Was ist rot, nass und tut weh?

Unwetterwarnung, Glatteis, verschneite Wege. Soll uns nicht stören, dachte ich, hab’ den Vormittag über zuhause gewerkelt, nebenbei lief Biathlon der Damen, dann mich fertig gemacht und in den Sattel geschwungen. Die ersten Kilometer bin ich eingerollt und schon kurz nachdem ich den Wald erreicht hatte, kam von hinten mein werter Freund anpedaliert. Wir sind gemeinsam weiter gefahren: So verfliegt die Zeit. Später dann setzte Eisregen ein, ging teils in gewöhnlichen Niesel über, wechselte später hin und her. Auf jeden Fall waren unsere Räder recht bald mit einer Eisschicht bedeckt, auch die Unterarme und Helme. Die Bremsen reagierten zögerlich, meinem Freund hingen die Eiszapfen vom Helm, wir unterhielten uns gut und das Ganze war eigentlich recht lustig. Bis auf die letzte halbe Stunde. Da – ich war längst durchnässt – wurden mir auf einen Schlag die Hände kalt, vom einen Moment auf den anderen konnt ich sie kaum noch spüren und hatte zuhause dann wirklich Schwierigkeiten, mit diesen nicht kontrollierbaren, eklig schmerzenden Greifern die vereisten Überschuhe auszuziehen oder gar die Tür aufzuschließen. Das war der Tiefpunkt. Später dann einfach nur heiß duschen. Das wiederum war fast schon wieder das Hoch.

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