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Uh, ah, tut das weh!

Ich tue  mich schwer mit dem überall propagierten “Saisonanfang”. Nach einer konsequenten und doch recht langen Winterpause (, die dummerweise profesioneller ausgefallen ist als das Training davor,) fällt mir der Wiedereinstieg nicht leicht: Die Beine sind eigentlich nicht so schwer, es ist vielmehr der gesamte Körper, der ächzt und jammert, der die Beine nicht drehen, das Blut nicht fließen lassen will. So fühlt es sich an. Ich weiß, es ist jedes Jahr so. Das hilft mir, dennoch zunehmend häufig kurze Einheiten einzubauen. Immer häufiger macht es auch wieder Spaß, Spaß im Schneckentempo quasi. Erst recht bei diesen Temperaturen und inmitten herbstlicher Farbexplosionen.

Nun, aber nach einem Tag wie gestern, als ich wahrhaftig und tatsächlich früher nach Hause zurück gekehrt bin, weil es mir gereicht hat, bilanziere ich  nicht ganz so optimistisch, wohl, weil es doch recht selten vorkommt, dass die Anschläge auf mein Leben derart gehäuft auftreten und knapp ausgehen. Das war mir irgendwie zuviel.

Ich bin froh, dass ich inzwischen ziemlich gut und routiniert reagieren kann, so dass Zwischenfälle bisher immer glimpflich verlaufen sind. Und bald sicherlich auch wieder routiniert rolle.

Es rollt.

Mein derzeitiger Trainingsrhythmus wird vom Studiotraining dominiert: Tiefe und Reißkniebeuge, Kreuzheben, Kraft- und Schwungdrücken, Beinheben, Crunches, Bankdrücken, Rudern, Fersenheben, Klimmzüge (bzw. eine Vorübung davon). Mal läuft es gut, mal richtig zäh; an manchen Tagen ist die Langhantel nicht unbedingt mein bester Freund. Aber das Training tut gut. Auch freue ich mich an der Vielzahl an Übungen, die ich mittlerweile zunehmend beherrsche. Ich bin aber inzwischen deutlich kürzer im Kraftraum, habe also die Abläufe derweil optimiert. Der nächste Schritt (neuer Plan) folgt jedoch bald, und ich muss mir weitere Übungen aneignen. Ich bin gespannt!

Ergänzt wird das natürlich vom Training auf dem Rad. Es ist gemein, aber, wie ich festgestellt habe, inzwischen dennoch erstaunlich gut möglich, eine harte Radeinheit nach dem Krafttraining zu absolvieren. Obwohl das natürlich bisher nicht geplant ist: Derzeit geht es darum, entspannt und gelegentlich auch mal etwas länger zu pedalieren. Ein bisschen Rollen zu gehen nach dem Gewichtestemmen ist richtig gehend wohltuend.

Meine Tage sehen häufig so aus, dass ich vormittags am Schreibtisch sitze und (hoffentlich) arbeite; Manchmal war ich in der Früh dann schon im Studio und sitze danach erst im Büro. An anderen Tagen halte ich es genau umgekehrt. Auf’s Rad komme ich am Mittag oder auch erst gegen abend. Wenn ich Pech habe und viel zu tun, muss ich eben gegen Ende im Dunkeln fahren. Wofür gibt es Lampen? Zwischenrein bzw. danach wiederum wird gearbeitet oder ich gehe in die Klinik, wohin ich teils aber auch erst abends komme. Irgendwie bekomme ich dann aber doch meist alles unter: Es muss.

Die Abwechslung ist einerseits sehr schön, andererseits aber eine große und nicht zu unterschätzende Herausforderung: Transferzeiten, Duschen, Umziehen, Essenfassen fressen deutlich mehr Zeit als wenn ich einfach morgens zur Arbeit ginge und abends nach Hause käme. Andererseits teile ich alles frei ein und kann flexibel reagieren, bspw. wenn das Wetter schlecht ist oder nur vormittags schön. Oder nach dem Studio schnell auch Einkaufen gehen. Oder aber auf dem Rückweg vom Radtraining kurz Brot holen bzw. beim Start einen Brief einwerfen oder irgendetwas irgendwo abgeben.

Heute steht wenig an: Ein Dokument fertig stellen und Radtraining. Ach, und ich befürchte, ich werde einen Schlauch wechseln müssen, bevor ich los fahren kann. Derzeit sind Radwege und Straßen gespickt mit Glasscherben.

 

Hauchdünn winterweiß

Gestern hatte ich mein Tief: Gestern dachte ich, das wird nichts mehr hier! Und überhaupt, wie soll man da wissen, was man tun soll: Eis und Schneematsch, dichter Nebel, noch dichterer Schneefall, aber dennoch zu warm, als dass das liegenbleiben wollte. Ich saß zuhause, hatte zudem Stress und war ungemein frustriert. Ab dem Nachmittag beschloss ich dann (ja, ich brauche manchmal etwas länger), das beste draus zu machen. Die Tage zuvor waren schließlich überragend gewesen.

Heute nun sind die Straßen vereist, auf den Nebenrouten liegt etwas Schnee, Wiesen und Wälder sind zart bepudert: Schön sieht das aus. Winterlich.

Ich trage mich mit einer etwas abgedrehten Idee. vielleicht wird sie verwirklicht. Das wäre dann Hybridsport. Ich werd’ Euch davon erzählen, wenn’s klappen sollte.

Wintertraining.

Morgen. Ich schrecke hoch. Blick auf den Wecker: “Mist, viel zu lang’ geschlafen!”. Dann die Erleichterung: “Achja, Zeitverschiebung. Eine Stunde eher als gedacht. Alles gut!”

Kopfweh habe ich und alles tut mir weh: Gestern erstmals richtiges Krafttraining – es hat so Spaß gemacht! -, dann haben die Jungs auf dem Rad nach anfänglicher Trödelei viel zu sehr Gas gegeben. Mich hat’s geschmerzt, ich hatte ja Regeneration fahren sollen und wollen. Abends lag ich platt auf dem Sofa.

Heute muss es der Kaffee richten. Ich hatte ja Zeit – dank Zeitverschiebung eine Stunde gewonnen -, konnte gemütlich frühstücken und mach’ mich jetzt ebenso gemütlich auf den Weg. Die Sonne scheint, heut’ früh sah’s anders aus, und vor dem mittäglichen Regen sind wir hoffentlich schon wieder zuhause.

Wintertraining. So sieht’s aus. Wieviel härter wäre das jetzt, wenn das Wetter gleichfalls winterlich wäre. Gestern hingegen hatten wir frühlinghafte Temperaturen, meinetwegen spätsommerlich. Auf jeden Fall aber verdammt warm, wunderbar warm!