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LBS-Cup MTB 1. Lauf Untermünkheim (03.04.2016)

Gestern also stand das erste MTB-Rennen der Saison an, zugleich das allererste Mal, dass im Zuge des LBS-Cup Mountainbike auch ein Damenrennen der Lizenzklasse veranstaltet wurde!

Da ich buchstäblich das zweite Mal diese Saison überhaupt auf dem Mountainbike sitzen würde, die Strecke zudem nicht technisch, aber konditionell anspruchsvoll ist, hatte ich keine großen Erwartungen, war aber entschlossen, mein Bestes zu geben.

Vor dem Start war ich erst einmal etwas warmrollen mit einer netten Radbekanntschaft; wir hatten sogar Gelegenheit, zwischen zwei Wettkämpfen kurz die Strecke einmal abzufahren. Das war ein Glück, denn die Untermünkheimer sind sehr engagiert, und es war dementsprechend einiges los auf der Strecke und drum herum.

Das eigentliche gezielt harte Warmfahren habe ich dann auf der Rolle absolviert, was für mich gut funktioniert.

Die ersten beiden Runden liefen erstaunlich gut, wenn auch ich natürlich sofort leiden musste, das ist nunmal Crosscountry: Anschlag vom Start bis ins Ziel. Allerdings verlor ich mit zwei weiteren Verfolgerinnen ziemlich sofort den Anschluss an die ersten beiden, sehr starken Fahrerinnen, die bald darauf schon nicht mehr zu sehen waren.

In der dritten Runde  hatte ich zu kämpfen und auch die Konzentration litt enorm. Dabei verlor ich immer wieder kurz den Anschluss an Pepe vor mir und Anette, die schließlich eine größere Lücke reißen konnte und von da ab ein Stück weiter vorn für sich blieb. Pepe holte ich mehrfach wieder ein, konnte aber auch ihr bald schon nicht mehr folgen, wenn auch ich sie immer vor mir sah.

In der letzten Runde konnte ich ihr nochmal näher kommen, schaffte es aber nicht einmal mehr auf Schlagdistanz, obwohl ich alle verbleibende Kraft investierte.

Wohl nicht nur ich war aber im Rennverlauf zunehmend häufig behindert von sehr starken Fahrern anderer Klassen, die gemeinsam mit uns unterwegs waren und harte Positionskämpfe “um uns herum” auszufechten hatten und die wir eigentlich selbst wiederum nicht einschränken wollten, sowie – die schwierigere Variante – abgehängten und überrundeten Fahrern eben dieser Klassen, die häufig eher am Pöbeln waren und selbst an breiten Stellen Probleme hatten, zu passieren.

Somit fuhr ich selbst an fünfter Stelle ins Ziel, nach Pepe, die wiederum hinter Anette das Ziel erreichte. Glückwunsch auch auf diesem Wege an Anette Rathmann (3.) von Radsport-Rhein-Neckar zum Treppchenplatz! Sie lag damit hinter Jessica Benz (1.) vom SC Hausach, die für Neumeyer Tekfor fährt, und Nina Kraus (2.) vom TSV Schmiden, die für das Multivan Merida Team Deutschland unterwegs ist. Hinter mir kam nur noch eine weitere Fahrerin ins Ziel, während die beiden übrigen das Rennen nicht beendeten.

Selbstverständlich drehten meine Beine an den steilen Anstiegen nur sehr zäh, technisch habe ich ebenfalls wenig zustande gebracht. Aber angesichts der fehlenden Übung und Rennhärte sowie der dennoch anständig gefahrenen ersten beiden Runden bin ich soweit doch zufrieden und freue mich auf die nächsten Rennen.

Besonders gefreut habe ich mich über das tolle Wetter im frühlinghaft erblühten Kochertal (mir tat’s allerdings leid um die überfahrenen Schlüsselblumen auf der Strecke), die netten Begegnungen und meinen duldhaften und treuen Betreuer und Flaschenservice Jakub!

Vermisst habe ich allerdings die berühmten “Open-air-Duschen”, die es früher dort gegeben hatte.

Einen schönen Abschluss fand der Nachmittag mit einem kurzen Abstecher zuhause auf der Rückfahrt, die Jakub währenddessen auf dem Rad vornahm: Eine Tasse Kaffee mit meiner Mama, Spaziergang mit dem Papa; zuhause gerade das Auto aus- und das größte Chaos aufgeräumt, als durchs geöffnete Fenster das Surren des Freilauf von Jakub’s Rennrad zu hören war, und somit auch er sein Tagwerk hinter sich hatte.

LBS-Cup, diesmal anders.

