Wilde Endert Mountainbike-Marathon Büchel 2014

Erstmals saß ich heute wieder etwas länger auf dem Rad, zumindest im Wettkampf, und bestritt die Mitteldistanz (57 km, 1050 hm) beim traditionellen Mountainbike-Marathon in Büchel (nicht allzu weit von Koblenz). Im Vorfeld hatte ich etwas Angst, ob ich das überleben würde, hatte ich mich nach dem letzten Wettkampf am vorigen Wochenende nur bedingt erholt und sollte nun gleich fast 30 km weiter fahren. Obwohl ich teilweise etwas am Leiden war, lief es aber eigentlich ganz annehmbar. Ich hatte jedoch im letzten Drittel nicht mehr genug zu trinken und musste ordentlich heraus nehmen, um die lauernden Krämpfe zu vermeiden. Dank Jakub (er war einer der vielen, die heute gleich mehrere Platten hinnehmen mussten und somit irgendwann im Ausflugstempo weiter fuhren, so dass ich wiederum ihn wenige Minuten vor dem Ziel einholte) konnte ich kurz vor Schluss noch eine Dame einholen, obwohl ich sehr, sehr nahe am “Krampflimit” unterwegs war. Ich hatte mich langsam an sie “heran gepirscht” und da kam mir Jakub wirklich gerade recht. Andernfalls wäre es sehr hart geworden.

Im Nachhinein ärgert es mich etwas, dass ich knapp € 30,- Startgeld zahle und es dann erstens nur Wasser gibt an den Verpflegungsstationen, bei der zweiten dann sogar nur Mineralwasser (die Kohlensäure tat definitiv nicht gut!), das auch noch in winzigen Bechern, die einem zudem nicht gereicht wurden. Etwas mehr Service hätte ich mir dann doch gewünscht.

Annette hatte ich ziemlich bald nach dem Start ziehen lassen müssen, sie kann massiv besser drücken als ich und konnte sich somit schnelleren Fahrern an die Fersen heften. Der Marathon ist eine “Drückerstrecke”, es gibt kaum steile Anstiege, aber viele lange weniger steile Anstiege und Abfahrten auf Schotterpisten und Wiesenwegen; wer keinen Windschatten hat, hat bei solch einem Rennen schnell das Nachsehen.

Somit wurde Annette nach nur 02:22:19 h im Sprint gegen die erste Dame Zweite. Ich bin sehr stolz auf ihre Leistung und froh, dass sie heute gestartet ist! – Ich selbst habe mir mit einer Zeit von 02:38:25 immerhin gut 16 Min. Rückstand auf sie und die Erste eingehandelt und noch etwa 7 Minuten auf die dritte Dame, die zugleich erste der Seniorinnen I ist.

Es gab jedoch keine separate Wertung, was ich sehr schade fand und vor allem nicht fair, da in den Herrenklassen U19, Herren sowie jeweils getrennt Senioren I – III gewertet wurden, aber nur eine einzige Damenklasse. Natürlich gibt es bei uns immer wenige Teilnehmerinnen, dennoch ist das nicht in Ordnung, finde ich. Und zwar ganz unabhängig davon ( – das wiederum ist ein weitere gewichtiges Argument, klar -, dass ich selbst als Zweite der Seniorinnen I natürlich gern auf dem Treppchen gestanden hätte. Hier kommt wieder das Startgeld ins Spiel, das wir schließlich alle gezahlt haben.

Wie immer war in Büchel das Wasser eiskalt, was aber bei den heutigen Außentemperaturen eigentlich egal war. Im letzten Jahr bei Temperaturen unter 10°, als wir alle völlig unterkühlt ins Ziel gekommen waren, war die Quellwasserdusche allerdings ein Greuel.

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