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Wann ist er endlich da – und wieder vorbei – , der Herbst!?

Es ist höchste Zeit, Euch auf den neuesten Stand zu bringen:

Nach ein paar Straßenrennen – teils mit mehr, teils eher weniger Erfolg – habe ich recht schnell einsehen müssen, dass eine Pause angebracht ist: Ich war schon zuvor immer müder geworden, selbst bei dem wirklich guten Rennen in Bellheim musste ich außerdem feststellen, dass ich überhaupt keine Kraft hatte. Da war es vor allem eine ganz gute Taktik, die aufging und mir eine super Position verschaffte. Es war ein entspanntes Rennen, das mir sehr viel Spaß gemacht hat (das einzige Rundstreckenrennen übrigens).

Danach aber ging es weiter bergab: Beim Kriterium in Rülzheim war ich vom Start weg einfach nur kaputt. Der Höhepunkt war – ich hatte längst rausgenommen, nur noch kurz und entspannt war die Devise – eine lockere Trainingsausfahrt letzte Woche, wo ich weit unter üblichem Grundlagentempo kaum mithalten konnte. Also Pause!

 

Weiterhin schlafe ich schlecht und habe Schwierigkeiten mit dem Essen. Ins Studio gehe ich weiterhin und das Krafttraining läuft auch ordentlich und tut mir gut. Ich habe ein paar technische Details verändert, was teils massive Fortschritte mit sich gebracht hat. Teils komme ich aber mit der Umsetzung noch nicht so gut zurecht.

Ansonsten wird es zunehmend stressig: Neben der Abschlussarbeit, die zwar schon weit gediehen, aber noch immer nicht fertig ist, muss ich mich jetzt für die erste in einer Reihe von mündlichen Prüfungen vorbereiten. Ein Wälzer von über 1100 Seiten will gelernt sein, dazu ein Spezialthema.

Was die Abschlussarbeit angeht, konnte ich mit meiner Betreuerin gemeinsam Ordnung in das scheinbar nicht vorhandene System meiner Vorgängerin bringen, so dass ich nun durchblicke und damit arbeiten kann. Was für eine Erleichterung! – Ansonsten darf ich nicht darauf schauen, was alles noch zu tun ist (erst recht nicht, angesichts der vorhandenen Zeit); das wäre meinem Geisteszustand eher wenig zuträglich. Einfach nur: “Es hat bald alles ein (gutes!) Ende!”

Trotzdem fällt mir oft beinah’ die Decke auf den Kopf: Keine Zeit und Ruhe zu trainieren, keine Zeit für meine Familie, immer allen absagen, nie irgendwo helfen können (ich will meine Eltern endlich wieder sehen; es müssen dringend ein paar größere Einsätze im Garten gemacht werden,…), kaum Rennen in der ohnehin abgespeckten Saison, keine Reisen, keine Ausflüge. Und ja, ich jammere auf hohem Niveau; ist das nicht schön?