Nachdem ich die ersten beiden LBS-Cup-Rennen auf der Straße in Singen und Schönaich mit den lieben Mädels unserer temporären Equipe “Team Baden-Forchheim” halbwegs gut, aber erwartungsgemäß schwer überstanden habe, geht es nun endlich in die Mountainbikesaison, und zwar ebenfalls mit einem Wettkampf der LBS-Cup-Serie, eben der für’s Mountainbike.

Ganz neu diese Saison ist dort die Einführung der Damen-Lizenzklasse, weshalb ich nach meinen Anfangsjahren auf dem Rad erstmals wieder teilnehmen darf. Auch hier gehe ich recht unbedarft bzw. vor allem unvorbereitet rein: Es war in diesem Winter nicht möglich, mich auf den Rennbetrieb angemessen vorzubereiten, erst recht nicht auf dem Mountainbike, denn buchstäblich mehrgleisig zu fahren hätte ja noch mehr Zeit und Kraft gekostet, die nicht vorhanden waren.

Also werde ich beim morgigen Rennen in Untermünkheim mit nichts rechnen, alles geben, hinnehmen, dass ich wohl hinterher pedalieren werde, und mich trotzdem freuen, dabei zu sein. Außerdem werde ich – hoffentlich -  nach langer Zeit ein paar vertraute Gesichter wieder sehen.

Einfach nur schön.

Wow, das war jetzt einfach mal schön!
Nach einem langen Schreibtischtag hat es mich trotz des traumhaften und gar nicht so herbstlichen – bis auf den Wind vielleicht – Wetters doch einige Überwindung gekostet, mich gegen Abend aufzuraffen: Umziehen, Flaschen richten, Helm, Brille, Schuhe, Handschuhe – los!
Seit ein paar Wochen haben Jakub und ich eine ganz bestimmte schnrelle Runde: Kaum etwas eingerollt über die Felder geht’s durch den Ort zunehmend steil bergan und wird schon anstrengend, bevor man die Häuser hinter sich gelassen hat. Dann folgt Schotter, steil bergan, versteht sich, woran sich ein langer schöner Trailanstieg in mehreren mehr oder weniger technischen Teilen anschließt, bis ganz nach oben. Von dort aus gibt es – selbstverständlich schöne Trails bergab, ein kurzer Zwischenanstieg, gefolgt von meinem absoluten Lieblings-”Hometrail”, der buchstäblich bis nach Hause (naja, nicht vor die Haustüre, aber bis in den Ort hinein) führt, ziemlich anspruchsvoll, aber abswechslungsreich und wunderschön.
So, und den bin ich im letzten Licht gefahren, kurz nachdem sich die Sonne am Horizont verabschiedet hatte. Das bedeutet auch, dass im Wald zuvor das Licht wunderbar war: Sonne zwischen den Bäumen, goldene Strahlen auf Stämmen und Laub, Schattenspiele und Ruhe – wären da nicht sowohl der Lenker als auch das Tretlager mit ihrem lautstarken “Pfleg-mich!” bei jedem Tritt.
Die Einrollrunde im Tal habe ich ein wenig verlängert und musste erstaunt lachen, als tatsächlich jemand einen “Schöne Klingel!”-Kommentar gemacht hat, nachdem ich meinen netten Pfeifton von mir gegeben hatte, der jedoch unter dem Geräuschpegel meines Rades unterzugehen drohte. Und da beschwert sich der Gute, er habe mich nicht gehört! …. Wer ist hier eine Gefahr im Straßenverkehr; doch nicht etwa mein armes, ungepflegtes Damenrad?

Hach, einfach schön war’s heute! Duschen und noch eine kleine Runde Lernmarathon.

Doch, doch, der Herbst ist da.

Puh, ein paar harte Tage liegen hinter (und noch sehr viel härtere vor)  mir:

Diese Woche habe ich erstmals seit langem auch im Studio pausiert, bin nur  moderat bzw. vor allem sehr selten auf dem Rad gesessen. Gestern dann musste es aber wirklich wieder sein: Wir waren zu 4. auf dem MTB unterwegs, und während zwei von uns mit Sicherheit äußerst entspannt pedaliert sind, war es für mich doch ziemlich hart; Immer noch bin ich sehr müde. Dafür haben die Abfahrten extrem Spaß gemacht, wir sind tolle Sachen gefahren, u. a. gleich mehrere Spitzkehrentrails, die waren super.

Unitechnisch hänge ich weiter an einem schwierigen Datensatz, der aber inzwischen immerhin bald vollendet ist. Ansonsten läuft mir die Zeit davon. Von daher weiterhin: Studio und Rad zum Ausgleich, trainingsmethodische Erwägungen, Wettkämpfe, Erholung – alles nicht so wichtig. Nur weiter und weiter und weiter – und zum Jahresende fertig sein.

Es war recht frisch gestern, roch nach Herbst. Man kann Kürbisse kaufen. Äpfel und Birnen ist (seit August teils schon) reif. Also: Hallo Herbst!

