Was war los?

Warum in 3 Wochen 3 Rennen sind, die man unbedingt mitnehmen möchte, wenn man sich nicht gut fühlt, bleibt mir weiterhin ein Rätsel. Oder auch nicht. Vielleicht soll das so.

Ich hatte ja auf jeden Fall beschlossen, nichtsdestotrotz allen Spaß der Welt zu haben in Schotten, und den hatte ich (zumindest nach dem ersten nicht-enden-wollenden Berg, von dem ich schon vorher wusste, dass er gemein weh tun würde) auch! Gewappnet war ich, somit konnte der zähe Einstieg mich nicht zermürben (und auch nicht die vielen Damen, die ich nur von hinten zu Gesicht bekam und später dann nie wieder). Dann doch eher schon der verdorbene Endlostraumpfad danach. Aber da war ja immer noch die Aussicht – nicht vergessen, wir waren in der Vogelsbergregion, und die ist so urtümlich schön, dass ich nicht bereit war, aufgrund von renntaktischen Überlegungen darauf zu verzichten, immer mal wieder den einen oder anderen staunenden Blick in die Ferne zu richten -, das völlig überraschend wunderbare Wetter, die schöne Strecke, die klare Luft, mein tolles Fahrrad, beste persönliche Betreuung durch meinen Schatz. Weshalb sollte ich mir durch platte Beine den Tag verderben lassen?

Hinterher war ich dennoch selbstverständlich rechtschaffen erschöpft und der Weg zu den Duschen (was die Menschen so alles unter “500 Meter” verstehen) in Gesellschaft eines weiteren Reinheitssuchenden entsprechend mühsam. Immerhin bekam ich so eine bilderbuchtaugliche Altstadt zu sehen, das hat man nicht alle Tage. Es kann doch ein Segen sein, wenn eine Region jahrhundertelang nicht wohlhabend war.

Nach dem Duschen ging’s ab nach Hause und das Ergebnis habe ich gestern abend erst gelesen: Platz 9 bei den Seniorinnen (das Feld von uns “alten Ladies” war wohl ganz gut besetzt, in der Damenklasse wäre die erste Seniorin allerdings auf Platz 3 gelandet), mit sage und schreibe 33 Minuten und 25 Sekunden Rückstand auf Platz 1 der Damenklasse und immer noch 27 Minuten, 44 Sekunden auf Platz 1 der Seniorinnen.

Und schließlich fehlten mir 16 Minuten auf Platz 3 der Seniorinnen, das ist ein ganzes Stück Holz. Genauergesagt, hätte ich dafür 1,76 km/h schneller fahren müssen….

Es bleibt jedoch ein schönes Rennen, tolle Strecke, nette Leute, super Landschaft, traumhaftes Wetter, hach, und mein handliches Rädchen (jetzt, wo die neuen Superreifen drauf sind, noch viel besser!).

Am Sonntag folgt Siedelsbrunn, wo ich meinen allerersten Marathon gefahren bin.

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