hans-Dieter Hermann hören zu dürfen. Er betreut aktuell bspw. unsere Fußballnationalmannschaft und ist schon ein aktueller “Held der Sportpsychologie”, falls es so etwas gibt. Wie dem auch sei, er hat viel Gutes gesagt, nicht überladen. Unterhaltsam, ehrlich, authentisch. Glück weiterlesen