MTB Trilogy 2015

Die Specialized-MTB-Trilogy 2015 ist Geschichte. Wieder einmal dachte ich zwischendurch, “Ich will nicht mehr!”, das gehört wohl dazu. Ebenso, dass ich zwar schon befürchtet hatte, dass es nicht gut laufen würde, dennoch aber gehofft, dem sei so. War’s aber nicht…

Somit habe ich schon beim Prolog – wiewohl ich auf den 10,7 km und 427 hm immerhin 6 Minuten schneller war als im letzten Jahr, naja – auch dieses Jahr wieder gleich gemerkt, dass ich keine Kraft habe. Ansonsten war es aber cool, weil ich fast alles fahren konnte, auch die krassen Geschichten, die mir letztes Jahr noch eine Heidenangst eingejagt hatten. Kleiner Dämpfer war ein Sturz in der ersten Abfahrt, weil völlig unerwartet die Bremse versagte: Im Vorfeld hatte noch alles funktioniert. So musste ich die kommenden Abfahrten etwas zögerlicher nehmen, außerdem dauerte es ein bisschen, bis ich dem Material wieder Vertrauen schenken konnte: Die Bremsleistung war zwar teilweise da, reichte aber bei hohem Tempo nicht aus (dann ging einfach nichts mehr).

Die erste Etappe war dann zwar weniger schlimm als gedacht: Ich konnte mehr fahren, musste weniger zu fuß hoch oder runter steigen, aber ich war extrem langsam unterwegs.

Der zweite Tag war dann der Tiefpunkt: Die Etappe ist flowig, man kann alles fahren, bergauf wie bergab mühelos. Aber ich habe mich von Beginn an furchtbar gefühlt, mir ging es richtig dreckig, und das war frustrierend. Auch die Abfahrten musste ich manchmal langsam machen, einfach weil die Beine das ruppige Terrain nicht mitgemacht haben. Und da ist dann noch das mit dem Bremsen: Meine Hände sind sehr klein, weshalb man die Bremse – bei optimaler Bremskraft – nicht ideal auf mich einstellen kann. Irgendwann habe ich dann keine Kraft im Bremsfinger mehr, und das kann u. U. tatsächlich gefährlich werden. Frustriert und wütend kam ich ins Ziel.

Gestern dann stand mit dem letzten Tag die längste Etappe an, mit schweren Abschnitten und heftigen Anstiegen. Ich beschloss, auch im Hinblick auf die große Hitze, die gestern noch einmal zugenommen hatte, von Beginn an noch einmal langsamer zu fahren: Die Wertung war in meinem Fall ohnehin egal, mir ging es nicht gut, also wollte ich zumindest Strecke, Wetter und das Fahren genießen, soweit es möglich war. Die Sache ging gut auf: Zwar war ich wirklich im Schneckentempo unterwegs, doch kam ich gut durch und musste erst gegen Schluss ein wenig leiden.

Insgesamt gab es in diesem Jahr recht viele Aussteiger. Ich bin 4. von 4 Frauen, das ist nicht toll. Ich bin aber auch 95. von 190 Teilnehmern, von denen wiederum 37 ausgestiegen sind. Somit bin ich sozusagen “so halb zufrieden”.

Fazit der MTB Trilogy ist trotz aller heftigen Belastungen dennoch wieder massiv positiv: Weil  die Organisation toll ist, die Stimmung sehr speziell, familiäre Atmosphäre, engagierte Mitarbeiter, spannende und nette Teilnehmer. Weil die Strecken nirgends, wo ich bisher war, vergleichbar wären. Weil  ich noch nie auf derartigem Gelände unterwegs war, unendlich viel gelernt habe während der bisher ja nur 2 Teilnahmen. Weil  ich zwar jedes Mal an meine Grenzen komme, aber jedes Mal auch ein wenig darüber hinaus gelange. Weil die Region hier wunderschön ist: Abwechslungsreich, idyllisch, landschaftlich reizvoll, aber auch von den Menschen her und dadurch, dass es sich um eine Grenzregion handelt, und man zugleich von Polen als auch von Tschechien einiges zu sehen bekommt. Weil unsere Unterkunft super ist, und die Gastgeberfamilie. Ha, und weil es dort seit diesem Jahr sogar einen eigenen Pool im Garten gibt (zugegebenermaßen ein weniger ausschlaggebender, doch durchaus relevanter Pluspunkt).

Wer Enduro oder MTB Marathon fährt, anspruchsvolles Gelände und tolleTrails erleben möchte, der ist bei MTB Trilogy auf jeden Fall an der richtigen Adresse! So etwas gibt es, zumindest in Deutschland, nicht!

PS: Der Nachteil ist, dass einem die Marathons bei uns danach immer noch langweiliger vorkommen als ohnehin gelegentlich schon.