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Katzenbuckel-Marathon 2015

Das für mich zweite Rennen der Saison ist Geschichte; wieder einmal hat sich die Fahrt in den Odenwald gelohnt: Der Katzenbuckel-Marathon um die gleichnamige höchste Erhebung des Odenwaldes wird zwar in Runden gefahren, und das mag ich nicht so gerne, bietet aber eine recht abwechslungsreiche Strecke einschließlich ein paar netter Trails, auch bergauf. Schon im Vorfeld war ich müde gewesen und wusste, dass ich mich würde quälen müssen. So kam’s dann auch….

Erst mal aber freute ich mich am Start sehr, als plötzlich Annette neben mir stand: Wir hatten uns wieder eine Weile nicht gesehen. Nach dem Startschuss fuhr ich nicht zu hart und beschloss sehr rasch, zwar trotz schmerzender Beine und trägem Kreislauf zu kämpfen, nicht aber zu sehr über’s Limit zu gehen. Nicht erstaunt war ich dementsprechend, viel allein und natürlich auch sehr langsam unterwegs zu sein. Frustrierend war es aber trotzdem.

Als gegen Ende der 1. Runde plötzlich Annette bei mir war, hat mich das aber dann doch gewaltig überrascht: Sie ist eine Blitzstarterin, stark am Berg und hätte die vielen Schotter- und Waldwegpassagen eigentlich genutzt, mir längst weit voraus zu sein. Stattdessen sah sie völlig erschöpft und abgekämpft aus und meinte, sie wolle aussteigen. Sie hatte eine Erkältung und fühlte sich schlecht. So hing sie hinter mir, die ich nicht besonders schnell war, und schien dabei immer noch zu leiden. Irgendwann war sie sogar kurz verschwunden und ich der Meinung, sie sei tatsächlich aus dem Rennen gegangen. Nach der ersten Zieldurchfahrt jedoch kam sie von hinten und ihre Haltung war eine andere. Sie fuhr von vorn und gab mir in einer sehr windigen Passage ein wenig Windschatten.

Schon nach kürzester Zeit hatte ich den Eindruck, dass sie stärker wurde und ihre Idee, mit mir zu fahren, nicht sinnvoll war. Also schickte ich sie nach vorn mit den Worten, sie solle sich an stärkere Männer hängen und alles geben.

Runde um Runde musste ich kämpfen, das war nicht schön. Die wenigen technischeren Stellen genoss ich, ansonsten bekam ich zu spüren, dass ich keinen Druck hatte. In der letzten Runde noch hat mich eine Hobby-Frau überholt und ich konnte ihr nichts entgegen setzen. Immerhin jedoch hat es für den 3. Platz der Lizenzdamen und zugleich in der Bezirksmeisterschaft gereicht. Darüber habe ich mich natürlich sehr gefreut.

Mein persönliches Highlight war jedoch, dass Annette tatsächlich noch 1. geworden ist und dabei die Zweitplatzierte noch gewaltig distanziert hat! Sie erzählte später, es sei ihr nach hinten raus immer besser gegangen.

Es ist nicht wichtig, dass Annette diese Saison im Trikot ihres Vereins bestreitet. Immerhin erhält sie dort inzwischen eine gute Unterstützung und hat jeden Grund, diese Chance zu nutzen. Relevant ist aber, dass sie sich zu einer richtig guten Mountainbikerin gemausert hat und auch an schlechten Tagen noch das Ruder rumreißen kann.

MTB Trophy Weyregg am Attersee

Obwohl es keineswegs mein erstes Rennen war, war es dennoch das erste auf dem MTB. Und das fühlt sich schon besonders an! Vieles ist neu, die Spannung wies wird, ob alles gut läuft ist groß. Kleinere Bedenken hatte ich ja noch, zum einen, da mein Material mir eine Woche zuvor noch Sorgen bereitete, zum anderen, da mir ja doch noch ein paar Trainingskilometer ohne (Rad)trainingslager dieses Jahr und vor allem die technische Perfektion (wenn man irgendwann vielleicht mal davon reden kann ;) ) fehlten.

Dennoch wurde ich umso ruhiger und positiv angespannt je näher das Rennen kam. Ich wusste, dass wunderschönes Wetter angesagt war (und ja, ich bin ein Schönwetterfahrer, auch wenn nicht immer die Sonne scheint, wenn ich trainiere..aber ich richte es mir nach Möglichkeit so :D ) und die Vorfreude auf meinen Lieblingssee in Oberösterreich, den Attersee, und auf eine neue Erfahrung stiegen.

Unterstützung hatte ich wohl die beste, da mich zwei Freunde begleiteten und mich mein Freund etwa 20 sec. vor dem Start noch überraschte. Da ist die Motivation groß. Und es lief von Anfang an – abgesehen von einem kleinen Schnitzer, der mich zum Glück nicht aus der Ruhe brachte – sehr gut. Ich war selbst erstaunt, wie locker meine Beine waren und wie ich beinahe mühelos die Berge hoch- und runterbretterte.

Das Ergebnis kann sich auch sehen lassen, zumindest war es überraschend gut für mich und ich bin zufrieden: Ich kam als 3. Dame ins Ziel und war auch die Männern eingerechnet im oberen Drittel.

Zu einer Trophäe reichte es dennoch nicht, da in der Hobbyklasse die 3 gewertet wurden, die am nächsten der Durchschnittszeit des schnellsten und langsamsten Fahrers waren.

Dennoch, die Erinnerung an ein schönes Rennen und nette Leute bleibt und ich freue mich schon auf das nächste!

Und morgen gehts für mich ab nach Deutschland zu Arnhild und Berlinde, um etwas gemeinsam zu trainieren und unser zu Ostern leider verpatztes Teamtreffen /-trainingslager nachzuholen. Ich freu mich auf euch!