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Eddy Merckx Radmarathon 2016

Ein Rennwochenende ist immer stressig, ganz besonders dann, wenn man das Wochenende auch schon zusätzlich anders verplant hat, wie zum Beispiel mit einem Junggesellinnenabschied … Bei mir war das dieses Wochenende der Fall: Freitag Junggesellinnenabschied auf einer Hütte bei Kitschwetter am Berg und 14 Mädels – bedeutet: Kein bis kaum Schlaf, dafür viel Spaß! Nicht die besten Voraussetzungen für ein Rennen am Sonntag, insbesondere weil ich NIE wirklich NIE vor den Rennen gut schlafe – egal wie müde ich bin – und mich jedes Mal beim Einschlafen versuchen am Vorabend frage, warum ich das eigentlich mache, wenn mich das so stresst. Bemerkenswerterweise gewöhne ich mich aber langsam dran und sehe es einfach ein, dass ich nicht 100% ausgeruht ins Rennen gehe. Der Adrenalinkick machts schon wett.
Der Startblock A (1. Startblock um 8:00) hatte es in sich, da gings gleich richtig zur Sache und ich dachte bei den ersten 30 Kilometern, wenn das so weitergeht, dann geh ich ein. Fad wird einem auf den 106 Kilometern nicht – für all jene die glauben das kommt einem lang vor. Immer wieder ist es ruhiger, dann werden wieder Attacken gefahren, taktiert, zusammengeholfen, … es ist alles dabei. Mit einer großen Gruppe war ich also bis Kilometer 70 – 75 unterwegs, dann machte sich bei mir am Berg die Belastungen aus Loch zufahren, Gruppe einholen, etc. bemerkbar und ich konnte am Berg nicht mehr mitfahren. Bergabfahren sollte ich unbedingt auch noch mehr üben…
Das Resultat war, dass ich kurz allein war und dann leider nur zu Zweit. Am letzten Berg vor Fuschl konnte ich mich nochmal absetzen, aber er kam mir ewig lang vor. Nichteinmal das Bergabfahren nach Fuschl ging noch „leicht“, ich war schlichtweg leer und komplett ausgepowert im Ziel. Alles gegeben, 100%, ich bin bis ans Limit gegangen und auf das bin ich stolz. Meine Zeit und die Platzierung als gesamt 6. waren ja toll und alles, aber nur noch eine sehr schöne Draufgabe.
Am schönsten finde ich bei Rennen immer die Geselligkeit danach, man tauscht sich aus, freut sich, analysiert, diskutiert. An dieser Stelle ein großes Danke an meine Teamkollegin Martina sowie an Gottfried, die meine allerliebsten Sport- und Wettkampfbegleiter sind!

Später Saisonbeginn

Dieses Jahr will es einfach nicht so ganz werden. Mir fehlten Zeit und Motivation – wiederum bedingt durch wenig Zeit – für ein anständiges Trainingsprogramm und damit fühlte ich mich dieses Jahr lange Zeit auch so ganz und gar nicht bereit einen Wettkampf zu bestreiten. Mein Einstieg ins Berufsleben war nun mal wichtiger.
Langsam kommt zumindest 1/10tel Routine im Beruf rein und gemeinsam mit dem Sommer lässt das wieder Kapazitäten für mehr und vor allem regelmäßigeren Sport frei werden.

Am Freitag habe ich meinen Einstand in zweierlei Hinsicht gefeiert: Das erste Radrennen dieses Jahr und das erste mal mit meinem heiß geliebten neuen Specialized Tarmac (alias “Lupo”). Ich fuhr ein Bergrennen in Nussdorf am Attersee – ein wunderbarer Wettkampf, nicht zuletzt aufgrund der tollen Kulisse an meinem absoluten Lieblingssee. Es war familiär und dennoch top organisiert mit nettem Ausklang hoch oben über dem See. Dort fanden die Siegerehrung und eine Tombola statt, die nach bundesheerler Art rasch und mit nüchternem Humor durchgezogen wurde.

Das Rennen (eigentlich Einzelzeitfahren) war natürlich megaanstrengend für mich. Wie soll es anders sein, wenn man vorher kaum (Intervalle) trainiert. So habe ich mich hochgequält und etwas gelitten und die Oberschenkel brannten so richtig. Damit ich auch was davon hab!

Aber ich hatte tatsächlich was davon, denn ich wurde zweite Dame in meiner AK und gesamt 5. Also bitte – geht auch mit weniger Training…