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Einfach nur schön.

Wow, das war jetzt einfach mal schön!
Nach einem langen Schreibtischtag hat es mich trotz des traumhaften und gar nicht so herbstlichen – bis auf den Wind vielleicht – Wetters doch einige Überwindung gekostet, mich gegen Abend aufzuraffen: Umziehen, Flaschen richten, Helm, Brille, Schuhe, Handschuhe – los!
Seit ein paar Wochen haben Jakub und ich eine ganz bestimmte schnrelle Runde: Kaum etwas eingerollt über die Felder geht’s durch den Ort zunehmend steil bergan und wird schon anstrengend, bevor man die Häuser hinter sich gelassen hat. Dann folgt Schotter, steil bergan, versteht sich, woran sich ein langer schöner Trailanstieg in mehreren mehr oder weniger technischen Teilen anschließt, bis ganz nach oben. Von dort aus gibt es – selbstverständlich schöne Trails bergab, ein kurzer Zwischenanstieg, gefolgt von meinem absoluten Lieblings-”Hometrail”, der buchstäblich bis nach Hause (naja, nicht vor die Haustüre, aber bis in den Ort hinein) führt, ziemlich anspruchsvoll, aber abswechslungsreich und wunderschön.
So, und den bin ich im letzten Licht gefahren, kurz nachdem sich die Sonne am Horizont verabschiedet hatte. Das bedeutet auch, dass im Wald zuvor das Licht wunderbar war: Sonne zwischen den Bäumen, goldene Strahlen auf Stämmen und Laub, Schattenspiele und Ruhe – wären da nicht sowohl der Lenker als auch das Tretlager mit ihrem lautstarken “Pfleg-mich!” bei jedem Tritt.
Die Einrollrunde im Tal habe ich ein wenig verlängert und musste erstaunt lachen, als tatsächlich jemand einen “Schöne Klingel!”-Kommentar gemacht hat, nachdem ich meinen netten Pfeifton von mir gegeben hatte, der jedoch unter dem Geräuschpegel meines Rades unterzugehen drohte. Und da beschwert sich der Gute, er habe mich nicht gehört! …. Wer ist hier eine Gefahr im Straßenverkehr; doch nicht etwa mein armes, ungepflegtes Damenrad?

Hach, einfach schön war’s heute! Duschen und noch eine kleine Runde Lernmarathon.