Veräppelt und verschwitzt

Als ich vorhin los fuhr, wähnte ich mich tapfer: Es nieselte, eine Vielzahl dunkler Wolken, wohin man auch schaute. Ich aber, die Heldin dieser Geschichte, nahm meine Regenhose mit, trug meine Windweste, außerdem Arm- und Beinlinge, wasserdichte Handschuhe und Söckchen, dazu sogar Regenüberschuhe (Heldentum und Wahnsinn liegen bekanntlich recht nah beieinander) und wagte mich nach draußen. “Trainiert wird bei (fast) jedem Wetter!”

Die Hose musste ich nach wenigen Minuten bereits überziehen. Und fuhr weiter. Nach vielleicht 30 Minuten fuhr ich unmittelbar unter einer dicken, schwarzen Wolkendecke, es war drückend schwül, regnete nicht. Und auch nach einer Stunde regnete es nicht, stattdessen war die Sonne heraus gekommen, ich  – die Windweste war längst in einer Trikottasche verstaut – litt mit meinen Arm- und Beinlingen, der vermaledeiten Hose, den ÜBERSCHUHEN! Das Problem war: Unterwegs hatte ich mal wieder eine leere Dose aufgesammelt (ich verabscheue bekanntermaßen Müll am Straßenrand) und eigentlich keinen Platz, weitere Schichten auszuziehen. Die Regenshorts habe ich irgendwann doch noch in eine Rückentasche gezwängt – Känguruh hin oder her,  mir war verdammt warm. Nun bin ich wieder zuhause. Ob ich die Beine wie geplant ein wenig locker gefahren habe, kann ich nicht sagen: Ich habe vor allem geschwitzt. Und wenig mitbekommen auch von den Vorzügen des unvermittelt strahlenden Sommerwetters….

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